Findet den Fehler

  • Was Baumann nicht über Bienen weiß, ist offensichtlich, dass man Beuten von toten Völkern nicht offen stehen lässt.

    Dass das Bestandteil der wesensgemäßen Bienenhaltung ist, wusste ich bisher aber nicht.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Faulbrut ist kein Kinderspiel.


    Wenn man sich Bienen holt, dann muss man sich auch kümmern. Sonst ist es so, als würde man sich einen Hundewelpen kaufen und in den Garten sperren mit zwar einer Hundehütte, aber ohne Futter und ohne Betreuung. Da würde sofort der Tierschutzbund anrücken und Tierquäler rufen...... Hier wird es sogar als Heldentat in die Zeitung geschrieben. Verkehrte Welt.

  • Dass das Bestandteil der wesensgemäßen Bienenhaltung ist, wusste ich bisher aber nicht.

    Siehste, wieder was gelernt.
    Ging mir genauso. Spooky das ganze.
    Das "Kleinfolgenreich" scheint sich extraterritorial zu fühlen, ob der AmtsVet da überhaupt rein darf? Nicht dass das so endet wie im Scheinstaat "Ur".

  • Obwohl ich der "wesensgemäßen" Bienenhaltung auch eher skeptisch gegenüber stehe, sollten wir hier nicht den Fehler machen aufgrund eines Presseartikels andere Imker zu diskreditieren.


    Unbestritten muss man Beuten von toten Völkern sofort nach dieser Feststellung verschließen um eine Weiterverbreitung von Krankheiten zu verhindern. Sollte das hier nicht passieren, wäre das wirklich besorgniserregend.


    Jedoch könnte es sich auch so abgespielt haben:

    - Imker besucht mit der Presse den Stand und erkennt Räuberei bei totem Volk

    - Imker erläutert den Räuberei-Vorgang dem Pressevertreter und verschließt das Flugloch

    - Presse hat keine Ahnung von der Materie und schreibt einen Bericht, der viel Spielraum für Spekulationen offen lässt


    Grüße vom Apidät

  • Jedoch könnte es sich auch so abgespielt haben:

    - Imker besucht mit der Presse den Stand und erkennt Räuberei bei totem Volk


    Woher will er Räuberei erkennen und gleichzeitig wissen, dass das Volk nicht mehr lebt. Dazu hätte er es im Beisein der Presse öffnen müssen. Wenn ich weiß, das Volk ist tot, mache ich das Flugloch zu. Wenn ich Räuberei erkenne, unternehme ich sofort etwas. Es wird im Artikel explizit zwei mal auf die Räuberei eingegangen und der Eindruck eweckt, es wird toleriert, da "wesensgerecht".


    Bitte keine Ausreden suchen.


    Das Volk ist tot, das Flugloch kommt zu und nicht erst wenn dann "plötzlich" Räuber kommen.

  • Ich suche keine Ausreden, sondern habe nur schon öfters die Erfahrung gemacht, dass Veröffentlichungen in der Presse Sachverhalte sehr beschränkt (um nicht zu sagen falsch) wiedergeben, vor allem bei gekürzten Zitaten.


    Es könnte sich so abgespielt haben:

    - Räuberei wird am Flugloch entdeckt

    - Beute wird geöffnet und erkannt, dass nur Räuber-Damen drin sind

    - Beute wird verschlossen


    Nochmal in aller Deutlichkeit: Wenn dieser Imker wirklich absichtlich Beuten von toten Völkern nicht verschließt und abräumt, sollten die umliegenden Imker aktiv werden und sich an verschiedene Stellen wenden (Mellifera, Amtsveterinär, Kreisverband usw.).

  • Dann bin ich aber nicht so entspannt bei Presse-Menschen und sage, ach die Bienen holen sich dort noch Futter, sondern sage oh, muss ich gleich verschließen, um Krankheiten vorzubeugen.


    Hätte dann wohl auch so rum im Artikel gestanden.


    Liest sich aber ganz anders :


    " ...

    Umso erstaunlicher ist der Betrieb am Einflugloch von „Rudolf“. „Rudolf“ ist ein Bienenstock. „Rudolfs“ Staatsvolk ist zwar ausgestorben, dennoch finden sich immer wieder Immen, die in „Rudolf“ ein- und ausgehen. Das sind keine Kondolenzbesuche. „Das sind Räuber“, ...


    ...

    „Das eine Volk ist tot, aber seine Vorräte sind natürlich noch für andere Bienenvölker interessant - also holen sie, was sie kriegen können.“ Auch das ist Natur - und die Natur steht im ..."


    Quelle : https://www.mz-web.de/koethen/…igbiene-im-fokus-32214540


    Gerade der Nachsatz : Auch das ist Natur ... gibt da sehr zu denken.