Imidacloprid

  • Eric Zeissloff schrieb:

    Die Bienen fliegen für Pollen bis zu 13 km, bei pollenmangel sogar bis zu 25 km.


    Hallo Eric,


    für eine Quellen-Angabe deiner Daten zur Flugweite wäre ich dir dankbar, denn ich fand nur folgende sichere Daten:


    [quote=Anton Büdel (Büdel-Herold, Biene und Bienenzucht, S. 169, 1960)]... die größte Flugweite einer Einzelbiene ... 12 km[/quote]


    [quote=Hüsing-Nitschmann (Lexikon der Bienenkunde, Stichwort 'Flugdauer', 1987)]... Mit Zuckerzufuhr aus dem Honigmagen sind Nonstopflüge von 7 km (20 min bei 6 m/s)sicher möglich ... Maximalstrecken über Wüstenboden von 13 km sind nachgewiesen ...[/quote]

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo zusammen, bei Nektar- und/oder Pollenmangel legen unsere Schützlinge schon beachtliche Wege zurück. Da hier schon mit Zahlen hantiert wurde, möchte ich auch keine neuen ins Spiel bringen. Nur ein Fakt möchte ich noch mit einbringen: Der ständige Rückgang der Blütentracht! Unsere Umwelt wird ständig blütenärmer. Wiesen werden z.B. vor dem Blühen gemäht. Und noch dazu viel öfters (Grassilage). Zu den Belastungen der Umweltgifte, der Varroose, sonstigen Stressfaktoren (dazu zählen meiner Ansicht auch unnötige imkerliche Eingriffe) kommen noch lange Phasen von Trachtlosigkeit hinzu. So schön auch die Zunahme der Tautracht auch ist. Ursache dafür, das die Bienen diese vermehrt sammeln, gerade in Gegenden, wo diese früher die Ausnahme waren, ist Mangel an Blütentracht. Und diese ist Lebensgrundlage des Bienenvolkes. Die Ursachen für das Bienensterben sind vielfältiger, und nicht nur an einem Saatgutbeizmittel festzumachen. Dies schreibe ich, ohne irgendwie mit der Agrarchemie verbunden zu sein. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an alle :D:D ,
    morgen Xaver.
    Ich habe nicht nur im Bayerischen Wald Bienen stehen :))
    Übrigens wie du schon sagst: Eine wunderschöne Gegend auch wenn die Leute manchmal...........sind :wink:
    Bei denen Bienen die dort stehen(Bay.Wald) habe ich keine, der von mir beschriebenen Beobachtungen gemacht.
    Der Bienenstand ist in der Nähe von Regensburg, umgeben war er letztes und vorletztes Jahr hauptsächlich von Körnermais.
    Allso hatte ich auch Maispollen in meinen Völkern.
    Dieses Jahr hat dieser Stand Anfang Juli, trotz Fütterung, sein Brutgeschäft ganz eingestellt.
    Das kam vom Pollenmangel durch die Trockenheit.

    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Heike Aumeier schrieb:

    Der Bienenstand ist in der Nähe von Regensburg, umgeben war er letztes und vorletztes Jahr hauptsächlich von Körnermais.
    Allso hatte ich auch Maispollen in meinen Völkern.
    Dieses Jahr hat dieser Stand Anfang Juli, trotz Fütterung, sein Brutgeschäft ganz eingestellt.
    Das kam vom Pollenmangel durch die Trockenheit.
    Gruß
    Heike


    Hallo Heike,
    auch an dich einen wunderschönen guten Morgen. In unserem Imkereiverein wurde im letzten Jahr auch schon im Aug/Sept. schwer gejammert, dass die Bienen total aus der Brut waren. Viele Experten meinen, dass der durch die Hitze fehlende Polleneintrag eine schlechtere Auswinterung heuer nach sich ziehen könnte - warten wir es hab. Ich hatte das Glück, dass neben meinen Bienenständen ein Phazeliafeld war, daher hatte ich Polleneintrag in Überfluß, wenn diese auch wegen der Hitze leider nicht gehonigt hat.

