Wider dem frühen Schieden

  • Hallo Wasi!


    Du sprichst mir aus der Seele!

    Alles neu macht der Frühling!

    Lasst die Schwächlinge Schwächlinge sein. Auflösen! Auf jeden Fall nicht einmal eine Drohne davon fliegen lassen. Bienen dann frühzeitig zu Ablegern verarbeiten. Solche schwachen Königinnen abdrücken.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo,

    es ist zuerst hier nicht das Thema. Vor 14 Tagen habe ich meine Bienen an einem Stand durch die Folie kontrolliert und wieder fest verschnürt. Gestern waren die Stricke, wohl von einem Imker, gewaltsam abgestreift. Der Sturm hat die Blechdeckel auf der Wiese verteilt und teilweise mit Wasser gefüllt. Ergebnis im Vergleich mit noch bedeckelten Völkern: Die Bienen, ungeschiedet, haben weiter gebrütete. Offene junge Brut ist vorhanden. Hoher Futterverbrauch, starke Altbienenverluste.


    So groß kann wohl der Vorteil im Wärmehaushalt für ein Volk nicht sein.


    Die Unsitte des "Reinglotzens" in Beuten anderer Imker ist eine Unsitte.

    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Chr!s

    Zitat

    Zu 1. Erleuchte uns unwissende doch mal bitte woran du das in dieser Zeit festmachst.

    Ich habe nicht gesagt, dass ich es kann, sondern ich habe nur den Grund für das frühe Schieden angegeben (bitte Punkt 1 noch mal durchlesen!). So gut ich konnte trotz meiner schlecht gewordenen Nahsichtfähigkeit habe ich es versucht. Sollte ich mich verschätzt haben, kann ich immer noch korrigieren. Zu eng wäre nicht tragisch, nur zu viel Platz ließe sich schlechter wieder gut machen. Wahrscheinlich rede ich für dich in Rätseln, deshalb empfehle ich, den Vortrag von Berhard Heuvel noch einmal genau zu studieren, dann könnte man sich über das Thema etwas besser verständigen.

    Also, ich habe bei meinen paar Völkchen versucht, das künftige Brutnest an Hand der geputzten Zellen zu erkennen; ich denke, das sind die leeren Futterzellen, die innen schön glänzen. Und das soll in dieser frühen Zeit den Ausschlag dafür geben, wie viele Waben die Königin braucht, bzw. bestiften kann, und zwar für den Rest des Jahres; einmalige Festlegung ohne ständiges Hin- und Hergeordne, eine Notkorrektur sei aber gestattet, besonders für Anfänger auf dem Gebiet, wie mich.

  • rase

    Zitat


    Warum kann man das im Februar am besten? Weil?

    Ich schätze mal, dass zu dieser Zeit die Bienen am ehesten die Wahrheit sagen, später übertreiben sie vielleicht oder geben sich zu schüchtern, aber ich bin da nicht sicher, deswegen vertraue ich da erstmal den Erfahrungen der Imker, die das so machen.

  • Hallo Wasi!


    Du sprichst mir aus der Seele!

    Alles neu macht der Frühling!

    Lasst die Schwächlinge Schwächlinge sein. Auflösen! Auf jeden Fall nicht einmal eine Drohne davon fliegen lassen. Bienen dann frühzeitig zu Ablegern verarbeiten. Solche schwachen Königinnen abdrücken.

    Ganz auch meine Strategie, Stefan. Nur, die Königinnen drücke ich meistens nicht ab. Damit mache ich Ein-Waben-Ableger (plus Futter und Pollen) und lass die einfach laufen. Viele machen bis zur Einfütterung den Brutraum voll und können dann noch Bienenmasse liefern um neue Völker aufzubauen. Und das fast ohne Arbeit. Falls die die Frühtracht nicht zum Aufbau nutzen, sind sie eh bald weg. Dann wars auch keine Arbeit ...

  • Noch was, gestern war ich bei einem Jungimker Kollegen. Rund um den Stand noch große Schneehaufen. Da kamen wir mit dem Schieden genau zum richtigen Moment. Polleneintrag hat gerade etwas begonnen, Brut noch wenig, kleine Flächen, bei Carnica wie üblich um diese Zeit etwas mehr als bei Buckfast. Alles gut!

