Honigtrocknung und Wabenfläche

  • Gestern habe ich bei einem Volk, das überwiegend Raps angeflogen ist, mit meinem - allerdings in diesem Jahr noch nicht kalibrierten - Refraktometer einige vollgetragene Waben gemessen. Obwohl kaum verdeckelt, WG zwischen 16% und 18,5%. Möglicherweise hat sich hier positiv ausgewirkt, dass der Nektar überwiegend schon seit Ende April im Stock ist und in den letzten 10 Tagen selten Flugwetter war.

    Karl

    Das dacht ich bei mir auch nur die Spritzprobe zeigt was anderes:/

  • Möglicherweise hat sich hier positiv ausgewirkt, dass der Nektar überwiegend schon seit Ende April im Stock ist und in den letzten 10 Tagen selten Flugwetter war.

    Fällt mir schwer, das zu glauben. Zumindest bei mir hat sich die Besatzung doch deutlich Richtung BR verzogen.


    Werde aber morgen doch mal messen. Würde gerne das schnell kristallisierende Zeug entnehmen, bevor die Robinie eingetragen wird.

  • Ich habs mit der beiliegenden Flüssigkeit nochmal kalibriert, war minimal abweichend vom "Eich"strich.

    Dann nochmal den Honig in den Waben gemessen.

    Ergebnis: verdeckelt 15% unverdeckelt 20% Wassergehalt. Waben teilweise zu 2/3 verdeckelt, Spritzprobe sehr geringfügige Tropfen.Nunn bin ich hin und her gerissen wäre ja theoretischer Durchschnitt 17.5,% also schleuderreif. Will mir bloß nicht mein ersten Honig durch zu frühes schleudern versauen.:/

  • Es ist immer möglich, dass auf einer Wabe mit reifem Honig frischer Nektar eingetragen wurde. Deshalb setze ich grundsätzlich alle Zargen mit frisch geernteten Waben vorm Entdeckeln für 24h auf einen Trockenturm, in den von unten getrocknete warme Luft von ca. 35°C eingeblasen wird. Ich hatte danach bisher nie zu feuchten Honig. Außerdem sind die Waben dann schön warm, sodass der Honig gut aus den Waben läuft.

    Gruß Ralph

  • Unten eine Leerzarge.

    Auf dieser Leerzarge ein Brett mit einem Loch, in dem ein Fön steckt, ich glaube 250W. Der Fön ist nach unten auf einen umgedrehten Steingut- oder Porzellanteller gerichtet, der die Warmluft vom Boden fernhält.

    Darüber wieder eine Leerzarge. Darüber werden die Honigzargen gestapelt.

    Zwischen der oberen Leerzarge und den Honigzargen werden 2 Temperaturfühler eingefügt, die an 2 ineinander gesteckte Steckdosenthermostaten angeschlossen sind.

    Die Steckdosenthermostaten sind auf 35°C und auf 40°C eingestellt, wobei im Normalfall der 35°-Thermostat die Temperatur regelt. Der 40°-Thermostat übernimmt im Fehlerfall.

    Die oberste Honigzarge wird mit einem spaltweit geöffneten Deckel abgeschlossen.

    Damit die erwärmte Luft den Turm durchströmt, kommt ein Kaltluftfön zum Einsatz, der in ein Loch in der Wand der untersten Zarge eingesteckt wird.

    Wenn das System eingeschaltet wird, dann läuft der Heizfön, bis er durch den Steckdosenthermostaten abgeschaltet wird. Der Kaltluftfön läuft dauerhaft und drückt die in der untersten Zarge erwärmte Luft nach oben in den Zargenturm. Dabei kühlt sich in der untersten Zarge die Luft ab und der Heizfön wird durch den Steckdosenthermostaten wieder eingeschaltet.

    Beim Kaltluftfön ist darauf zu achten, dass die meisten Föns, die angeblich eine Kaltluftstufe haben, keine wirkliche Kaltluft erzeugen. Deshalb am besten in einem Elektronikmarkt die Föns ausprobieren, bis man einen Fön mit einer richtigen Kaltstufe findet.

    Gruß Ralph

  • Ich habe so ein Raumklimagerät und nutze das meist nen Tag bevor ich schleudere. Das wird so aufgestellt, das die warme Abluft aus dem flexiblen Rohr durch hintereinander horizontal aufgestellte HR durchpustet. Einstellung auf Kühlen oder Entfeuchten, dann kondensiert das Wasser aus der Umgebungsluft am internen Kühlkörper und tropft ab. Und die trockene Raumluft kann neues Wasser aus den offenen Honigzellen aufnehmen ;-)


    Grüsse, Robert

  • Mann Mann Mann!;(

    Dringend Raymond Zimmer Lesen!

    Oder.....Oder.....Oder

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill