Evtl. Kö verloren. Jetzt im März Stifte zuhängen?

  • Hi,

    ich habe ein Problemvolk, das auf ca. 1 Gasse lebt, ....

    Juli

    Abschwefeln !

    Mit solchen Scheintoten kannst du nur noch Schaden in den anderen Völkern daneben machen.


    Gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Auch wenn ich immer im Bewusstsein darüber bin, dass es (mir auch noch äußerst sympathische) Lebewesen sind-trotzdem : keine Schwächlinge päppeln! Es war mir schon vorher klar, aber

    seit dem IFT und den Vorträgen von luffi und@wasgau immen ist es mir noch mehr ins Hirn und Herz eingebrannt.

  • Abschwefeln wäre bei Nosema die einzige Option. Schau nach Bienen, die im Außenbereich auf dem Boden sitzen und sich kaum bewegen. Töte welche von denen und ziehe dann mit einer Pinzette das letzte Hinterleibsglied raus. Dabei sollte der Darm mitkommen. Wenn der weiß oder völlig zersetzt ist, hat das Volk Nosema. Nosema ist sehr ansteckend und die Bienen des betroffenen Volks dürfen nicht in ein anderes Volk gegeben werden.

    Wenn es keine Nosema ist, aber das Volk ein Varroa-Fall ist, musst du damit rechnen, dass die Bienen von Viren verseucht sind. Da würde ich mir auch überlegen, diese Bienen einem anderen Volk zu geben.

    Gruß Ralph

  • vor 2 Tagen habe ich den Kasten das erste Mal aufgemacht und inspiziert:

    unten Ganzzarge-Brutraum, oben Flachzarge Brutraum (Ex Honigraum aus dem Spätsommer).

    Die Bienen sitzen einseitig in der Flachzarge und haben auf etwa 2 der kleinen Rähmchen beidseitig kleine Brutfelder. Fünf Flachrähmchen sind noch mit Honig voll.

    Der untere Brutraum ist leer, nur direkt unter den Brutwaben saßen ein paar hundert auf leeren Zellen. Augenfällig war, dass die Rähmchenträger unter dem Sitz zugesch** waren, wie nichts Gutes: dunkelbraun-schwarze Schichten, die auch an der Zargenwand runterliefen.


    Die Kö (gelb, 2017) lief aber oben auf einer Bw noch groß und prachvoll rum - obwohl dazu eigentlich kein Anlass (vielleicht wollte sie mir was sagen).


    Geschichte war ja, dass sie letzten Herbst viel Varroen hatten und ich sie Mitte Nov. mit MS besprühte - auch auf Brutflächen, die noch da waren - und Ende Dez. dann noch mit OS behandelt habe.


    So. Und anhängig ein paar eklige Bilder.

    Relikte von toten Maden bis hin zu nicht geschlüpften Bienen.

    AFB läge nah, aber schaut mal: ich denk, dazu fehlen v.a. diese "Schorfe" unten in Zellen, eine braune Färbung der "Masse" und Zelldeckel zwar durchlöchert, aber nicht dunkel.


    Jemand schon mal AFB gesehen und kann vergleichen?


    Ich vermute, dass die MS die Entwicklung einiger Maden & Jungbienen beendete, die jetzt 4 Monate darinsteckten und jetzt nat. gammeln.

    Die Schieterei - kann die daher rühren, dass sie nur Spätsommertracht, sprich viel Honigtau als Futter hatten?



    Ich habe jetzt eine neue Zarge genommen, eine neue Lw am Rand, die drei alten Bw-Flachzargen rein, eine MW daneben und noch eine neue Lw und eine alte Hw-Flachzarge als Abschluss. Den Boden habe ich abgewaschen und -geflämmt und das Flugloch auf 1cm eingeengt (letzte Tage eh zu kalt und fliegen auch kaum, im vergleich zu den nachbarkästen).



    btw: dieser "Schwächling" war immerhin 2018 der "Beste", mit 2,5 Honigräumen.



    am WoEnde wirds wärmer - da schaue ich nochmal genau durch - die paar Waben.

  • Moin Juli,


    die Bilder sehen übel aus, und mir scheint es gibt da in den Zellen mehrfach Dinge, die so nicht gehören. Rechts unten neben der unteren Biene ist so eine Zelle, bei der ich die untere Kante nicht sehe, hingegen eine dunkle Masse, von der es mich freudig verwundern würde, wenn sie kein Schorf wäre. In der Art sehe ich noch einige Zellen mehr.

    Die Farbe der Massen unter den Deckeln ist nicht so relevant, wie die Frage, ob sie Fäden zieht und strukturloser Schleim ist. Lass da mal so umgehend wie geschwind jemanden sachverständigen im echten Leben draufgucken.

    Hast Du Futterkranzproben untersuchen lassen?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin,


    ich will ja nicht unken, aber da könnte ein neuer Sperrbezirk entstehen. Klingel morgen früh direkt die BSV in deinem Verein an, egal ob Wochenende und Grillwetter, das muss sich sofort jemand Sachkundiges vor Ort ansehen und beproben.


