Anfangsstreifen im HR

  • Hallo, am Wochenende möchte ich, wenn es das Wetter zulässt die Flachzargen HR auf meine geschiedeten Zadantvölker setzen.

    Ich imkere mit ASG im Rahmen.

    Ich will im HR teilweise mit Anfangsstreifen arbeiten um so eigenes Wachs zu gewinnen.

    Die Flachz sieht jetzt so aus:

    Zargenwand

    MW

    Anfstr

    Anfstr

    Mw

    Ausgebaute Wabe

    Ausg Wabe

    MW

    Anfstr

    Anfstr

    Mw

    Zargenwand

    Für die Anfangsstreifen habe ich ca. 2 cm Mittelwandstreifen geschnitten, und diese auf senkrecht gedrahtete Rähmchen eingelötet.

    Die Rähmchen von einem ostd. oblineshop sind leider ganz schöne Flattermänner... Beim Nachspannen haben die sich ganz schön verzogen-ich hake es mal als Anfängerfehler ab...

    Wer billig kauft...

    Ich hoffe es gibt nicht zu viel Überbau...

    Wenn ich demnächst den zweiten HR geben muss, will ich zwecks fehlender Ausgeb Waben den Hr so vorbereiten:

    Zargenwand

    MW

    Anfstr

    Anfstr

    MW

    MW

    MW

    MW

    Anfstr

    Anfstr

    MW

    Zargenwand



    Kann man das so machen!

    Bin für Tips dankbar!


    Noch ne Frage:

    1. Schiebt ihr im angp. BR später das Brutnest mittig in die Zarge( links und rechts ein Schied)oder fangt ihr vom Rand an?

    2. wann entfernt ihr die Reservefutterwaben hinter dem Schied?

    Nie, oder wenn die Kirsche blüht?


    DANKE

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Ich schiede so wie sie nach dem Winter sitzen, indem ich überzählige Waben entnehme und Reserve-Futterwaben auf die andere Seite vom Schied hänge. Dann nehme ich später nur die Futterwaben raus und lasse den Rest unverändert. Ich nehme auch keine Thermoschiede usw.

    Futter sollte sobald wie möglich raus, wenn man Verschleppen in den Honig verhindern will. Trotzdem darf ein Volk nie(!!!) hungern. Ich setze die Honigräume auf, wenn das Volk stark genug dafür ist und entnehme dann die Futterwaben, wenn auch von draußen was reinkommt (muss nicht gleichzeitig sein). Dann ist meist der Honigraum schnell angetragen und kann als Reserve für schlechte Tage genutzt werden. Ohne Tracht werden sie auch nicht ausbauen.


    Den HR kann man so bestücken. Bei um 90° gedrehtem HR geht das gut. Bei gleicher Ausrichtung sollte in jedem Fall die ausgebaute Wabe und die Mittelwand über dem Brutnest liegen, weil sie dort raufsteigen und anfangen. Dann lieber nicht symetrisch.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich würde nie mehr zwei Anfangsstreifen nebeneinander setzen - nach meinen Erfahrungen verbauen die Bienen gerne mal solche Rähmchen

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Man kann das so machen wie du vorhast, aber du wirst damit keine guten Erfahrungen machen!

    Beim ersten HR würde ich so viel wie möglich, wenigsten die Hälfte ausgebaute Waben nehmen und dann MW. Anfangsstreifen würde ich für den HR überhaupt nicht empfehlen, weil das zu viel Honig kostet. Wenn du keinen Honig brauchst, kannst du Anfangstreifen nehmen und Erfahrungen sammeln.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • moin,

    da du fast Brutnest eh nicht mittig hast, kannst du auch:

    Beuten Wand, mw, ausgeb Wabe...2-3 soviel du hast, dann anf streifen und eine Mw quasi als schied. Den leeren Rest machst du nach unten mit Folie zu. Weitere AnfStr nach Bedarf. .

    AAAABER: Das ist Geigelei-denn du musst sobald Tracht kommt ständig gucken und erweitern. Und noch haben wir keine Tracht...

    Ich finde es super, dass du die bauen lassen willst, würde es aber nicht gerade ganz zu Anfang machen. Im nächsten HR reicht es auch noch, wenn dann alles safe ist und richtig Tracht ist.

    Und hab nicht so viel Angst, die wissen schon was sie machen.

