Das Köhlerscher Verfahren für Begattungen - Mondscheinbegattung

  • Hochhaus Imker: So wie ich es verstanden habe, bringst Du zur Mondscheinbegattung wie bei einer Belegstelle die Königinnen in Begattungskästchen und die gewünschten Drohnenvölker zusammen. Dazu kommt dann noch die Zeitkomponente oder besser gesagt die Eile. Das machst Du nicht Zuhause und die Königin soll auch nicht weit wegfliegen.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Moin Wolfgang,


    da hab ich wohl (noch) eine andere Auffassung ich finde mit dem richtigen Platz kann man das zu Hause sehr gut bewältigen. Wir haben eine alte Scheune könnte mir gut vorstellen die eine Holztür über Zeitschaltuhr nur zu bestimmten Zeiten öffnen und schließen zu lassen.

    Hab gestern noch was interessantes gefunden Helligkeit wann fliegen Bienen bei Sonnenfinsternis hier werden 400W/m² genannt ab da wird die Flugaktivität mehr. Wenn dies noch auf Drohnen und Königinnen umzulegen wäre könntest über einen Helligkeitsmesser der die Tür nach triggert (weiter auf oder zu) recht leicht lösen.

    Eigentlich müsste ich mit Carnica imkern dann wären die Belegstellen nicht so weit ;) da ich nun aber die Buckfast ausprobieren möchte bleibt nur kaufen oder mit Mondschein oder Besamung zu arbeiten.

  • So wie ich das kenne ist der Mondschein nicht ernst gemeint und die Türen die im richtigen Moment geöffnet werden sind am Begattungskästchen dran, nicht in einer Scheune. Bei Dir Zuhause hast Du alle möglichen Drohnen, Deine eigenen und auch die aus der Nachbarschaft, die Du ja eigentlich nicht willst. Dann kannst Du auch gleich eine normale Standbegattung machen.

    Aber vielleicht bin ich auch nicht auf dem Stand der Technik, bin ja nicht mehr ganz state of the art.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • friday1

    Eigentlich müsste ich mit Carnica imkern dann wären die Belegstellen nicht so weit ;) da ich nun aber die Buckfast ausprobieren möchte bleibt nur kaufen oder mit Mondschein oder Besamung zu arbeiten.

    Stell doch erst mal um. Kauf dir ein paar gute Königinnen und probier es aus. Dann kannst du dir Gedanken machen, wie du die Weiterführung des Bestandes gestaltest.

  • Nun Wolfgang hab mich da wohl nicht richtig ausgedrückt. Falls die normalen Flugbienen eine bestimmte Helligkeit benötigen und die Drohnen eine höhere (zumindest fliegen die bei mir erst später aus als die Bienen), dann wäre das Flugloch am Volk immer offen und die Tür ist das neue Flugloch mit welchem ich die Helligkeit aller dahinter stehenden Völker regle. Somit bräuchte ich kein zweites Flugloch mit Labyrinth bauen.


    Danke Rainfarn eine Bucki hab ich schon drinnen mal sehen, wenns sie rüber kommt, wie sie sich nächstes Jahr entwickelt.


    Ich weiß nur nicht wieso man nicht über eine Variante nachdenken kann und schonmal Lösungen für bevorstehende Probleme findet, oder durch Erfahrungen anderer gleich vermeiden kann.

    Der Arbeitsaufwand oder die ungewisse Begattung hat mit dem Verfahren an sich, um welches es in diesem Thema geht nichts zu tun.


    Mich umstimmen muss auch niemand, erstmal Infos sammeln dann Arbeitsaufwand und Nutzen abschätzen und dann Entscheidung treffen ;)

    Da bin ich stur und bilde mir gerne meine eigene Meinung.

  • Falls die normalen Flugbienen eine bestimmte Helligkeit benötigen und die Drohnen eine höhere (zumindest fliegen die bei mir erst später aus als die Bienen), dann wäre das Flugloch am Volk immer offen und die Tür ist das neue Flugloch mit welchem ich die Helligkeit aller dahinter stehenden Völker regle. Somit bräuchte ich kein zweites Flugloch mit Labyrinth bauen.

    Verstehe ich das richtig, der Plan ist, Völker in eine Scheune zu stellen und mit dem Scheunentor gerade so viel Licht in die Scheune zu lassen, dass die Arbeiterinnen aber nicht die Drohnen ausfliegen?

    • Offizieller Beitrag

    Also ich habe noch keine Mondscheinbegattung gesehen oder gemacht.

    Aber die Drohnen fangen auch bei mir später an auszufliegen als die Arbeiterinnen.

    Das hat aber nach meiner Beobachtung am Flugloch nichts mit der Helligkeit zu tun sondern mit dem Tagestemperaturverlauf.

    Die Jungs mögen es einfach etwas wärmer als die Damen.

    Gruß Eissvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Also ich habe noch keine Mondscheinbegattung gesehen oder gemacht.

    Aber die Drohnen fangen auch bei mir später an auszufliegen als die Arbeiterinnen.

    Das hat aber nach meiner Beobachtung am Flugloch nichts mit der Helligkeit zu tun sondern mit dem Tagestemperaturverlauf.

    Die Jungs mögen es einfach etwas wärmer als die Damen.

    Gruß Eissvogel

    Dann könnte man das Problem vielleicht lösen, indem man die Scheune auf die passende Temperatur heizt oder kühlt 😉


    Bienen wissen übrigens auch ohne Tageslicht, wie spät es ist.

  • Wahlzucht im Sommer

    Paarungskontrolle durch eine eingeschränkte Flugzeit.

    In der deutschen Imkerliteratur ist diese Methode unter dem nicht ganz zutreffenden Begriff "Mondscheinbegattung" bekannt geworden.

    Die natürliche Begattung der Königinnen, wird nur für eine kurze Zeit am späten Nachmittag stattfinden.

    Die für die Zucht vorgesehenen Königinnen und Drohnen werden am Ausflug gehindert und erst nach der natürlichen Begattungszeit freigelassen.

    Dadurch sind sie gezwungen, sich untereinander zu paaren.

    Entsprechende Versuche sind schon seit Jahren bekannt.

    Die Wahlzucht mitten im Sommer nach der "Köhlerschen - Methode".


    Hier mal lesen:
    http://digital.bib-bvb.de/view…usePid1=true&usePid2=true


    Siehe unter Inhalt: Vierter Abschnitt, Zweites Kapitel, Seite 266

    Tue nur Dinge die dir Frieden und Freude bereiten und lass dich von nichts und niemanden abhalten.