Elgon und Varroa

  • Aber eines unterscheidet dich von der ersten Gruppe. Du bist dir sicher, dass du die Gründe kennst und nennst alles dazu passende Fakten. Das macht deine Argumentation aber nur lächerlich, weil nichts davon nachvollziehbar ist.

    Nein , da liegts Du falsch . Nachlesen !

    Ich habe bloss geschrieben was ich mache und habe mir nirgends eine Absolution erteilt . Dann habe ich auch die Aussage eines Imkerkollegen angefügt : " Irgendwann fällst Du auf .....aufstehen " Die sich nicht speziell auf die Varroaproblematik bezog , ich jedoch auch auf diese ausweiten würde .

    Das Sprichwort " Holz anfassen " sollte dies auch untermauern .

    Was Immenreiner da wiederfahren ist hätte nach Ansage der Elgon Biene nie passieren dürfen , das ist der Punkt . Das Versagen des Konzepts Elgonbiene und die Energie die darin steckt , plus das Versagen der Überwachung durch den Imker .

    Mich dann aus welchen niederen Gründen so verdreht anzumachen ist einfach ().

    Das Konzept Elgon für mich somit nach Indizien absolut gescheitert .





    Gruss Markus

  • Sorry, warum reiten wir jetzt auf welchen Bienentypus und ihrer Handhabung herum?

    Der Sinn des Gezeter entschließt sich mir nicht.


    Ich kenne persönlich keinen, der ernsthaft meint den Stein der Weisen gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Womöglich gibt dir noch der Immenreiner Übrigbleibsel von seinen hartselektierten Elgons ab .;)

    Die Art&Weise, wie Du meinst Dich hämisch über das Lebenswerk verdienter Leute äußern zu dürfen, spricht Bände. Schäm Dich, das ist schäbig.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Aber eines unterscheidet dich von der ersten Gruppe. Du bist dir sicher, dass du die Gründe kennst und nennst alles dazu passende Fakten. Das macht deine Argumentation aber nur lächerlich, weil nichts davon nachvollziehbar ist.

    Nein , da liegts Du falsch . Nachlesen !

    ...

    Nein, dass entscheidest du nicht.

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • " Varroakonzept" vom Imkerpaten übernommen.

    Ich bin im 7 Winter.

    In den Jahren hatte ich im Schnitt 15 Völker .

    Momentan halte 30 .

    Ich benannte die Eckdaten , Rahmenbedingungen die ich kenne und beinflusse - die ich folglich auch als positiv bewerte , dann auch vermute z.B. guter Standort , dass da noch einige mehr sind schliesst dies nicht aus ganz im Gegenteil .

    Nachlesen musst Du natürlich nicht , wenn Du nicht interessiert bist - so what ?


    Gruss Markus

  • Ich stelle fest der Widder-Ton wird rauer, nun gut...

    Zitat


    Hartmut, mach bitte zu!

    Damit ist das Problem nicht gelöst.
    Das Problem liegt meiner Meinung nach beim Widder, der hier "ganz höflich" zündelt, provoziert und an andere User Seitenhiebe verteilt, was ich so nicht weiter tolerieren werde.
    Von daher, entweder das unterbleibt in Zukunft oder das war's hier mit diesen widderlichen Umständen!

  • Danke Hartmut!


    "Höfliches Zündeln" trifft es sehr gut. Und jede Diskussion zu unterbinden, nur weil einem die provokante Art des Gegenüber nicht gefällt ist nicht der richtige Weg. Einfach aus der Diskussion zurück ziehen?


    Nö!


    Ich denke genau das will er mit seinen "widderlichen" Thesen ja erreichen. Polarisieren und verunsichern, wütend machen und aus dem Konzept bringen.


    Irgendwie fällt mir dazu ein Spruch ein:


    Wenn der Kluge immer nachgibt, dann geschieht nur das was der Provokateur gewollt hatte:

    Die sachliche Diskussion stirbt!


