DNM auf Zander umziehen

  • D2dum schrieb:

    Zitat

    Herje, was passiert dann beim Versuch so eine verbaute Wabe herauszunehmen?

    Liebe Grüße Bernd

    Versuchs mal, ist gar nicht so schlimm, bei nur 2 Völkern schon gar nicht. Leider werden etliche Hysterien in Umlauf gebracht und Anfänger damit verunsichert. Ich habe damals ca. 10 Völker von DNM auf Dadant umgetackert und ich kann mich nicht erinnern, Probleme damit gehabt zu haben. Auch heute arbeite ich, weil ich die Honigwaben ausschneide und presse, mit leeren Rähmchen. Um Querbau zu verhindern, hänge ich sie, wenn möglich zwischen schon ausgebauten, Wenn man regelmäßig nachschaut, kann man den Wildbau auch steuern und formen. Ich hänge auch leere Honigraumrähmchen (Flachrähmchen) in den Brutraum; die Bienen bauen und brüten dann unter den Rähmchen weiter, wenn sie mehr Platz brauchen.

    Ich finde es nur schade, dass Anfängern die Bienenhaltung so oft als schwierig und kompliziert dargestellt wird.

  • Lautenbachimker schrieb:

    Zitat


    (natürlich bei der Durchsicht schwarze Waben aussondern)

    Und das ist eine weitere Hysterie unter der Imkerschaft: Wabenhygiene.

    Mittlerweile ringt sich die Erkenntnis durch, dass dunkle Waben für die Brut gesünder sind als frisch ausgebaute. Also mach dir keine Sorgen um schwarze Waben. Binde dir einfach mit Kabelbindern Leisten in der Länge des Zandermaßes an die Oberträger, und wenn der Platz in den Zanderbeuten nach unten nicht reicht, erhöhe die Zargen mit einem Rahmen aus Leisten oder Dachlatten. Und wenn du Sorge hast, dass die Bienen seitlich die Rähmchen an die Beutenwand festbauen, nimm dir ein langes Küchenmesser und schneide die Waben los. Und nach und nach kannst du die DNM-Rähmchen ausrangieren, und wenn es Jahre dauert, was machts?!

  • Manfred, ich habe schon Umwohnungen von DNM auf LS oder DD hinter mir. Die DNM Rähmchen an DD Oberleisten geschraubt und im BR versucht auslaufen zu lassen, brachte immer Wildbau neben den Rähmchen bis zur Zargenwand und teilweise auch dann quer zu den benachbarten DD Waben. Hast du da Nektar drin, ist das immer eine Sauerei und Kleckerei den Wildbau zu entfernen. Außerdem halten die Bienen oft genau an ihrem alten Rähmchen fest und es ist schwer diese brutfrei zu bekommen. Die letzten bekommst man dann oft erst im Frühjahr des nächsten Jahres raus.


    Machbar ist vieles, nur nicht alles was machbar ist, sollte man tun, wenn es scheinbar günstigere Alternativen gibt.


    Liebe Grüße Bernd

  • Ich kann d2dum da nur zustimmen. Warum ich es mit Holzkissen gemacht habe, lag daran, dass ich es woanders mit dem Wildbau gesehen habe. Und da war neben Honig auch Brut drin. Und dann muss man als Anfänger Larven zerstören, und das findet man schlimm, und der Honig tropft runter, und wenn man das dann noch in der Räuberei zeit macht, hat man ganz schnell keine Lust mehr.

    Was Waben Hygiene angeht: ja, da wird sicher oft übertrieben, aber alle 3 Jahre würde ich schon auf jeden Fall empfehlen.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Was Waben Hygiene angeht: ja, da wird sicher oft übertrieben, aber alle 3 Jahre würde ich schon auf jeden Fall empfehlen.

    Auch wenn ich leicht neben dem Themenweg wandere: In der Praxis sehe ich eher weniger eine Übertreibung. Bei einem Imker habe ich mal kurz bei der Honigwabenentnahme zugesehen. Der erntet bestimmt jedes Jahr "Waldhonig".

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Richtig dunkle Waben ergeben richtig dunklen Sommerhonig!

    Hauptsache dunkel, wie der schmeckt und riecht ist zweitrangig!

    ...sagte mein Imkerpate...

    ||

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Und das ist eine weitere Hysterie unter der Imkerschaft: Wabenhygiene.

    Mittlerweile ringt sich die Erkenntnis durch, dass dunkle Waben für die Brut gesünder sind als frisch ausgebaute.

    Faulbrut liebt sie auch nicht, ‚diese Wabenhygiene‘. Schön schwarz müssen sie sein, die BW!


    ;)


    Hysterie ist da tatsächlich fehl am Platz, aber was ich leider manchmal sehe ist eine Mischung aus Bequemlichkeit und Schlunz, und das wird dann schöngeredet.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hysterie ist da tatsächlich fehl am Platz, aber was ich manchmal sehe ist eine Mischung aus Bequemlichkeit und Schlunz, und das wird dann schöngeredet.