  • @ Lothar,


    diese Trachtverarmung ist wirklich eine dramatische Entwicklung, die da auf uns zu kommt. Und gerade weil dies so ist, werden wir uns noch mehr mit den toxischen Belastungen auseinandersetzen müßen, ob wir wollen oder nicht! Wenn man alte (Imker) Hasen fragt, ob z.B. der Mais den Bienen was bringt, oder ob dieser überhaupt angeflogen wird, dann sagen die alle, der bringt nix, die Bienen fliegen den nicht an!
    In 2002 (und auch schon in Jahren zuvor) hab ich einen starken Flug in den Mais bei meinen Völkern feststellen können! weil die Goldrute noch nicht blühte, welche sonst in normalen Jahren immer vor dem Mais zum blühen kommt. Damals hatte ich bald daruf Schwierigkeiten mit meinen Völkern und hab dann auch später in dieser Gegend viele verloren, richtig los ging es dann nochmal, als der Senf dann, im Spätherbst blühte! 2003 war es um gekehrt, die Goldrute blühte bei mir schon sehr früh, und ich hab im Moment sehr schöne Völker, der Senf begann auf Grund der Trockenheit sehr spät zu blühen, da war es schon recht kühl und spät im Jahr!
    @ Franz-Xaver,


    sei froh das da ein Phaceliafeld war! denn wenn die Bienen wirklich nur Mais als Pollenversorgung haben, glaub mir dann würdst du auch Probleme bekommen!


    @ alle,


    ich habe gehört, daß es letztes Jahr (2003) im Großraum Erlangen zu rätselhaften Brutschäden kam. Die Brut schlüpfte nicht, und die Maden waren blau! Wer hat so was auch beobachtet? oder wer kennt jemand der so eine Beobachtung gemacht hat?


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • [quote='Toyotafan@ Franz-Xaver,


    sei froh das da ein Phaceliafeld war! denn wenn die Bienen wirklich nur Mais als Pollenversorgung haben, glaub mir dann würdst du auch Probleme bekommen!


    Grüße[/quote]


    Hallo Toyotafan,
    um meinen Bienenstand vergeht kaum ein Jahr, ohne dass nicht auf einer Seite mal ein Maisfeld wäre. Ich habe noch nie Bienen am Mais gesehen, obwohl Mais in meinem Trachtpflanzenbuch mit Wert 4 in Bezug auf Pollenertrag bei 5 höchstmöglichen Punkten bewertet wird. Ich sitze sehr oft am Bienenstand mit dem Rücken zum Maisfeld, ich glaube der Maispollen ist bei den Bienen nicht so beliebt und diese würden in nur in Notfällen anfliegen, vielleicht weis aber da jemand mehr. Das Pollenangebot für meine Bienen ist sehr groß, da diese in die Stadt nur ca 1 km Luftlinie haben und die dortigen Friedhöfe, Parks , Privatgärten ein Eldorado an Pollen bieten. Ich habe es sogar schon öfters erlebt als ich am Grab meiner verstorben Frau stand, dass Buckfastbienen die Blüten am Friedhof besuchen und das waren meine Bienen, denn ausser mir hat in unserer Umgebung niemand Buckfast.

  • Halo zusammen, Hallo Xaver, obwohl ein recht hoher Prozentsatz des eingesammelten Pollens von einkeimblättrigen Pflanzen (Gräsern) stammt, ich habe Angaben von etwa zehn Prozent gelesen, halte ich diesen Pollen auch eher für einen Notbehelf. Bienen brauchen nunmal Nektar und Pollen von Blütenpflanzen. Gegen die Anhaltene Verarmung der Blütntracht hilft nur, selber mit Guten Beispiel vorangehen, Bienennährpflanzen im Garten quasi als Musteranpflanzung anlegen und bei unseren Mitbürgern für Aufklärung sorgen. Blütenwiese statt Rasen! Das unsere Altvorderen Mais nicht als Trachtpflanze kannten, liegt unter anderen an genügend Alternativen in der Trachtauswahl und auch wohl daran, das Mais früher nicht o häufig angbaut wurde, wenigstens bei uns in der Umgegend. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    . Gegen die Anhaltene Verarmung der Blütntracht hilft nur, selber mit Guten Beispiel vorangehen, Bienennährpflanzen im Garten quasi als Musteranpflanzung anlegen und bei unseren Mitbürgern für Aufklärung sorgen. Blütenwiese statt Rasen! Das unsere Altvorderen Mais nicht als Trachtpflanze kannten, liegt unter anderen an genügend Alternativen in der Trachtauswahl und auch wohl daran, das Mais früher nicht o häufig angbaut wurde, wenigstens bei uns in der Umgegend. Viele Grüße Lothar


    Hallo Lothar,
    zu deinen Beitrag habe ich mir auch einig Gedanken gemacht. Ein mitunter idealer Bienenstandplatz ist auch eine Sache des vorhandenen Pollenangebotes. Pollen, auch als Blütenstaub bezeichnet oder Bienenbrot wie es auch im Volksmund genannt wird, ist für die Entwicklung eines Volkes und für die Bienengesundheit sehr wichtig. Ein Volk kann oder sollte im Jahr bis zu 55 kg Pollen, je nach Nährwert sammeln, eine für uns unvorstellbare Menge, die Nahrhaftigkeit ist von der Pflanze abhängig, so ist z. B. Raps-, Obstblüten-, Weißkleepollen besonders wertvoll und inhaltsstoffreich, im Gegensatz dazu ist Birken- oder Erlenpollen minderwertig, die Bienen wissen das aber zu unterscheiden und treffen eine Auswahl, falls es eine gibt. Leider ist in unserer extensiv, betriebenen Landwirtschaft das Pollenaufkommen immer weiter in den Hintergrund gedrängt worden. Im Frühjahr ist die Hasel und die Weide der wichtigste Pollenlieferant für den ersten großen Bruteinschlag. Man kann als Imker für seine Bienen mit der Vermehrung dieser Sträucher die Lebensbedingungen erheblich verbessern. Nach den Abmähen der Löwenzahnwiesen, der vergangenen Obstbaumblüte und des Verblühen der Rapsfelder ist manchmal ein Mangel an Pollen zu verzeichnen. Hier ist ein Bienenstandplatz unweit einer Stadt oft von erheblichem Vorteil. In den Friedhöfen, Parks und privaten Blumengärten finden sich Pollen im Überfluss. Besonders im Herbst ist der Pollen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sehr rar und dieses Pollenangebot von den Städten sehr wichtig für die nächstjährige Entwicklung, sollte hier Pollenmangel herrschen wird der Start ins nächste Frühjahr sehr verzögert erfolgen. Auch in seinem Garten sollte der Imker darauf achten, dass keine gefüllten Blumen, mit denen sich kein Pollen ernten lässt, zur Aussaat kommen.

  • Eric Zeissloff schrieb:

    Ein Versuch aus Schottland, ergab die 13 km für Nektar.
    Ein anderer Versuch mit markierten Maispollen ergab 25 km.


    Hallo Eric,


    danke für deine Antwort.


    Der Versuch aus Schottland liegt ja im Rahmen der anderen Ergebnisse,
    aber mit dem markierten Maispollen und den 25 km habe ich Verständnis-Schwierigkeiten, diese Strecke ist fast das Doppelte der anderen Angaben.


    1)

    Sie brauchen ... 2 Minuten, um 1 km zu fliegen.


    Falls die Maispollen-Sammlerinnen diese 30 km/h (bei Windstille) Höchstgeschwindigkeit durchhalten, beträgt ihre Flugzeit 50 min, bei ihrer normalen "Reisegeschwindigkeit" (22 km/h) über 1 Stunde.


