• Hallo liebe Forenmitglieder,
    bei der Besichtigung unseres neuen Bienenstandes ist uns heute ein befahrener Dachsbau aufgefallen. Die Beuten sollten im Abstand von 10-20 Metern vom Dachsbau entfernt aufgestellt werden. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Dachsen schon gemacht? Wir sind an einem friedlichen Miteinander interessiert und möchten den Dachs einfach nur davon abhalten, unsere Beuten zu beschädigen und die Bienen zu beunruhigen. Welche Mittel und Wege gibt es oder würdet Ihr lieber einen anderen Bienenstand suchen?
    Vielen Dank und Beste Grüße
    Meapas

  • Hallo Meapas,


    ich weiß um einige Bienenstände in Revieren, wo relativ viele Dachse vorkommen. Mir ist kein Schadensfall durch Dachse bekannt. Ich kenne Schäden durch Waschbären und Grünspechte.


    Allerdings sind Dachse neugierige Tiere, mit feinen Sinnen ausgestattet und gerne auch vegetarischer Kost zugetan.. Die Holzkistchen, mit Lockfutter für die Wildschweine (Kirrungen), die von den Jägern aufgestellt werden, werden regelmäßig auch von Dachsen geöffnet und leergefressen.


    Ich würde die Beuten relativ stabil aufstellen, so dass sie nicht so einfach vom Sockel weg oder übereinander geschoben werden können. Dann halte ich das Risiko für überschaubar.


    Sag doch dem Jagdrevierinhaber Bescheid. Wenn die Schonzeit vorbei ist, kann er ja ein wenig reduzieren. Alte Jägerregel: "Wer den Bau hat, hat den Dachs".

  • Hallo Meapas,


    in unserem Wald hat sich auch ein Dachs im Fuchsbau niedergelassen.

    Zuerst wollten wir ihm natürlich nichts tun aber es hat ziemlich schnell Ausmaße angenommen, die uns veranlasst haben alle Löcher zuzuschütten. Er war natürlich nicht drin.

    Er hat in einem sehr großen Umkreis die meisten Bäume unterhöhlt so dass jene Bäume instabile wurden und gefällt werden mussten.

    Das geht jetzt bereits 8-10 Jahre so, wir bekommen ihn nicht los.

    ICH für MEINEN Teil würde in die Nähe keine Bienen stellen.


    Grüße Heiko

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Hallo Bernd,
    vielen Dank, das beruhigt mich ein wenig. Wir haben inzwischen einige Pläne gefasst, wie wir die Beuten so aufstellen, dass nichts unterhöhlt oder umgeworfen werden kann. Eine Dezimierung lehne ich ab, er war schließlich zuerst da. Ich werde auf jeden Fall berichten.

  • Hallo Georgie,
    die Suchfunktion habe ich selbstverständlich bemüht. So richtig konkret gab es das letzte Mal etwas von 2009 zu lesen. So nach 10 Jahren sollte eine erneute Frage schon mal erlaubt sein- es kann ja durchaus sein, dass es neue Erkenntnisse oder Erfahrungen gibt.
    Beste Grüße
    Meapas

  • Der Dachs wird tun was ein richtiger frecher Dachs für richtig hält. Wenn der Schmalhans Küchenmeister ist nimmt der was er bekommen kann. Alles normal.

    Du kannst verrammeln wie du willst, meist schaffen die was die vorhaben auch wenns selten ist, weil die recht selten sind. Betrachte dir ma so ein sehr wehrhaftes Muskelpaket.

    Ich würd freiwillig den Kürzeren ziehen und die Kisten Wechstellen. Auch wenn du den nicht siehst, störst du den.......

    Du hast ja schon Vorahnung, mach doch was der kleine Mann im Ohr sagt, such dir....


    LG

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Dachse nehmen jedes Wespennest mit, auch wenn die Wespen mal in einer Bienenbeute leben.

    Seltsamerweise gingen sie aber nie an die Bienen, was ich bis heute nicht verstanden habe.

    Elk, der seine Bienen direkt bei den Dachsen stehen hat,

    Was mal passierte, war das das Lüftungsgitter mit der drüber hängenden Wildbaudrohnenbrut weg waren, aber da habe ich eher den Waschbären im Verdacht.

    Trotzdem rate ich dieses Gitter vor Zugriff zu schützen, indem du den Raum darunter nicht offen lässt.

  • Wir haben auch viele Jahre friedlich mit dem Dachs zusammengelebt, bis er im Winter 2017/2018 nach längerer Kälteperiode mit viel Schnee uns über 10 Beuten von unten öffnete.

    Der Schaden blieb aber gering die Böden konnten repariert werden und die Völker haben überlebt. Jetzt stehen sie über Winter auf dem Metallabsperrgitter, so kommt er nicht mehr ran!

    Aber im Mai Juni 2018 fing er dann an, die aufgestellten Kieler Begattungskästen zu entsorgen!:cursing::cursing::cursing: Wir mussten die restlichen Einheiten umsiedeln - er hatte sich voll drauf eingeschossen. Erst einige Meter weggetragen, dann geöffnet und die Einzelteile ins Gebüsch verschleppt. Wir haben die letzten Tage noch 2 Kisten im Gebüsch gefunden.

  • Vielen Dank Beaglebiene,
    die Beuten sollen nur während der Raps-und Robinientracht dort stehen und auch keine Mini Plus oder Begattungskästen. Da es mehrere Aussagen gibt, dass die Beuten von unten am meisten gefährdet sind, werden wir Metallgitter unterlegen und Spanngurte waren sowieso geplant. Eine Wildkamera mit Simkarte wird uns hoffentlich rechtzeitig informieren, wenn es ernst wird. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt.
    Beste Grüße
    Meapas