    Besorgte Grüße


    Peter

  • Rechts unten neben der unteren Biene ist so eine Zelle, bei der ich die untere Kante nicht sehe, hingegen eine dunkle Masse, von der es mich freudig verwundern würde, wenn sie kein Schorf wäre.

    direkt rechts neben der rechten unteren Biene(nleiche) dieses schwarze mäusekotähnliche Ding entlang rechter zellenseite? So sähe das aus? Oder meinste Bildrand unten die zB. 4te Zelle von rechts? (da erkenne ich nix besonderes, nur bischen schwarz unten - evtl.)


    keine Futterkranzproben gemacht. Mache ich nicht jedes Jahr.


    Dank!

  • angenommen, die hätten tatsächlich ein AFB-Problem: würde man auch jetzt, an den "frischen" aktuellen Brutflächen, Auffälligkeiten erkennen - müssen?

    Ich hatte vorgestern die Bienen drauf gelassen, weils so kühl war.

  • Moin Juli,


    Hinterleibsspitze der Biene und dann die beiden Zellen rechts davon gefallen mir nicht. Ich sehe da keine Kante der unteren Zellwand, sondern unförmige Düsternis. In der Zelle. Auf dem Foto. Da kann ich es nicht drehen und wenden und nicht dran prokeln.

    Von den aufgepulten Zellen finde ich die mit den strukturlosen Matsch verdächtig: Zieht der Fäden?

    Das am Zellrand ist ein Bienenschiss, denke ich.


    Zeig das bitte einem BSV und tu das morgen.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Das sieht aus wie ein Varroaschaden, eher nicht nach AFB. Mach bitte die verdeckelten Zellen auf und schau, was dahinter ist. Wenn es vergammelte Larven oder Puppen sind, dann ist es keine AFB. Wenn es eine strukturlose Masse ist, dann stecke ein Streichholz /Zahnstocher/Pinzette hinein und prüfe, ob die Masse fadenziehend ist. Schorfe sind auch ein Zeichen für AFB, aber der nicht dafür ausgebildete Imker wird diese Schorfe nicht sicher von eingetrocknetem Kot oder Sackbrutschorfen unterscheiden können.

    Mach mit den Waben auch eine Ausschlagprobe auf weißem Papier und schau, was dann auf dem Papier liegt.

    Wenn du Verdacht auf AFB hast, ziehe einen BSV hinzu, wenn nicht verfügbar, den Amtsveterinär.

    Gruß Ralph

  • Kein Futter auf diesen Waben. Bienenmasse zu gering um in den letzten kalten Wochen an das Futter auf den benachbarten Waben zu kommen. Offene Brut ausgefressen, verdeckelte Brut verkühlt und in den Zellen vergammelt.

    Das ist der Nachteil von Flachzargen.

  • Hallöchen Juli,


    da wir das gerade erst in der BSV-Ausbildung hatten:

    Der leiseste Verdacht reicht!


    - einzeln stehengebliebene Brutzellen

    - eingesunkene Zelldeckel

    - die schleimige Masse auf Bild Nr. 2 in der rechten unteren Ecke!


    Wie mehrfach geraten, sofort den BSV oder Amtsvet kontaktieren.

    Schon der Verdacht auf AFB ist anzeigepflichtig und bei den Fotos sehe ich definitiv einen Verdachtsmoment.


    Für viele Imker ist der Verdacht der AFB schambehaftet. Das ist aber totaler Quatsch und unnötig! Die Bakterien werden ja von außen eingeschleppt, z.B. durch Räuberei. Der Imker kann also nichts dafür, auch wenn Wabenhygiene die Gefahr mindert.

    Also wirklich nicht fackeln, sondern BSV oder Amtsvet kontaktieren, sie werden es dir danken :)!


    Übrigens kann natürlich AFB und ein Varroaschaden vorliegen. Nur weil das eine, z.B. durch Ausklopfprobe klar ist, heisst das noch lang nicht, dass das andere nicht auch vorhanden sein kann.


    Ich drücke dir die Daumen, dass es falscher Alarm ist :).


    Liebste Grüße aus dem Rheinland

    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

    Einmal editiert, zuletzt von Waldfrau ()

  • Das Volk muß dringend vor Ort fachkundig begutachtet werden, daß kann kein Forum leisten. Das Internet hat auch seine Grenzen. Jedes weitere geschriebe Wort ist hier sinnlos.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn die „schleimige“ Masse auf Bild Nr. 2 in der rechten unteren Ecke aus der gleichen Zelle wie das Etwas daneben (mit Struktur) aus der selben Zelle kommt. Wenn die schleimige Masse keine Fäden zieht, sondern flüssig ist, sehe ich keinen Verdacht auf AFB.


    Aber ja die Hilfe eines erfahrenen Imkers z.B. eines BSV ist sicher sehr hilfreich. Ich würde erst mal so vorgehen (#24).

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive