Honigtrocknung und Wabenfläche

  • Werbung

    Gerade finde ich (in einem Beitrag von G. Eich) mal wieder die Auffassung, für die Trocknung des Honigs im Bienenstock wäre es von Vorteil, wenn große Wabenflächen (also ausreichend Honigräume) vorhanden sind. Dem entgegen gibt es auch die Meinung, dass der Honig besser trocknet, wenn die Völker eng gehalten werden.

    Gibt es dazu eigentlich Untersuchungen oder andere verlässliche Erkenntnisse?


    Die "Flächentheorie" geht ja scheinbar davon aus, dass der Honig auch passiv trocknet (große Oberfläche). Dagegen spricht für die enge Führung der Völker, dass der Wärmehaushalt besser ist. Und nicht zuletzt trocknen die Bienen den Nektar ja auch aktiv.


    Ich neige aus eigener Erfahrung eher zum engen Führen. Dafür spricht ja auch die Erfahrung der Hinterbehandlungsimker, dass der Honig in HBB besser trocknet.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die Frage ist ja nicht, wann ich ernte, sondern wie viel Honigräume nötig oder sinnvoll sind.

    Beispiel: In zwei 12er Honigräume DNM passen locker 50 kg Honig. So viel hat bei mir noch kein Volk bis zur nächsten Ernte eingetragen. G. Eich aber z.B. geht von bis zu 3 Honigräumen DNM oder Zander aus.

    Ein 12er Dadant-Honigraum fasst rechnerisch etwas weniger als ein 12er DNM, aber da sieht man schon mal 4 im Einsatz (bei einer 10er mit Dickwaben wäre zwar die Fläche, aber nicht die Masse nennenswert anders).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich neige aus eigener Erfahrung eher zum engen Führen. .


    Wolfgang

    So ich auch! Ich bin der festen Überzeugung, dass hier dann alles richtig läuft.

    Gebe ich zu viel Raum, kann das auch eher nachteilig wirken, denke ich ( regnerischer Tag, Kältere Nacht oder so was)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Spielt da auch die Zellengröße eine Rolle?

    eher die Genetik!

    Züchtet mal mit dem Refraktometer;)

    MEINE BETRIEBSWEISE mal genau lesen.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ich neige aus eigener Erfahrung eher zum engen Führen. .


    Wolfgang

    So ich auch! Ich bin der festen Überzeugung, dass hier dann alles richtig läuft.

    Gebe ich zu viel Raum, kann das auch eher nachteilig wirken, denke ich ( regnerischer Tag, Kältere Nacht oder so was)

    Die Gesamtfläche im HR ist eine Seite, das Volumen die andere, die ja direkt miteinander zusammen hängen. Ich konnte die Beobachtung machen, dass bei einem Volumenüberschuss - z. B. Erntevolumen FJ drei Flachzargen (DN2/3), Überschuss bis zwei Flachzargen - die Sammelleistung vergleichsweise größer ist und der geerntet Honig trockener.


    Wie wasgau immen schreibt, hängt es aber sehr stark von der Bienenmasse und damit von der Genetik der jeweiligen Königin ab.


    Meine Erfahrung

  • :!:

    Es ist die Eigenschaft trocken(er)en Honig zu produzieren.

    Das liegt an der Verarbeitung des selben.

    Bitte BA lesen, der hats schon lange gewußt.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • <gelöscht>

    von mir gelöscht, weil falsch gelesen.


    Die Ausgangsfrage interessiert mich auch bzw. die Antwort darauf. Und auch ich habe bisher mit enger halten die besseren Erfahrungen gemacht. Bernhard propagiert dagegen für weit verteilen, also viel Wabenflächen anbieten.

  • Das mit der Fläche tauchte hier schön öfters auf. Sei es im Zusammenhang mit Dickwaben oder Flachzargen. Ich glaube Kleingartendrohn schrieb mal, dass er von Dickwaben weggeht, um die Fläche bei gleichem Volumen zu vergrößern...

    Letztes Jahr hab ich teilweise reichlich Raum gegeben...und bin zum Teil auf die Schnauze gefallen. Vielleicht stimmte dann aber auch das Verhältnis Bienen pro Fläche nicht mehr.

  • Nicht die Wabenfläche ist entscheidend, sondern der Luftraum im Honigraum. Ich habe bisher mit 6 Waben im Honigraum (Zander) und außen jeweils 2 doppelwabenbreiten oben mit Holz verschlossenen Holz-Futtertaschen begonnen und dann mit zunehmender Wabenfüllung die Futtertaschen gegen Mittelwände oder Leerwaben ausgetauscht. Inzwischen beginne ich mit einem vertikal geteilten Honigraum mit 5 Waben. Den zweiten Honigraum gebe ich erst frei, wenn der erste zu 2/3 gefüllt ist. So müssen die Bienen weniger Luftvolumen ventilieren und können dadurch effektiver die feuchte Honigraumluft gegen die trockenere Außenluft austauschen.


    Die Idee ist nicht von mir. Sie wird von Dr. Dr. Horn in seinen Vorträgen empfohlen.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Züchtung der Honigbiene Seite127 und Seite 130 usw.

    Nasser/Trockener Honig bzw die korrekte Verarbeitung ist erblich bedingt, damit selektierbar.....

    Nicht am symptom rumdocktern.

    Nochmal von vorne....... einmal lesen langt meist nicht!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Wo im Volk ist denn der Honig am trockensten?


    Das Geheimnis zu trockenem Honig ist Wärme und Frischluft!

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Das Geheimnis zu trockenem Honig ist Wärme und Frischluft!

    Den Zusammenhang hatten wir vor zwei Jahren schon ausführlich ausgetauscht. Kühle (nächtliche) Frischluft hat eine größere Aufnahmekapazität für Wasserdampf bei Stocktemperatur als die wärmere, feuchtigkeitsgesättigte Luft des Tages. Das kannst nachts am Bienenstand hören, riechen und ggf. sehen - sie fächeln, was das Zeug hält.

    :!:

    Es ist die Eigenschaft trocken(er)en Honig zu produzieren.

    Das liegt an der Verarbeitung des selben.

    Ja, Dieter, das hängt natürlich mit dem genetischen Rüstzeug zusammen - viele Bienen tragen viel um, bewegen den Nektar im Stock und "belüften" den ordentlich. Es hat aber auch mit dem Verhältnis Volumen zu Oberfläche zu tun; denn das Wasser muss ja raus.