    Vielleicht einfach mal ein paar Fakten und Bilder zu Elgonabstammungen?

    Die Bilder sind alle von heute Nachmittag.


    Zeigt die von den Bienen in den letzten Wochen von den Beuten heraus getragenen und zusätzlich von mir heute vom Flugloch heraus "gekratzten" bereits gestorbenen Bienen.


    IMG_20181228_152023.jpg


    Nennenswerten Totenfall hat nur das äußerst rechte Volk Nr. 17, auch Nr. 18 direkt links daneben hat noch etwas tote Bienen. Die vier Völker links daneben: B19/B20/B21/B22 haben kaum Totenfall.


    Nummern sind auf der Rückseite:


    IMG_20181228_152051.jpg


    Zur Entstehung:


    Alle Völker wurden mit ganz "normal" multidrohn besamten Königinnen auf 6 Waben Miniplus Ende Mai 2018 gebildet. Nach 4 Wochen (Ende Juni) als die erste Brut der Königin ausgelaufen war, wurde nochmals eine Zarge mit 6 Rähmchen Miniplus (Brut und Bienen) aufgesetzt und verstärkt. Später dann Umsetzen in einen 12er Überwinterungskasten und Aufsetzen von weiteren 12 Waben Miniplus. Einfüttern mit aufgesetzter 6er Zadant Zarge. Inzwischen sitzen diese Völker also auf 24 Waben Miniplus (ohne Bienen, teilweise ausgebaut und mit Honig gefüllt) und 6 Waben Zadant (1 bis 2 ausgebaute Leerwaben, 4 x Mittelwand). Die untergesetzten Miniwaben in den 12er Überwinterungskästen von Wagner werden nach der Überwinterung im März weggenommen. Da sind diese in der Regel leergefressen und die Bienen haben in die oberen 6 Waben Zadant hineingebrütet. Können dann spätestens 4 Wochen später auf normale Zadantkästen umgesetzt und weiter geführt werden.


    Väter:

    Drohnen dieser 6 Völker sind alle auf VSH-vorgeprüfte Elgonabstammungen.

    Linie Josef Koller Elgon Nr. 44 eindrohnbesamt und mit 81% VSH ausgezählt in 2017.

    Hier das Pedigree: http://perso.unamur.be/~jvandy…eines/EL44(KK)1dr.17.html

    81% VSH (=Varroa Sensitive Hygiene) bedeutet, dass sich 57% der gefundenen Varroamilben nicht reproduziert (=NR-%) hatten.


    Die genauen Daten zu EL44 waren:


    Das Minivolk Elgon Nr. 44 mit 6 besetzten Waben (ca. 2.000 Bienen) wurde mit ca. 200 mit der Puderzuckermethode geernteten Varroamilben 12 Tage vor der Auszählung infiziert. Also mindestens ca. 10% Befall auf den Bienen (phoretisch) zu diesem Zeitpunkt. Von den Brutwaben in späten Brutstadien wurden 315 Zellen geöffnet, davon waren 14 Zellen einfach befallen, eine Zelle war doppelt befallen. Dies entspricht einem Befall von 4,8% in der Brut.

    Von den 14 einfach befallenen Zellen waren 6 reproduziert (R) und 8 nicht reproduziert (NR), also vorgenannte 57% NR-%.

    Bei VSH geht man davon aus, dass sich bis zu ca. 20% der Milben in einem Volk nicht reproduzieren. Das ist "normal"!



    Mütter (jetzt von links nach rechts):

    Nr. 22/21/20/19:


    B115 von Bernhard Heuvel, Elgonlinie in 2017 auf der Belegstelle Hausberg mit B40(JV) angepaart. In 2016 von Bernhard bei Erik Österlund gekauft. Hier das Pedigree: http://perso.unamur.be/~jvandy…er/pedgr/ped_BH_2018.html


    Alle 4 Völker hatten bei der ersten Befallsmessung mit CO2 am 10. September unter 1% Milbenbefall.

    Alle 4 Völker hatten bei der zweiten Befallsmessung mit CO2 am 13. Oktober unter 1% Milbenbefall.

    Da alle 4 Völker unter einem Prozent Befall hatten, wurden diese nicht behandelt, auch nicht winterbehandelt.



    Nun zu NICHT-ELGON: B437(LS) mit Volk Nr. 18 und Nr. 17 (ganz rechts):

    Mutter "normale" Buckfast einer alten Bruder Adam-Linie (Anatolier Sinop62R). Hier das Pedigree der Mutter: http://perso.unamur.be/~jvandy…r/reines/B437(LS).15.html


    Milbenzahlen der Nr. 18:


    10. September:

    2,45% (12 Milben auf 49 Gramm Bienen) Es wurde daraufhin 1x (einmal) Oxalsäure 3,5% gesprüht.

    Der nach dem tatsächlichen Milbenabfall nach 10 Tagen (auf dem Bodenbrett) und der tatsächlichen Volksstärke ermittelte Milbenbefall betrug 3,1%.


    13. Oktober: 2,91% - der Befall nach CO2-Methode lag unter 3%, daher erfolgte keine weitere Behandlung mehr. Auch wird eine Winterbehandlung NICHT MEHR ERFOLGEN.

    Ich denke dieses Volk hat "gefühlsmäßig" zuwenig VSH-Genetik. Es wird es aber packen und hat sicher für das nächste Jahr das Potential für einen Varroamilben-Lieferanten zum richtigen Zeitpunkt im Juli 2019 zur Infektion der VSH-Testvölker.


    Dennoch muss ich ein Auge darauf werfen, nicht dass es da Varroamilbenprobleme mit diesem Volk gibt.



    Milbenzahlen der Nr. 17:


    10. September:

    0,32% (2 Milben auf 63 Gramm Bienen) Es wurde daraufhin nicht behandelt.


    13. Oktober: 2,37% (14 Milben auf 59 Gramm Bienen)- der Befall lag unter 3%, daher erfolgte keine weitere Behandlung mehr. Auch wird eine Winterbehandlung NICHT MEHR ERFOLGEN. Das Volk hatte noch ca. 1 Wabe Miniplus gedeckelte auslaufende Brut zu diesem Zeitpunkt.


    Ich denke dieses Volk hat "gefühlsmäßig" etwas VSH-Genetik. Es wird es wohl packen, der Totenfall war erhöht. Im kommenden Juni werde ich dann den phoretischen Befall ermitteln. Und nach Einlegen eines Scalvinikäfigs (Mitte/Ende Juli) werde ich 3 Wochen später Anfang August auch den tatsächlichen Befall nach Auslaufen der Brut feststellen können. Liegt dieser Befall dann bei "nur" ca. 3 bis 4% und auch die sonstigen Eigenschaften passen, dann könnte damit züchterisch weiter gemacht werden. Es wird sich aber zeigen (und vielleicht zähle ich auch bereits im Juni eine der Brutwaben unter dem Mikroskop aus?).


    Die Reißnägel haben übrigens Bedeutungen:


    grün = Befall unter einem Prozent

    gelb = Befall zwischen 1% und 3%

    rot = Befall über 3%

    weiß = gänzlich unbehandelt


    IMG_20181228_152055.jpg


    Die Elgon-Drohnenlinie EL44 hat also in diesem Fall wohl recht gut vererbt. Aber auch die Mutterlinie selbst muss die betreffende Genetik besitzen, damit sich das Ausräumverhalten durchsetzen kann. Dies ist aber nur ein kleiner Auszug aus der Zuchtarbeit an der "Varroafront" mit Elgon- und Buckfastbienen konkret im VSB-Projekt des Landesverbandes Buckfastimker Bayern e.V.


    (VSB = Varroamite Surviving Bee)


    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

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