Wachsmotten-Problem

  • Ich habe bisher Zargentürme gebildet, in denen dann die Mittelwände gelagert wurden.

    In einer Leerzarge am Ende des Turms stelle ich dann eine Schale mit Essigsäure. Oben drauf kommt dann ein Deckel

    Die Essigsäure verdunstet und bleibt in dem Turm stehen. Das riecht man auch.

    Beim ersten Frost ist die Essigsäure komplett verdunstet und der Deckel kommt runter. Kälte und Zugluft ist dann das beste Mittel.

    Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn da keine bebrüteten Waben drin sind.

    Eine einzelne Wabe ist aber auch nicht so schlimm, da die Mottenlarven aufgrund der Säure eh nicht weit kommen.

    Dennoch möchte ich bei dem System ein Warnhinweis absetzen.

    Setzt man 10 Zargen aufeinander und steht in der obersten dann die Säure, ist die Gefahr des verschüttens der Säure gegeben.

    Da ich hoffentlich am Ende des Jahres über eine Lagerhalle verfüge, werde ich das mit dem offenen Böden am Jahresende ausprobieren.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • ...

    Auf dem Einsteigerseminar gab es den Tipp dass die Wachsmotten kein Wallnusslaub mögen. Also unten einige Waben weggelassen und Wallnusslaub rein...

    Ich finde diese Idee gut. War hier ausschließlich die Rede von getrockneten Laub, also Falllaub? Oder wurde auch frisches Laub (im Sommer) besprochen? Sollte keinen Unterschied machen?

    Wenn ich paar Waben aufheben möchte, kommen die in die TKtruhe. Sollte ich mal Platzmangel haben, würde ich wohl gerne auf das Walnußlaub zurück greifen.

    Was hier über B401 geschrieben wird, verunsichert ja doch sehr.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • ...Auf dem Einsteigerseminar gab es den Tipp dass die Wachsmotten kein Wallnusslaub mögen. Also unten einige Waben weggelassen und Wallnusslaub rein. Ob es geholfen hat oder sowieso nichts passiert wäre ist nicht festzustellen weil auch Zugluft vorhanden war.

    Ich habe unsere Altimker gefragt. Frisch müssen die Walnußblätter sein. Und sie vergrämen Wachsmotten nur bedingt, nicht zuverlässig. Vermutlich ist ihre Wirkung auf den spezifischen Geruch zurückzuführen, den sie verströmen. Der ist naturgemäß mit der Zeit einfach abgedampft...

  • Hat jemand Erfahrung mit B401 und FKP? Bekommt man die Nichtverwertbarkekt mitgeteilt oder ist die Probe im Zweifel falsch negativ?

    "Nicht auswertbar" ist dann vermerkt, weil eeben die robusterer B401-Kultur eine mögliche Bac.larvae-Kultur trotz Abkochen des Probenmaterials überwuchert.

    Ich hatte Dr. Otten vorletzte Woche im Kurs zu dieser Problematik befragt.

    Seine Aussage war: Ja, die B401 Kulturen sind schon dominant, aber durch eine entsprechende Weiterverdünnung der Probe würden dann auswertbare Ergebnisse produzierbar.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass dieses Verfahren nicht bei einer Standard Futterkranzprobe gemacht wird. Im Seuchenfall jedoch gut vorstellbar.

    Anschließend hat er auf meine explizite Nachfrage hin, nicht von einer Benutzung von B401 abgeraten.


    In diesem Frühjahr wären meinen Ablegern die ein oder andere eingelagerte Pollenwabe sehr gut bekommen. Damit hätte ich wahrscheinlich die Brutpause Anfang März umgehen können...


    Lg Thomas

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • ...B401 Kulturen sind schon dominant, aber durch eine entsprechende Weiterverdünnung der Probe würden dann auswertbare Ergebnisse produzierbar...

    Anschließend hat er auf meine explizite Nachfrage hin, nicht von einer Benutzung von B401 abgeraten.

    Das mag ja sein. Nach Prof. Dr. Genersch nimmt man durch die Verdünnung einer Probe in Kauf, daß sich auch die Nachweisgrenze entsprechend verschlechtert. Im Zweifel können dann u.U. nur noch hochbelastete Proben erkannt werden. Damit geht gerade der Vorteil verloren, den die FKP-Diagnostik hat: Eben auch Völker mit geringer Sporenbelastung zu erkennen.

    Generell abgeraten von B 401 hat auch Frau Prof. Dr. Genersch nicht.

    Aber der Imker soll und muß wissen, was er tut, resp. welchen Nachteil er sich erkauft, nur um seinen Ausschmelztermin für Altwaben ggf. mit B 401 hinausschieben zu können...

  • Aber der Imker soll und muß wissen, was er tut, resp. welchen Nachteil er sich erkauft, nur um seinen Ausschmelztermin für Altwaben ggf. mit B 401 hinausschieben zu können...

    Viele (Kleinst-)Imker können nicht jedesmal den Schmelzer anwerfen sobald mal ein paar Waben rausfliegen. Außerdem kann man damit auch wunderbar Futterwaben für den späteren Gebrauch einlagern.

  • Ich habe gerade letzte Woche über das Thema mit einem Imkerkollegen gesprochen.

    Der hat zwei Proben mit einem nicht verwertbaren Ergebnis zurück. Neben den ca 150 Euro die er in den Sand gesetzt hat, kann er jetzt voraussichtlich nicht wandern.

    Dank des Forums hier, konnte ich ihm auch den voraussichtlichen Grund dafür nennen.

    Laut seiner Aussage hat das Mittel aber gut funktioniert.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Ich habe gerade letzte Woche über das Thema mit einem Imkerkollegen gesprochen.

    Der hat zwei Proben mit einem nicht verwertbaren Ergebnis zurück. Neben den ca 150 Euro die er in den Sand gesetzt hat, kann er jetzt voraussichtlich nicht wandern.

    Dank des Forums hier, konnte ich ihm auch den voraussichtlichen Grund dafür nennen.

    Laut seiner Aussage hat das Mittel aber gut funktioniert.

    150 € ist schon ganz schön viel.

    Meine 3 Proben haben 23 € gekostet.

    Ich werde dieses Mittel vorsorglich auch nicht einsetzen.

    Der Kleinimker könnte ja seine Waben vor dem Einschmelzen ins Wasserbad geben, oder Futterwaben in den Frost und dann luftdicht aufbewahren, da gab es schon einige Tips hier. Früher gab es das Mittel auch nicht und Waben wurden trotzdem eingelagert.

    Also es gibt auch andere Wege, wenn man will.

    Es sei denn, man legt keinen Wert auf vernünftig verwertbare Futterkranzproben.

  • Draußen, luftig, bienendicht, möglichst kühl, im Schatten, gelegentlichem Frost ausgesetzt. ZB in einer Beute mit verschlossenen Flugloch und offenem Gitterboden. Waben mit etwas Abstand reinhängen. Reicht aus bis zur Ablegerbildung im Frühjahr. Keine Säuren, keine Walnussblätter, keine Mittelchen. Nur normale Winterkälte und Luft. Echte Wachsmottenprobleme bekomme ich nur, wenn ich die bebrüteten Waben mit ins Haus nehme.

    Unbebrütete stehen bei mir im ausgebauten Keller bei 16-20 Grad, es passiert nichts. Trockene Luft mögen die Maden auch nicht.


    Gruß von Kikibee