Bienenstand als Biotop

  • Weil ich gerade rum die Bienenstände "aufräume" möchte ich eine schöne Erfahrung aus den letzten Jahren mit euch teilen.


    Meine Beuten stehen am Grundstücksrand, auf dem etwa 2m breiten Streifen zwischen Beuten und Zaun wuchern Himbeeren, Wildrosen, Brennesseln, wilde Brombeeren (perfekter Diebstahlschutz!) usw. Den Bereich direkt vor den Beuten, knapp ein Meter breit, decke ich mit großen Stücken dicker, möglichst unbedruckter Pappe ab. Also immer wenn wieder eine Lieferung Rähmchen oder Zargen kommt ;-) Klebestreifen, Aufkleber und Klammern entferne ich vorher natürlich. Die Pappe leg ich so aus, dass sich die Ränder gut überlappen, mittig kommt ein Pflasterstein drauf, damit das ganze keine Flügel bekommt. Je nach Dicke der Pappe ein- oder zweilagig. Das sichert den Bienen freien Ab- und Anflug, weil anfangs kaum etwas durch die Pappe wächst und ist ein heiß begehrtes Biotop für Eidechsen, Laufkäfer, Hundert- und Tausendfüßer, .... Einige von denen, ganz speziell die Eidechsen, warten auch regelrecht auf sterbende Bienen. Ich war erstaunt, dass die so stachelige Insekten überhaupt fressen. Das extra angelegte Eidechsenrefugium mit flachen Steinen, Kies/Sandbereichen und Totholz ein Stück hinter den Beuten wird souverän ignoriert.


    Nach ein bis zwei Sommern ist das Papier so gut wie verottet, die Reste wandern samt Getier (jede Menge Regenwürmer) auf den Kompost und dann steht ja eh die nächste Lieferung an :-)


    Gruß

    Marion

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de