    Na aber das ist doch hoffentlich nur bei anderen Imkern, oder?

    Bei Rase gibt es soetwas doch nicht!

    :lol:

    Grüße Luffi


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  • Uschi sagt TBE und alles neu im August, das beschäftigt den Imker und hält die Bienen gesund. Trotz oder wegen der frischen Waben ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ach mäno!

    Lass den Milben doch ne Chance!

    So ist das ja das reinste Milbengemetzel mit so ner TBE.

    Massenmord!

    Und den Sporen von der Faulbrut und den Viren geht es auch noch an den Kragen. Einfach ungeheuerlich!

    Und dann noch Winterbienenaufzucht bei besten Bedingungen.

    Ich halte das nicht mehr aus!

    ||

    Grüße Luffi


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  • Habe mir letztes Jahr ein Volk auf Deutsch-Normalmaß gekauft. Dafür hatte ich eine Dadantkiste mit 4cm-starken Styrodurplatten innen seitlich so eingeengt, dass die Fremdrähmchen mit ihren Ohren aufliegen konnten. Das wäre auch eine Möglichkeit für Andrè, dann hätte er wenigstens schon mal die Leihbeuten leer. Später kann er sich in Ruhe mit den Fremdwaben beschäftigen. TBH-Imker haben übrigens eure Sorgen mit dem Wildbau nicht, die arbeiten mit dem langen Messer, schieben und formen die Waben zurecht. Scheint ihnen offenbar Spaß zu machen. Ich habe mir auch eine TBH gebaut. Dummerweise hat mir der kleine Kunstschwarm die Waben strahlenförmig zum Flugloch hin diagonal über die Oberträger gebaut. Somit freue ich mich schon auf diese spannende Aufgabe - lange Messer habe ich schon genug.

    TBE finde ich gut, wenn man sie richtig macht, dann hätte man tatsächlich alle unerwünschten Waben raus. Meine kurven noch nützlich in irgendwelchen Beuten herum, mit Anbauten unter und neben den Rähmchen.

    Noch mal zu den schwarzen Waben - die sollte man eigentlich nur als Brutwaben haben, vom Honig werden die nicht schwarz, sondern von den übereinander liegenden Kokonhäutchen, den Larvenausscheidungen und dem antibiotischen Propolis. Wegen der Häutchen, so heißt es, seien dunkle Waben warmhaltiger und feuchtigkeitsregulierender. Ferner sollte man bedenken, ob das häufige Recyclen des Wachses nicht das Anreichern der Pesti-und Fungiziden (und andere Gifte, die durch die Mittelwandherstellung ins Wachs gelangen) beschleunigt. Einige betroffene Großimker sehen nämlich hierin die Ursache für den Massenuntergang ihrer Völker, weshalb ich auf die Rückführung des Wachses in die Bienenvölker mittels Mittelwänden verzichten will.


    Legende:

    TBE = Totale Brutentnahme

    TBH = Topbar Hive

    TBC = Tuberculose

  • offener Wachskreislauf- nur neues Wachs(Entdeckelung, Baurahmen und Wildbau) geht in die nächste Runde zu Mittelwänden, altes Wachs geht in die Kerzenproduktion oder über den Frühjahrsverkauf ist genug Schwund an MW-Waben. ( mit jedem Brutraum verlassen ca 1,5 kg Wachs die Imkerei)

    So das ich momentan lieber auch einen gewissen Altteil aus eigener Produktion zur Eigenwachsumarbeitung hinnehme, als Mittelwände oder Wachs zu zu kaufen.

  • bienenfred schrieb:

    Zitat

    offener Wachskreislauf- nur neues Wachs(Entdeckelung, Baurahmen und Wildbau) geht in die nächste Runde zu Mittelwänden, altes Wachs geht in die Kerzenproduktion oder über den Frühjahrsverkauf ist genug Schwund an MW-Waben. ( mit jedem Brutraum verlassen ca 1,5 kg Wachs die Imkerei)

    So das ich momentan lieber auch einen gewissen Altteil aus eigener Produktion zur Eigenwachsumarbeitung hinnehme, als Mittelwände oder Wachs zu zu kaufen.

    Ich will sagen, dass sich durch den häufigen, beschleunigten Wachskreislauf, auch wenn es nur eigenes Wachs ist, die Giftanreicherung im Wachs auch beschleunigt; denn auch die eigenen Bienen tragen die Umweltgifte mit Nektar und Pollen ein, die dann ins Wachs und auch in den Honig übergehen, was Chemiker nachweisen können. Und wenn man sich die Mittelwände gießen lässt, so kommen eventuell noch andere Schadstoffe ins Wachs, nämlich die verwendet werden, um die Mittelwände von der Walze oder der Presse besser ablösen zu können. Lässt man die Waben länger in Gebrauch, entschleunigt man wenigstens die Anreicherung des letzteren Gifts. Auf die Dauer wird die Bienenbrut immer häufiger zugrunde gehen, auch unbemerkt, weil man es gern der Varroa in die Schuhe schiebt.