Tempo Mittelwand-Giessen im Grossformat (Dadant u.ä.)

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    Hat schon mal jemand kalkuliert ob Wasser aus dem normalen Wasserhahn, kein Gartenwasserzähler, günstiger als eine Tonne mit Pumpe ist?

  • Bei Trinkwasser sollte man nicht nur den Preis rechnen, nur weil wir derzeit in den meisten Gebieten noch genug davon haben...


    Ich kam mir da schon als Student mit den Wasserstrahlpumpen immer so komisch vor, wenn ich nur zum Absaugen einer Apparatur an einem Labortag mehrere Kubikmeter feinstes Trinkwasser verplempert habe...


    Du kannst sicher auch rechnen, ob du nicht einen Helfer (Schüler...) anstellen willst, der dir mal einen Tag lang MW gießt. Selber gießen mit diesen Geräten wird sich leider nie rechnen, wenn du einen normalen Stundenlohn für dich ansetzt. Da braucht es andere Geräte. Es geht doch eher darum, die Wachsstrecke durchgängig selbst kontrollieren zu können. Das muss einem dann eben die Zeit wert sein, wenn man die sinnvollen Optimierungen ausgenutzt hat. Für größere Mengen würde ich dann lieber den Umarbeiter meines Vertrauens fragen, der dann andere Geräte hat oder mir andere Geräte kaufen und gegen Bezahlung auch für Kollegen umarbeiten. Das ist doch beim Schleudern genauso - mit kleinem Budget für Technik dauert es und mit großem Gerätepark dauert es lange bis man die Kohle wieder erwirtschaftet hat.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Amape ()

  • Zur Ergänzung:


    Die Presse und die Pumpe sind vom Verein. Die Kühlung und der Einkocher laufen mit Solarstrom vom Dach. Die Bierkühlung ist von einen Freund geliehen. Und nach zwei Dürrejahren habe ich echte Bauchschmerzen, wenn ich Leitungswasser einfach in den Gulli laufen lassen würde weil ich gar nicht die Möglichkeiten habe solche Mengen an Wasser aufzufangen. Der Volumenstrom ist nämlich nicht zu unterschätzen. Soviel zur Ökologie...

  • Also ich freu mich schon auf die Tage zwischen Weihnachten, wenn ich mich mal für 2Tage von all dem Weihnachtszeug und Familie verabschieden kann: ich MUSS dann mal unbedingt MW giessen und bin nicht erreichbar😀! Das muss auch absolut nicht schneller gehen für meine 18 Völker, Hauptsache ich habe meine Ruhe, in der Werkstatt, mit ganz lauter Musik von früher und da stört auch der Luftkompressor nicht und ich bin herrlich ausgeglichen nachher. Ommmmm 🧘‍♀️

  • Also ich denke nicht, dass man das selber Gießen von MW nur von der Kostenseite betrachten kann.

    Worum geht es denn beim MW Gießen? Doch um den eigenen Wachskreislauf, die eigene Wachsstrecke.

    Wenn man es genau betrachtet, geben wir für viele andere Dinge viel mehr Geld aus, aber bei den Bienen muss unbedingt gespart werden. Da verstehe ich manchmal Henry, wenn er über das selbst gebastelte geschimpft hat (bin aber selber einer, der gerne was selber macht;-))

    Insbesondere im Winter kommt das Wasser mit 4-6°C aus der Leitung, was den Kühlungsprozeß bei einer Wassergekühlten MW-Presse bestimmt unterstützen würde.

    Hier zu rechnen, ob sich das lohnt oder nicht, halte ich für sinnfrei. Wahrscheinlich sind es eher logistische Probleme, dass man die Wassergekühlte MW-Presse nicht direkt an den Wasserhahn anschließt. Man muss ja auch nicht voll aufdrehen, um eine entsprechende Kühlung zu realisieren.

    Pumpe und Fass oder ähnliches Behältnis kosten auch Geld, ebenso die Energie für die Pumpe.

    Kann man sich alles schön rechnen.

    Es gibt weitere Möglichkeiten, wie man die Form effektiv runter kühlen kann, Druckluft oder das Wachs einfach draußen bei den jetzigen Temperaturen von 2-6°C gießen. Das letztere macht aber wahrscheinlich weniger Spaß als im Keller oder Werkraum bei einem guten Wein und lauter Musik die MW zu gießen und die Rähmchen einzulöten, dem Winter-Blues entfliehen;-))

    Durch meinen Züchterring bekommen wir als Gemeinschaft gute Konditionen beim Wachs-Umarbeiter, bei dem wir unser gesammeltes Wachs hingeben, analysieren lassen und in Form von MW zurück bekommen. Preis/Leistung stimmt dabei und solange keiner dabei ist, der sein Wachs panscht, wovon ich da 100% überzeugt bin, bekomme ich auch gute Qualität zurück.

    Trotzdem werde ich nebenbei weiterhin mein eigenes Wachs gießen. Hier habe ich auch mal die Möglichkeit, MW zu erzeugen, wenn es mal eng werden sollte (war in der Vergangenheit gerne mal der Fall).

    Außerdem macht es einfach Spaß (gut, gilt wahrscheinlich nicht für Imker, die mehr als 15-20 Völker haben;-) Also MIR macht es (noch) Spaß!

    Rechnen kann man viel, ob es sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln, oder rechnet ihr auch die Strommenge beim Schleudern, etc. mit rein in die Gesamt-Kostenkalkulation?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Wenn wir hier schon beim ökologischen Fußabdruck sind, dann Leute finde ich Leitungswasser geradlinig in den Gulli nur zu Kühlzwecken vollkommen daneben.

    Der ganze Prozess der Gewinnung und Aufbereitung von Leitungswasser ist sehr komplex und aufwendig.
    Da schlage ich dann doch Auffangen und Wiederverwenden oder unaufbereitetes Wasser (Brunnen-/Regen-/Brauchwasser) benutzen vor.


    Liebe Grüße Bernd.

  • Ich sprach auch von der Vereinspresse, da kommt es sehr wohl auf Kosten und den dementsprechenden Wasserverbrauch an. Wenn etwas weniger Geld kostet, lässt es sich für eine Anschaffung von Pumpe und Behälter leichter argumentieren, so mein Gedanke.

    Ich komme auf 0,117€/Stunde für das Wasser. Auf der Graze Seite wird eine dazugehörige 10 Watt Pumpe angeboten, das macht dann 0,003€/h.

  • Es geht nicht nur um aktuelle Kosten, da alle "Umweltkosten" ja leider nicht immer in den realen Preisen eingepreist sind. Es geht auch um die Einsparung von Ressourcen und das Umweltbewußtsein auch bei Vermeidung ansetzt.

    Was nicht hergestellt werden muss, hinterlässt auch keine energetischen Abdruck, egal ob viel oder wenig.


    Liebe Grüße Bernd.