  • Nur, die Königinnen drücke ich meistens nicht ab. Damit mache ich Ein-Waben-Ableger (plus Futter und Pollen) und lass die einfach laufen. Viele machen bis zur Einfütterung den Brutraum voll und können dann noch Bienenmasse liefern um neue Völker aufzubauen.

    So mache ich das auch gelegentlich. Es ist der einzige Grund für einen "Ein-Waben-Ableger", nämlich die Königin zu parken und nicht um eine Neue im "Ein-Waben-Ableger" entstehen zu lassen.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...


  • Ich habe nicht gesagt, dass ich es kann, sondern ich habe nur den Grund für das frühe Schieden angegeben (bitte Punkt 1 noch mal durchlesen!). So gut ich konnte trotz meiner schlecht gewordenen Nahsichtfähigkeit habe ich es versucht. Sollte ich mich verschätzt haben, kann ich immer noch korrigieren. Zu eng wäre nicht tragisch, nur zu viel Platz ließe sich schlechter wieder gut machen. Wahrscheinlich rede ich für dich in Rätseln, deshalb empfehle ich, den Vortrag von Berhard Heuvel noch einmal genau zu studieren, dann könnte man sich über das Thema etwas besser verständigen.

    Also, ich habe bei meinen paar Völkchen versucht, das künftige Brutnest an Hand der geputzten Zellen zu erkennen; ich denke, das sind die leeren Futterzellen, die innen schön glänzen. Und das soll in dieser frühen Zeit den Ausschlag dafür geben, wie viele Waben die Königin braucht, bzw. bestiften kann, und zwar für den Rest des Jahres; einmalige Festlegung ohne ständiges Hin- und Hergeordne, eine Notkorrektur sei aber gestattet, besonders für Anfänger auf dem Gebiet, wie mich.

    Moment.

    Der Grund für das Schieden ist hier garnicht das Thema, sondern das wie und warum. Und da fällt mir vermehrt auf dass hier fleißig das was auf Vorträgen erzählt wird blind aufgesaugt und nachgeplappert wird. Kann man ja machen, hab ich nix gegen. Nur sollten sich solche Aussagen nicht auf Vermutungen stützen, vor allem wenn sowas auf Vorträgen erzählt wird.


    Von den Herren wird ja auch gesagt man könne im November oder Dezember bereits das Schied setzen. Wo soll ich da ein hergerichtetes Brutnest finden? Da seh ich nur wie stark eingewinter wurde. Oder im Februar? Da sehe ich nur wie sich das Volk ins Futter entwickelt und danach setzt du das Schied? Nach der Zehrung im Winter? Das hat nichts mit eventueller Legeleistung zu tun. Zum Thema zu eng oder zu weit hab ich meine Meinung und lass der Königin lieber mehr Platz als dass ich nur einen Tag zu spät mit dem Erweitern bin.

    Ich schätze mal, dass zu dieser Zeit die Bienen am ehesten die Wahrheit sagen, später übertreiben sie vielleicht oder geben sich zu schüchtern, aber ich bin da nicht sicher, deswegen vertraue ich da erstmal den Erfahrungen der Imker, die das so machen.

    Achso deswegen sind meine Bienen hinten so rot, und das in einem Carnicagebiet... *duck und weg*


    Gruß Chris

  • Und schaut doch mal bitte nach wo Bernhard klimatisch imkert.
    Da ist der Winter innerhalb von ein paar Wochen durch. Nicht wie hier bei mir.

    Vorhin hat's wieder kurz Schnee gefetzelt... nachdem ich am Samstag bei +18°C meine Schiede gesetzt habe.
    Gruss David

  • Und schaut doch mal bitte nach wo Bernhard klimatisch imkert.
    Da ist der Winter innerhalb von ein paar Wochen durch. Nicht wie hier bei mir.

    Vorhin hat's wieder kurz Schnee gefetzelt... nachdem ich am Samstag bei +18°C meine Schiede gesetzt habe.
    Gruss David

    Und das fällt anscheinend den wenigsten auf. Da sieht man tolle Bilder mit vielen Honigräumen und tollen Völkern und denkt sich "man nächstes Jahr schiede ich bei mir auch so. Das muss ja gut sein".


    Gruß Chris