Gebrauchte Rähmchen reinigen

  • Hallo Imker2016,

    wenn das so wäre würde es doch keinen Sinn machen das Natrium im Wasser zu lösen?

    Bin kein Chemiker, ich vermute aber das der hier angegebene Siedepunkt sich auf das kristaline Ausgangsmaterial bezieht.

    Gruß Eisvogel

    Nach meinem lange verjährten Schulwissen ist eine Lösung aber ein physikalischer und kein chemischer Vorgang. Außerdem bezieht sich ein Siedepunkt immer auf die flüssige Phase und der Schmelzpunkt ist der Übergang von fest auf flüssig. Der seltene Fall Sublimation von beschreibt den direkten Übergang von fest nach gasförmig. Die eröffnende Fragestellung betraf ja eine gasförmige Anwendung der Natronlauge. Ludger schreibt in b) sehr schön, dass nur mitgerissene Laugenteilchen eine Rolle spielen und RalfK bestätigt meinen Gedanken zur Kristallisation (Sättigung).

    Vermutlich kann man Beuten und Rähmchen auch mit NaOH sandstrahlen oder mit NaOH-Pulver einpudern, aber der desinfizierende Effekt tritt vermutlich überwiegend durch den extremen pH-Wert der NaOH-Wasserlösung ein. Ich bin aber auch kein Biologe um dies zu bestätigen, das ist nur meine Vorstellung: extreme Laugen oder Säuren töten alles Biologische.

  • Heh nicht so streng mit dem Fragesteller. Das Natronlauge nicht mehr ohne Weisung angewendet werden darf, ist noch nicht so lange her.

    Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, war erst zum Ende des letzten oder Anfang diesen Jahres das in den Rundbriefen zu lesen.


    Liebe Grüße Bernd

    hmmmm.... Natronlauge ...Ätznatron.... da bestehen noch Unterschiede.
    Der Imkerreiniger von Seewald darf auch verwendet werden

    "Duck und ab ins Wochenene" :P

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Natronlauge besteht aus Na+ und OH- Ionen.


    Im diesen dissoziiert Zustand liegt die Natronlauge auch im Wasser vor (über Wasserstoffbrückenbindungen)


    Der wirksame Teil der Natronlauge ist das OH- Ion.


    Es ist in seinem Zustand sehr "unglücklich" und ist deshalb sehr bestrebt mit anderen Stoffen zu reagieren.


    So werden vor allem organische Stoffe wie Wachs (ähnlich wie andere Fette) verseift.


    Soda ist schon ein Abbauprodukt der Natronlauge und hat nicht mehr eine so hohe Waschkraft.


    Generell verbraucht sich die Laugen bei diesen Reaktionen, daher daran denken dass je nach Verschmutzung es nötig sein kann die Lauge nachzuschärfen.

  • Wenn ich's damals richtig Verstanden hab müste der PH wert eine Einteilung sein wie sehr Etwas zur Säure oder Base bzw Lauge tendiert und dadurch wie sehr die Stoffe unbedingt Elektronen bekommen bzw abgeben wollen wodurch sich ihre Reinigungswirkung entwickelt.


    Wird Lauge und Säure zusammengeschüttet kommt im besten Falle Wasser + Salze+ Wärme raus, bei Reinigungsmittel meist noch Chlorgas, ein Spaßiges Erlebnis was ich schon zu oft genießen durfte.

  • Danke für die Aufklärung bzgl. der Wirksamkeit. Also nicht der pH-Wert isses.

    Oh Leute....

    Der pH-Wert trifft eine Aussage über Konzentration der freien H+ Ionen. Der pOH-Wert entsprechend über die freien OH- Ionen. Über pH + pOH = 14 sind die beiden Werte miteinander verknüpft.

    Heißt, der pH-Wert drückt genau die Konzentration der OH- Ionen aus. Und damit die Stärke der Wirkung der Natronlauge.

  • Warum willst du die denn reinigen?
    Noch heiss sauber auskratzen reicht mir völlig.

