Pollen/Eiweiß Substitute im Frühjahr - wer hat da Erfahrungen?

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    In einem anderen Faden ist das Thema gestreift worden, aber mich interessiert das schon seit einer kleinen Weile:


    Arbeitet hier jemand mit Pollensubstituten im Frühjahr, um die Eiweißversorgung und damit die Frühjahrsentwicklung zu verbessern?

    Oder ist das ein verpöntes NoGo? Oder ist das Geigelei, welche nur die Geldbörsen der Händler füllt?


    Und wenn nicht, welche Produkte gibt es da eigentlich am Markt? Und welche Erfahrungen habt ihr?


    Ich komme deshalb drauf, weil es unter anderem in Kanada, wo erst sehr viel später im Frühjahr nennenswert Pollen zur Verfügung steht, scheinbar nicht unüblich ist, "Pollenpaddys" aufzulegen.

    Diese scheinen aber mit so etwas wie Neopoll etc. nicht viel gemein zu haben.


    Also, wie seht ihr das?

  • Die Korbimker haben früher den Trester aus dem Presshonig zur Reizfütterung verwendet, dieser besteht aus Wachs, Honig und Pollen. Das bringt die Völker nach vorn. Ob der Pollen eine entscheidende Rolle dabei spielt weiß ich nicht, mein Vater als Imkermeister behaupte dies (Hörensagen). Es ist doch hier die Frage gibt es im Bereich Kanada/USA unabhängige wissenschaftliche Untersuchung? Mein Englisch reicht für Recherschen nicht. VG

  • Vor 40 Jahren wollte man sich mit Bierhefe eine goldene Nase verdienen. Die Damen waren nicht begeistert und das Zeug vergammelte.

    Bienen sind doch keinen Rinder/ Schweine welche mit Kraftfutter hochgepäppelt werden. Man hat damals auch mit der Rückenspritze Antibiotika rein gehalten.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Gibt es nicht seit Ewigkeiten dieses Fertigfutter, welches den Begriff "Pollen" im Namen führt, welchen ich hier nicht erwähnen werde, weil ich keine Werbung machen darf?

    Außerdem halte ich nichts von dem Zeug.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Seip macht das angeblich jedes Jahr, ich krieg immer den Newletter. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, dass durchschnittlich starke Völker bei halbwegs normaler Wetterentwicklung und gutem Pollenangebot von Weide etc. sowas nicht nötig haben, um zum Raps fit zu sein. Ich kann mir auch vorstellen, dass es ein Restrisiko gibt, sich Krankheiten einzuschleppen durch die Pollen fremder Völker.

  • Es handelt sich im Pollensubstitute, also weniger echten Pollen (zu teuer), damit ist das Krankheitsrisiko vernachlässigbar. Die Zutatenliste führt meist nur auf, was alles angeblich nicht drin ist.

    Ganz am Anfang hab ich den Fehler gemacht und von o. genannten Händler! einen Beutel gekauft. Ist meinen Bienen sonstwo vorbeigegangen und wenn sie gekonnt hätten, hätten sie mir wahrscheinlich einen Vogel gezeigt.

  • Randy Oliver hat eine ganze Menge zum Thema Bienen und Ernährung auf seiner Webseite veröffentlicht (meinen Dank an Rainfarn , der mich drauf gestoßen hat):

    http://scientificbeekeeping.com/bee-nutrition/


    Ist eine lohnenswerte Lektüre.

    Von Pollen und Eiweiss einmal abgesehen, habe ich gerade mit Interesse einen Artikel über "MW ausbauen lassen - unverdünnt oder verdünnt füttern - was ist besser?" gelesen.


    Den Link nur als Leseempfehlung.

  • Randy Oliver kommt übrigens zu dem Ergebnis, dass Pollen-Subs durchaus dann einen signifikanten Unterschied ausmachen, wenn von draußen kein Pollen reinkommt, aber bei ausreichender Pollenversorgung rausgeschmissenes Geld sind.


    Aber seine Untersuchungen basieren auf der Verwendung von Produkten, die hier (aus Gründen?) nicht am Markt erhältlich sind.


    Was ich interessant finde, ist die Versorgung der Larven mit Futtersaft, und was man daraus über die Pollensituation vor Ort ablesen kann. Siehe hier (ganz unten):

    http://scientificbeekeeping.com/when-to-feed-pollen-sub/

  • Hallo JCD , der Rohproteingehalt von Candipolline Gold ist auf dem Aufkleber angegeben und beträgt 1,38%. Und neben echtem Pollen, sind auch weitere Eiweißstoffe enthalten (und vermutlich bei der Angabe des Rohproteingehalts berücksichtig).


    Gruß
    Ludger