    [quote=Hüsing-Nitschmann (Lexikon der Bienenkunde, Stichwort 'Flugenergieumsatz', 1987)]Bienenblut enthält ... als Muskeltreibstoff insg. 2,5 mg Zucker (Trehalose).
    ... verbrennt die Flugmuskulatur 8-24 mg Trehalose/h.
    ... Sie führt jedoch in der Honigblase eine Nutzlast von max. 38 mg Nektar (30 mg Zucker) mit sich.[/quote]
    Nach 25 km Hinflug wird der "Treibstofftank" weitgehend leer sein, während des Pollensammelns und/oder vor dem Rückflug muß nachgetankt werden - schwierig im unterwuchsfreien Bestand vom windblütigen Mais.


    Karl von Frisch und Martin Lindauer hatten bei ihren Experimenten zur Entfernungsangabe der Tänzerinnen bei größeren Entfernungen Schwierigkeiten;
    auch in trachtloser Zeit folgten die Bienen ihrem mobilen Dressur-Futterstand mit hochwertiger Futterlösung nur bis ca. 10 km.
    Dann rentierte es sich wegen der fast leeren Honigblase, mit der sie heim kamen, nicht mehr.


    [quote=Hüsing-Nitschmann (Lexikon der Bienenkunde, Stichwort 'Flugdauer', 1987)]... Bienen (sind) als Blütenbesucher mit festem Wohnsitz generell Kurzstreckenflieger. [/quote]
    Diese "Maispollen-Dressur-Bienen" müssen schon sehr pollenhungrig gewesen sein, um sich auf diese Entfernung auf den relativ geringwertigen Maispollen dressieren zu lassen.


    Dazu kommt noch der Energie-Aufwand: Die Tankfüllung für den Hinflug war sicher ergiebiges "Super", beim Nachtanken für den Rückflug (mit zusätzlicher Pollen-Last) gibt es nur dünnflüssiges "Normal".


    Ob eine "normale" Kundschafterin das alles auf sich nimmt???


    2)
    Wie markiert man den Pollen eines Maisfeldes?, doch nicht durch Gentechnik oder durch Beizen mit Gaucho? ;-) :-)
    Vielleicht sind markierte Bienen gemeint?



    NB:
    Im 600m-Radius um meine Bienen blüht jährlich mindestens je ein großes Raps- und Maisfeld, also Pollen im Überschuß.
    Die Felder werden durch Lohn-Unternehmen im Auftrag von zwei Nebenerwerbs-Landwirten bestellt.
    Da ich glücklicherweise seit etwa 8 Jahren keines meiner drei Völker verloren habe, habe ich es bis jetzt versäumt, nach den verwendeten Beizmitteln zu fragen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
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  • Hallo Frieder,


    wieder eine detaillierte und ergiebige Information von Dir. Danke.
    Bei Th. Seeley las ich, daß die Sammlerinnen vor ihrem Abflug um Futtersaft betteln. Ich hatte das so aufgefaßt, daß sie diesen und nicht Zucker für den Flug brauchen. Vielleicht ist es aber auch so, wie Du es schon schriebst, daß es zu Hause Super gibt, unterwegs nur noch Normal. Oder der Futtersaft beinhaltet noch nötige Zusatzstoffe.
    Nur mit Honig kann man eine Sammlerin ja nicht lange am Leben erhalten. Und Pollen zu Futtersaft verarbeiten können nur junge Bienen.


    Grüße, Thomas

  • Einen wunderschönen guten Morgen,
    morgen Toyotafan,
    das (die) von mir beschriebene(n) Volk(Völker) hatten diese Art der Schädigung.
    Mir viel auch diese komische Farbe der Puppen auf,bei näherem Überlegen
    könnte man die Farbe so zwischen braun-lila beschreiben.
    Diese Brutschädigung wurde mir von mehreren Imkern , mit größerer Völkerzahl, bei meinem Nachfragen auch berichtet.
    Die Masse dieser Imker stammt aus Niedersachsen u. NRW.
    Mein Sohn arbeitet in einer Baumschule als Baumschuler, heute morgen fragte ich Ihn was Sie denn zum spritzen verwenden.
    Er meinte: Mensch Frau :wink: wir benutzen so viel.
    Alls ich Ihm den Namen Confidor nannte meinte er: Auch mit diesem Mittel wird gespritzt.
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Die grosse Mehrheit der Imker sind Kleinimker mit 3 bis 15 Völkern. Was können wir gegen Schäden durch Imidacloprid unternehmen. Wir zufriedene Wochenend-Imker sind in der Regel mehrheitlich keine Chemiespezialisten mit Labor. Wie sieht die imkertechnische Lösung für uns aus? Was schlägst Du uns, als Spezialist dieser komplizierten Thematik, vor?

