Imidacloprid

  • Es sind sicher wenige Kleinimker bereit für eine Analysen 150 und 250 Euro zu bezahlen. Beobachtungen kosten aber nichts, da kann jeder mitmachen.


    Ob Analysen oder Beobachtungen, sind nur sinnvoll wenn sie ausgewertet werden. Um eine Auswertung kostengünstig (Zeitaufwand) und auch aussagekräftig zu einem Resultat zusammenfassen zu können, braucht es einen einheitlichen Fragebogen (Checkliste) und die Möglichkeit zusätzliche Beobachtungen anzufügen. Da könnte man die Erfahrungen aus Frankreich zu Hilfe nehmen. Ich denke, da muss nebst den eigentlichen Beobachtungen an den Bienen und Volk selbst, einiges anderes noch mitberücksichtigt werden, wie z.b. Trachtpflanzen, Grösse der verschiedenen Anbauflächen, Art des Saatgutes, Witterung, Anzahl Bienen pro Pflanze, etc.
    Gerade z.b. die Bodenfeuchtigkeit kann sehr verfälschen. Bei langem trockenen Wetter spenden die Pflanzen nicht viel Nektar (Läppertracht), das Imidacloprid wird dann sicher in konzentrierter Form von den Bienen aufgenommen als bei Volltracht.

  • Hallo Thomas,


    vielleicht ist in diesem Zusammenhang der "Futtersaft" bei Seeley ein Versehen der Übersetzerin U.D., den der fachliche Berater J.T. übersehen hat,
    oder schlicht ein Schreibfehler statt "Futterlösung",
    denn:
    [quote=Thomas D. Seeley (Honigbienen, S. 48, 1997)]Die Futtersaftdrüsen produzieren ... bei älteren Bienen (Nektarabnehmerinnen und Sammelbienen) Enzyme, welche die Saccharose im Nektar abbauen ...
    [/quote] also keinen Futter-"Saft", der nach unserem Sprachgebrauch von Ammen stammt.
    (NB: im Index bei Seeley kommt weder "Futtersaft" noch "Betteln" vor, auf welcher Seite bist Du fündig geworden?)


    Dass die Sammlerinnen vor dem Flug ihren "Treibstoff" bei jungen (ca. 12 bis 20 Tage alten) Stockbienen erbetteln (also nicht unbedingt bei Futtersaft erzeugenden Ammen), war mir aus der Literatur bekannt,
    zB. von hier:
    [quote=Karl v. Frisch (Aus dem Leben der Bienen, S. 192, 1993)]Vor jedem Ausflug füllt die Sammelbiene ihren Honigmagen ... mit süßer Futterlösung, die sie sich von den Stockbienen erbettelt.[/quote]
    [quote=Martin Lindauer (Verständigung im Bienenstaat, S.28, 1975)]Die Stockbienen ... verwenden ihren eigenen Honigblaseninhalt, den sie ständig als Futterreserve mit sich tragen ...
    Wir konnten durch umfangreiche eigene Messungen nachweisen, daß die Honigblase der Stockbienen keineswegs reinen Honig enthält, sondern eine Zuckerlösung mit etwa 60 % Wassergehalt.[/quote] Dieser Honigblasen-Inhalt einer Nektarabnehmerin ist doch teilweise aufgearbeiteter Nektar mit noch einem Enzym-Anteil aus eigener Produktion.


    Für die Flugbienen wird es nicht auf die zusätzlichen Enzyme des (Ammen-)Futter"saftes" ankommen, sondern nur auf den "Energieträger" Zucker, den sie aus einer Honigblase (und nicht aus der Futtersaftdrüse einer Amme) serviert bekommen.
    Mit ihren eigenen Enzymen können sie ihn weiter in Einfachzucker zerlegen, um dann aus zwei Traubenzucker-Molekülen den eigentlichen Muskel-Treibstoff (den "Insekten-Blut-Zucker" Trehalose) herzustellen.


    Dass sie 25 km weit fliegen, könnte ich ja evtl. noch glauben; aber dann zwei Körbchen Pollen und noch dünnflüssigen Nektar sammeln, um wieder 25 km zurückfliegen zu können, geht (ohne Kenntnis der näheren Umstände) über meine Vorstellungskraft.
    Leider konnte Eric seine Quelle nicht mehr angeben :(

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Einen wunderschönen guten Morgen (bin mir zur Zeit nicht mehr so sicher :cry: ) an diesen wunderschönen guten Morgen.
    Leute lest mal was mir der Eric geschickt hat.
    Bitte ohne vorher zu stöhnen und schon wieder so`n Scheiß zu sagen, bitte!!
    Es muß ganz gelesen werden, dann erst werdet Ihr sehen um was es geht.