    Richtig! Das rumrödeln mit ätzender Natronlauge oder ähnlichem Zeug in einer Waschmaschine lohnt sich nicht. Ein neues Rähmchen kostet noch nicht mal einen Euro und ist sauberer und hygienischer als das alte Gelump.

  • Das rumrödeln in einer alten Spülmaschine lohnt sich schon. Die Rähmchen kommen da ziemlich sauber raus, die Nuten (falls vorhanden) sind meist ebenso frei von Rückständen wie der Draht. Das erleichtert das Einlegen der Mittelwände und das Nachspannen der Drähte erheblich. Ich bin sehr froh, dass ich eine entsprechende Spülmaschine nutzen kann. 30 Rähmchen rein, Maschine starten, Lauge rein, 2 Stunden später fertig (& und neutralisiert) raus holen. Tiptop. Problem ist eher, den Platz zu haben sich die irgendwo hinzustellen.


    Jedes Jahr hunderte Euro für neue Rähmchen ausgeben muss schleißlich auch nicht sein, wenn man noch viele brauchbare rumluegen hat, die leicht sauber zu bekommen sind.

  • Ein neues Rähmchen kostet noch nicht mal einen Euro und ist sauberer und hygienischer als das alte Gelump.

    Solange es in Ordnung ist braucht man es nicht zu entsorgen, sind ja schließlich keine Einwegprodukte.


    Bei 5 Völkern vielleicht eine Option, ich kenn auch jemand der jedes Jahr neue Rähmchen kaufen geht weil er seine im Kamin als Anzündholz nutzt.

    Nachhaltigkeit sieht aber anders aus...


    Gruß Chris

  • Bei soviel Spekulation muss ich meinen Senf auch noch dazu geben:


    Natriumhydroxid gibt es in Granulatform. Dieses feste Granulat löst sich in Wasser zu Natronlauge auf (Vorsicht - Wärmeentwicklung). Diese Lösung ist stark basisch (pH14). Der Reinigungseffekt erfolgt in zweierlei Weise

    1. Wachse werden in heißer Natronlauge Lösung zu Seife umgewandelt und wasserlöslich

    2. Eiweißreste werden zu den Einzelbestandteilen (Aminosäuren) abgebaut und lösen sich auf.


    Wer das in der Spülmaschine macht (1 Esslöffel Natriumhydroxid Granulat in das Spülmittelfach und bei 65 °C spülen), findet auf den Rähmchen noch weißliche Reste der Seife, die aus dem Wachs entsteht; manchmal auch unvollständig, so dass noch wachsartiger Belag anhaftet.


    Die Spülmaschine hält das übrigens bestens aus, da sie aus Edelstahl- und Kunststoffteilen besteht, die resistent gg. Natronlauge sind. Sie ist dann picobello geputzt!


    Und im Abwasser wird der Rest der Natronlauge neutralisiert - zu Salz und Wasser.


    Soda ist die wässrige Lösung von Natriumcarbonat, das Salz der Kohlensäure mit Natronlauge. Sie ist eine schwächere Lauge, wirkt ähnlich wie Natronlauge, nur schwächer, d.h. man muss länger kochen bzw. spülen.

  • Danke für die Aufklärung bzgl. der Wirksamkeit. Also nicht der pH-Wert isses.

    Oh Leute....

    Der pH-Wert trifft eine Aussage über Konzentration der freien H+ Ionen. Der pOH-Wert entsprechend über die freien OH- Ionen. Über pH + pOH = 14 sind die beiden Werte miteinander verknüpft.

    Heißt, der pH-Wert drückt genau die Konzentration der OH- Ionen aus. Und damit die Stärke der Wirkung der Natronlauge.

    Dass kenne ich: Wenn ich mich konzentriere, ist die Wirkung größer.

    Der Lernerfolg durch assoziatives Denken soll ja sehr hoch sein.

    Ich glaub ich habs kapiert.

    😂

  • Hallo zusammen, da wir demnächst eine neue Küche bekommen, würde ich unsere alte Spülmaschinen für die Rähmchenreinigung verwenden. Könnte man anstelle von Ätznatron auch die normalen Spülmaschinentabs nutzen?