Futtervorrat

  • Hallo liebe Forianer,

    die meisten von Eich werden jetzt denken: Nicht schon wieder die Futterfrage.

    Allerdings als noch nicht routinierter Imker muss ich sagen, macht einen alles nervös.

    Der außergewöhnlich warme Februar, die Bemerkungen die Völker besser nicht zu öffnen, aber trotzdem einzuschätzen, ob noch ausreichend Futter vorhanden ist...

    Daher meine Frage an die Altimker: Aus Eurem Erfahrungsschatz, was glaubt Ihr Sollte eine 2-zargige Zanderbeute zum jetzigen Zeitpunkt ungefähr wiegen, um ausreichend Futter für eine eventuelle Kälteperiode zu gewährleisten. Das Volk steht im Ruhrgebiet und brütet schon eifrig.

    Vielen Dank schon mal für Eure Kommentare!!

  • Such dir die Gewichtsangaben für die Beute bei Holtermann heraus, rechne deren Leergewicht aus und wiege dann die Völker. Rechne mit 4kg für Brut, Pollen und Bienen. Rechne pro Leerwabe mit 0,25kg.

    Gruß Ralph

  • Such dir die Gewichtsangaben für die Beute bei Holtermann heraus, rechne deren Leergewicht aus und wiege dann die Völker. Rechne mit 4kg für Brut, Pollen und Bienen. Rechne pro Leerwabe mit 0,25kg.

    Gruß Ralph

    Und was sollte dann optimalerweise als Gewicht an Futter im Volk übrig bleiben?

  • Bei mir nehmen STARKE Völker jetzt bis zu 300g pro Tag ab. Gegengerechnet werden muss aber die Zunahme des Larvengewichtes in Form von eventuellem Wassereintrag und Abnahme durch Abgang von Altbienen.

    Also eher mehr als 300g Futter.

  • Hallo Jessi8879,

    der Futterbedarf nimmt jetzt stetig zu. Wenn man davon ausgeht, dass die Weidenblüte bei Dir im Ruhrgebiet den ersten Nektar bringt, sollten Mitte März noch 4-5 kg Futter vorhanden sein, also etwa 3 verdeckelte Futterwaben.

  • Habe heute bei 7°C, Sonne und Wind reingeguckt, den überwinterten Ablegern einige Leerwaben jenseits der Schiede entnommen und Futterwaben dazugehängt. Die beiden Wirtschaftvölker haben jede Menge Futter (jeweils 24 kg Zucker seit August eingefüttert) und jetzt jede Menge Futterwaben gespendet. Auf den Leerwaben war frisch eingelagerter "Nektar" zu sehen und an den Futterwaben (hinter dem Schied) wurde fleißig gearbeitet. Man sieht also, dass Futter jenseits des Schieds bei einstelligen Temperaturen umgetragen wird.

    In der nächsten Wärmephase werde ich den schwächeren Ableger mit dem schwächeren Wirschaftsvolk in eine Beute packen, dann hätte ich drei Schlachtschiffe für die Frühtracht.

    Eine Zusammenlegung von 2 Ablegern in einer Beute am 16. Feb. ist insofern schief gegangen, dass zwei Wochen später nur eine von beiden Königinnen übrig war, hoffentlich die bessere. Entweder war die eine Brutraumhälfte nicht richtig bienendicht, so dass die Kö. sich begegnet sind, oder die wahrscheinlichere Ursache war, dass das Stammvolk vorher beide Fluglöcher/schlitze benutzen konnte und die Flugbienen dem zugehängten Volk weiter zugeflogen sind.

    Schlussfolgerung: Bei der nächsten Bildung eines 2-Königinnenvolks, die Doppelbeute auf einen anderen Stand bringen und die Bienen sich dort neu einfliegen lassen oder die Fluglöcher vor Ort für 2 Tage verschließen (mit offenem Gitterboden), aber beide Völker 3 Wochen lang getrennt halten, bevor sie über Absperrgitter einen gemeinsamen Honigraum bekommen; die Königinnen dürfen sich auch weiterhin niemals begegnen können, sonst hat man nur ein vorübergehend verstärktes 1-Königinnenvolk.