    Die Bayer CropScience Deutschland GmbH hat vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Genehmigung gemäß § 11 Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) für das neue Saatgutbehandlungsmittel Poncho® Pro erhalten. Sie ist aus- schließlich auf die Anwendung gegen den Maiswurzelbohrer in befallsgefährdeten Ge- bieten beschränkt. Die Genehmigung ist zeitlich beschränkt und gilt ab dem 15. Januar 2004 für 120 Tage.



    Von den in Deutschland angebauten 1,6 Millionen Hektar Mais sind nicht alle Flächen gleich gefährdet. Ausgehend von den ersten Fundorten des Käfers sind die intensiv genutzten Maisanbaugebiete in Baden-Württemberg und im Südosten Bayerns besonders in Gefahr. Vor allem dann, wenn in der Fruchtfolge Mais nach Mais angebaut wird.



    Durch den Schutz von Saatkorn und Pflanze ist der Mais von der Aussaat bis zur frühen Wachstumsphase doppelt geschützt. Die guten wurzelsystemischen Eigenschaften ermöglichen eine schnelle Aufnahme und gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffs Clothianidin (Wirkstoffklasse der Neonicotinoide) im Saftstrom der Pflanze. Durch den geringen Einfluss unterschiedlicher Böden auf die Wirkstoffverlagerung wirkt Poncho® Pro weitgehend unabhängig von der Bodenqualität sowie klimatischen Einflüssen wie besonderer Trockenheit oder starken Niederschlägen.



    Im Vergleich zu Granulaten gelangt der Wirkstoff exakt dorthin, wo er am effektivsten ist. Zusätzlich resultiert aus der einfacheren Handhabung ein besserer Anwenderschutz. Die gute Keimlingsverträglichkeit, eine ausreichend lange Wirksamkeit sowie eine sichere und breite Wirkung gegen beißende und saugende Schädlinge zeichnen dieses umweltverträgliche Produkt aus.



    Die Käfer fressen vorwiegend POLLEN , Narbenfäden, aber auch manchmal milchreife Mais- körner. Durch ihren Fraß beeinträchtigen sie die Befruchtung und damit den Kornansatz sowie die Kornausbildung. Der Fraß an den Blättern (Fensterfraß) erfolgt ab Erscheinen der Blütenanlagen.


    Ich hoffe Ihr wisst was da steht! :cry::cry::cry::cry:


    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • ...da haben wir es wiedermal! ... Fruchtfolge wird nicht beachtet, damit der Schädlingsvermehrung Vorschub geleistet.


    Wenn ich sehe, wie häufig z.b. in unserer Gegend Raps auf Raps auf den gleichen Felder angebaut wird, weiß ich, wie massiv der Chemieeinsatz sein muß, um die Schädlinge zu unterdrücken.
    Und: mittels Gentechnik werden die Gene für die Gifte (Wirkstoffe) in die Pflanzte gebracht, damit sie diese selbst produziert und der Bauer nicht mehr so häufig mit der Giftspritze über den Acker fahren muß.


    Ich denke, die Zukunft wird uns sehr harte Auseinandersetzungen bringen. Ich habe allerdings den Eindruck, die meisten Imker haben noch nicht begriffen, was auf die Bienen zurollt.

    "Damit ein Skeptiker geboren wird, müssen tausend Gläubige wüten." [Cioran]

  • Einen wunderschönen guten Morgen, diesen Morgen.
    Schaut was heute bei uns in der Zeitung (Kötztinger Zeitung ) steht:


    Institut: Genmais schädigt Schmetterlinge


    München: (dap) Der in Bayern und sechs anderen Bundesländern angebaute gentechnisch veränderte Mais schädigt nach Angaben des privaten Umweltinstitut in München möglicherweise Schmetterlinge.
    Bei dem Mais handelt es sich um eine sicherheitstechnische umstrittene Pflanzenkreation, die Antibiotikaresistenzen enthalte und im Laborversuch zum Tod von 60 Prozent der Larven des Tagpfauenauges geführt habe, teilte das Institut mit.
    Die Auswirkungen auf Menschen und Nutztieren sei bisher kaum erforscht.
    Der Bundesverband der Bürgerinitiative Umweltschutz (BBU) fordert einen Untersuchungsausschuss des Landtages zum Gen-Anbau.
    Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) habe ein seit sieben Jahren laufendes Projekt im Kreis Ebersberg bislang total verschwiegen, teilte die BBU mit.
    Das sei ein „unglaublicher Skandalfall“.


    Was sagt Ihr dazu?
    Sind Schmetterlinge den keine Insekten wie die Bienen?
    Wer jetzt nichts kapiert, was da passiert, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Mensch, wacht doch endlich auf!!! Es geht doch um die Zukunft eurer Kinder und Enkel und auch noch etwas um Euch( wenn auch nur noch ein bisschen J ).
    Außerdem geht unser gemeinsames Hobby, Passion den Bach runter, kein Mensch kauft in Zukunft noch Honig vom Imker. Die Industrie kann ja mit Gen-Pollenfreien Honig, durch Filtration werben.
    Könnt Ihr das auch ??????
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,


    ich glaube Du triffst mit Deinem Wachrütteln hier die falschen. Zumal Du auch keine Ideen vorschlagen kannst.


    Ich hoffe, dass zumindest die mitdenkenden Forumsmitglieder bei www.bienensterben.info registriert sind, fleissig an Unterschriftenlisten arbeiten usw.


    Ich werde heute abend im Verein das Thema Saatgutbeizung per Minivortrag konkretisieren und die Mitglieder hier in der Bundeshauptstadt sensibilisieren. Viele werden die Problematik für sich selbst nicht erkennen (Großstadtimker) aber die Tragweite überblicken (hoofentlich)


    Wer macht auch sowas? (wachrüttel)

  • Zitat

    Sind Schmetterlinge den keine Insekten wie die Bienen?



    ...klar, Pflanzen, die Insektenfraßgifte selbst produzieren, bringen wahllos alle fressenden und auch Nektar/Pollen sammelnden Insekten um. Dafür macht das doch die Industrie. Der Bauer hat den Vorteil, dass er nicht mehr mit der Giftspritze über die Felder fahren muß.
    Der Verbraucher interessiert nicht wirklich, es geht nur um Produktionskosten. Imker spielen doch keine Rolle, weil einheimischer Honig nur ein Nischendasein frönt.


    Im übrigen: ALLE transgenen Pflanzen tragen Gene für Antibiotika-Resistenz! So werden die entsprechenden Gene nämlich selektiert, anders geht das heutzutage gar nicht! Klar ist es möglich (und wird auch gemacht) diese Antibiotika-Resistenzgen abzuschalten, aber sobald sich diese trangenen Pflanzen mit Wildformen kreuzen (Raps/Senf!!!) können diese wieder aktiviert werden (durch Rekombination), damit produzieren diese Pflanzen Antibiotika, vielleicht sogar im Nektar nachweisbar.


    Dei EU hat den Einsatz von Antiobiotika in der Tiermästung verboten, weil davon NACHWEIßLICH negative Auswirkungen auf den Menschen (Antibiotika-Resistenzen bei gefährlichen Krankheitserregern) passieren. Durch die Freisetzung von "Genpflanzen" wird eine viel größere Gefahr, die von den Antibiotika-Resistenzen ausgeht, aufgebaut.


    MfG

    "Damit ein Skeptiker geboren wird, müssen tausend Gläubige wüten." [Cioran]

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :D .
    Hallo Stefan,leider habe ich kein Patentrezept wie und was man machen kann.
    Wir können nur schreien und schreiben und viele Leute auf diese Probleme aufmerksam machen.
    Wie wir VERARSCHT werden in unserem Beisein ersieht man doch in dem Artikel: Landwirtschaftsminister Josef Miller hat diese Versuch schon seit SIEBEN Jahren heimlich gemacht .
    Ich schäme mich damals 2000 bei meiner Meisterbrifverleihung Ihm die Hand gegeben zu haben,brrrrrr, kotz.
    Gut das ich gleich darauf aufs Klo musste :wink: und mir die Hand gewaschen habe :D .
    Vieleicht sollte man sollchen Leute Ihr eigenes Genfutter zusammenmischen und Sie nichts anderes mehr essen lassen.
    Hungern brauchen Sie ja nicht und Leckerreien gibt es ja zuhauf: Gen-Lachs, Gen-Tomaten, Hormon-Steaks, Antibiotika- Austern u.s.w.
    Denen würde es sogar sehr gut gehen(beim Essen) wenn denen dann nacher Geschwüre aus den Ohren wachsen, na und wir sollten es doch auch fressen.
    Die essen Ihr eigenes Zeug hundertprozentig nicht.


    Allso macht bei deversen Aktionen mit und sei es nur Ihr unterschreibt.
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Unsere Vereinssitzung war ein voller Erfolg. Alle haben unterschrieben.
    Werde Klaus Maresch die Liste zukommen lassen. Was passiert eigentlich damit? Darüber haben wir gestern auch gesprochen. Werden die Sachen gelesen?

  • Hallo Eric, Hallo Hugues, hallo @all


    die ach so blöden und ignoranten Franzosen haben seit einigen Tagen den Umweltschutz als Staatsziel in ihre Verfassung aufgenommen.(...)


    Meldet heute der "Deutschlandfunk"



    Und das deutsche Umweltbundesamt plant "verdeckte
    Feldkontrollen", um den Landwirten den Umgang mit Spritzmitteln transparenter zu machen.
    Bauernpräsident Sonnleitner wittert schon den Untergang des Abendlandes und droht mit Klage (...)
    Getreu dem Motto: Mein Spritzfass gehört mir!


    Auch "Deutschlandfunk"