    LG Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Drobis Hinweis kann man nur unterstreichen: Im ersten Honigraum keine Anfangstreifen. Mit "erstem" Honigraum meine ich nicht den untersten, sondern den zu erst gegeben. Für vernünftigten Naturbau im Honigraum braucht es Volltracht, die kommt erst später.

    Anfangsstreifen kosten sicher Honig, aber ich vermute, dass es hier um Wabenhonig geht und der ist in guter Qualität nur so zu haben.


    Die genannte Reihenfolge ausgebauten Wabe, MW und Anfangsstreifen würde ich nicht empfehlen. Da werden die früher ausgebauten Waben als Dickwaben in den Leerraum hineingebaut, Also nicht durcheinander, sondern im in Blöcken nebeneinander.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • 1. Schiebt ihr im angp. BR später das Brutnest mittig in die Zarge( links und rechts ein Schied)oder fangt ihr vom Rand an?

    Ich habe lange das Brutnest auf einer Seite belassen, habe aber die Honigräume dann immer wieder um 180°C gedreht. Die Waben über dem Brutnest wurden sehr viel schneller ausgebaut und Honig eingetragen. Setz du einen 2ten Honigraum auf starten sie auch wieder eherüber dem Brutnest. Ohne den Honigraum zu drehen, kann es passieren dass sie die andere Seite einfach links liegen lassen.

    Ich hab mir weitere Schiede gebaut und werde heuer das Brutnest in die Mitte schieben. Ich glaube dass das besser funktionieren wird...


    Ich wollte auch möglichst schnell genügend Wachs für den eigene Kreislauf. Ich habe fast ausschließlich Anfangsstreifen verwendet. Hatten sie genügend Vorsprung zum Ausbauen, bevor die Tracht einsetz, dann haben sie genauso viel eingetragen wie die Völker die Mittelwände bekamen. Eng wird es nur, wenn Volltracht herrscht und nicht fertig ausgebaut ist.


    Ich würde nicht "3 Sorten" mischen ( MW, AFstr, Ausgeb.)

    Ich hab da relativ viel herumprobiert, wie es am besten ist diese Anzuordnen. Hab letztes Jahr ganz unterscheidlich die Honigräume bestückt. Die Varianten abwechselnd ausgebaute Waben( von denen ich mittlerweile einige habe) und Anfangsstreiefen oder Mittelwand und Anfangsstreifen funktioniert eigentlich sehr gut. Vorallem weil es "gerade" gebaut wird, sonst muss man dich immer wieder einzelen Waben zurechtrücken.

    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,

  • Die Rähmchen von einem ostd. oblineshop sind leider ganz schöne Flattermänner... Beim Nachspannen haben die sich ganz schön verzogen-ich hake es mal als Anfängerfehler ab...

    Hallo Andreas,

    Ich vermute wir haben den gleichen Rähmchenhändler😀

    Mir ging es auch mal so. Ich habe sie dann waagerecht gefragter.

    Bei senkrechter Drahtung biegen sich die Oberträger und dann wird schön verbaut.

  • Ich 'biege' mich vor lachen;)

    Sowas kommt bei mir nicht in die Beuten...
    Das gibt nur Honig-Wachsgematsche und gepresste Bienen beim Wiederaufsetzen der Honigräume.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Für senkrechte Drahtung sind diese Rähmchen nicht geeignet,

    Denkst Du an einen Flitzebogen......


    Modifizierter Oberträger ist aber auch bei waagerechter Drahtung zu empfehlen.

    Je genauer der Beespace eingehalten wird, desto weniger Verbau ist zwischen den Zargen.

  • Bienen bauen doch nur bei Tracht. Tracht ist vorhanden?

    Du schiedest um ein kompaktes Brutnest zu erhalten um jetzt einen kalten raum oben drauf zu setzten?

    Der erste frische Nektar wird doch direkt in Brut umgewandelt um unter anderem einen Brutfläche von Holz zu Holz zu erreichen...


    Solange das noch nicht ist, hat nach meinem dafür finden kein Honigraum auf dem Brutraum was zu suchen. Wie schon gesagt, nach Möglichkeit den ersten Honigraum mit ausgebauten Waben...

  • Das Problem ist nicht so sehr die Wachserzeugung als solche. Die Mengen, die das rechnerisch Honig kostet, sind überschaubar.

    Bei Naturbau dauert es aber relativ lange bis Lagerraum für den Nektar vorhanden ist. Da ist das eigentliche Problem.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)