  • Wer alles nach Deiner Meinung nicht zuständig oder nicht unabhängig ist, wissen wir jetzt ausreichend. Auch endlose Diskussionen bringen niemanden einen Schritt weiter (siehe Frankreich).


    An welche unabhängige Stelle (nach Deiner Meinung) können betroffene deutsche Kleinimker ihre Beobachtungen senden? Gibt es Anweisungen über wie, in welcher Menge, in was für einem Verpackungsmaterial und mit welcher Beschriftung man Proben von Pflanzen, Bienen, Bodenproben, Bienenbrot, etc. vorbereitet? Wer zahlt all die Kosten?

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich gestern beim Stöbern im Internet auf die Verwendung von Imdacloprid im Insektizid Confidor und dessen Verwendung in Weihnachtsbaumkulturen und bei Roßkastanien aufmerksam wurde, habe ich mich heute mal ein wenig in der Praxis umgehört.


    Ein Bekannter von mir betreibt Weihnachtsbaumkulturen und ich sprach ihn an, was man denn gegen die Schädlinge machen kann und ob ihm Confidor ein Begriff sei.


    Er antwortete, das er das Mittel sehr wohl kenne und es sehr wirksam ist.


    Die Anwendung erfolgt im Schadensfall praktisch ganzjährig. Hauptschädling ist die Wolllaus, gegen die das Mittel vorzüglich wirkt.


    Daß dabei auch eine Abdrift auf Blütenpflanzen stattfindet, ist selbstverständlich.
    Die Ausbringung erfolgt i d.R. mit Schleppern großflächig.


    Auch ist es möglich, daß das Mittel angewendet wird, wenn sich Honigtauproduzierende Läuse auf den Tannen befinden.
    Verboten ist offensichtlich nur dei Anwendung in die offene Blüte
    (konnte er aber nicht ganz sicher sagen).


    Das Mittel kommt nicht unbedingt jedes Jahr zur Anwendung, nur wenn der Befall entsprechend hoch ist.


    NAchdem ich das gehört habe wußte ich daß ich künftig einen Bogen mit meinen Bienen um Weihnachtsbaumkulturen machen werde.


    Aber man kann sich gut vorstellen, daß das Mittel auch großflächig in Baumschulen und Gärtnereien angewendet wird, wenn es denn so wirksam gegen Wolläuse ist.


    Heike Aumaier berichtet ja oben davon.


    Ich glaube, es ist jetzt wirklich wichtig, daß viele von uns sich einfach mal dumm stellen und in ihrer Umgebung Nachforschungen betreiben .


    Wo kam Confidor zum Einsatz ? Wann gab es hohen Befall an Läusen im Garten- und Landschaftsbau ? Wer hat Confidor verkauft (bei Raiffeisen nachfragen) und wieviel ?


    DAnn sollte es hier veröffentlicht werden, um Erkenntnisse über einen möglichen Zusammenhang mit dem Bienensterben zu gewinnen.


    Es ist sicher so, daß Imacloprid bei dieser offenen Art der Anwendung (Spritzen), sofern Blüten oder Honigtauquellen betroffen sind, noch gefährlicher ist als bei der Anwedung als Beizmittel, Hunde- und Katzenflohmittel oder im Kuhstall.



    Also, informiert euch mal und schreibt, was ihr erfahren habt.



    Viele Grüße



    buchneria



    P.S. : Ich bin kein Wissenschaftler und kann auch nicht alles sorfältigst recherchieren, was ich hier schreibe. Es sind Vermutungen und ich hoffe und wünsche , daß sie eher widerlegt werden als daß sie wahr sind.
    :cry: :cry::cry: