Einfütterung - Zucker oder Apiinvert

  • Genau!
    Zucker plus Wasser minus Verarbeitungsverlust (Energie zum Eindicken des Zuckerwassers) ist gleich Winterfutter.
    Zur Frage des Futtergeschirres plädiere ich aus Gewichtsgründen für ein kleineres Deckelfuttergeschirr auf jedem Volk für alle Fälle (max. 5 Liter). Zur Wintereinfütterung offene Eimer oder seitlich aufgeschnittene Kanister. Das ist billig und kann gut mit dem Tellerverdunster kombiniert werden (siehe Varroa-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg). Wenn man allerdings Korken von Spätlese als Schwimmer verwendet wird es auch wieder teuer. Aber die Vorfreude aufs Einfüttern ist schöner;-))


    _________________
    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Armin Spürgin am 2002-08-23 15:29 ]</font>


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Armin Spürgin am 2002-08-23 15:30 ]</font>

    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg

  • Hallo Hardy,


    Hardy schrieb:


    Dabei wird in aller Welt mit Fütterern gearbeitet(Adam, Thomas o.a.)die auch das Aufstiegsverhalten bei schlechtem Wetter berücksichtigen. Das Beste findet man in der Bauanleitung von Karl Kieß. Dort gibt es eine Bauanleitung für einen Fütterer naß/trocken bei dem man ohne Bienenberührung nachfüllen und die Bienen bei der Abnahme beobachten kann.


    Mein ganzes Beutenequipment bin ich gerade im Begriff zeichnerisch umzusetzen um sie dann von einer Schreinerei bauen zu lassen. Einige wichtige Teile fehlen mir aber noch. Dazu gehört auch ein solcher Fütterer. Allerdings habe ich keinen Schimmer wie so ein Teil aufgebaut ist. Unter http://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/einfachbeute.htm findet sich zwar ein Bauplan, so richtig klar ist mir das dort vorgestellte aber nicht. Soll hier Flüssigkeit auf das blanke Holz gegossen werden??? Das ist doch dann niemals dicht(???). Und was genau verstehen die unter einem Lochblechwinkel???


    Vielleicht ist es dir möglich mir eine Skizze oder einen Scan der Bauanleitung von Karl Kiess zu übermitteln?


    Viele Grüsse
    Wolf
    PS: Ich hoffe die Forumsgemeinschaft stört sich nicht daran, daß ich ständig 'uralte' Themen wieder neu auftische... :)

  • Hallo Ostwolf
    Wenn der Fütterer gebaut ist,wird er mit Paraffin(Kerzenwachs) ausgegossen.Bienenwachs kann man auch nehmen. Dr.Liebig selbst empfehlt aber den Futtereimer in einer Leerzarge.
    Ein Lochblechwinkel ist ein Lochblech, das auf 90° abgewinkelt ist. ;-)
    Grüße aus dem Fast-Frühling
    Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    Guido schrieb:


    Wenn der Fütterer gebaut ist,wird er mit Paraffin(Kerzenwachs) ausgegossen.Bienenwachs kann man auch nehmen.


    Und dann hält das dem Druck von etlichen Litern Flüssigjkeit stand?!


    Zitat


    Dr.Liebig selbst empfehlt aber den Futtereimer in einer Leerzarge.


    Warum empfiehlt er das? Mir scheinen die Argumente für einen Futterdeckel sehr einleuchtend.


    Zitat


    Ein Lochblechwinkel ist ein Lochblech, das auf 90° abgewinkelt ist. ;-)


    Ach! :wink:
    Nach dieser konstruktiven Aufklärung also noch ein paar unbedeutende Fragen:
    - Wie gross sind die Löcher?
    - Welchen Abstand haben diese zueinander?
    - Material, Kunststoff/Alu/Niro?
    - Welche Funktion hat das Blech? Lediglich eine Absperrung zur Flüssigkeit? Oder auch Kletterhilfe? Dann täte es also auch irgendein Gitter?
    - Das Blech muss wahrscheinlich entfernbar sein um Futterteig verfüttern zu können?


    Zitat


    Grüße aus dem Fast-Frühling


    Davon sind wir hier noch ein bisschen entfernt. :(
    Auf Zypern soll es mit der Imkerei auch gut laufen... schauen mer mal... :D


    Viele Grüsse
    Wolf

  • Hallo, Ostwolf,


    geh mal auf www.holtermann.de und guck dir da unter "Segeberger Zubehör" das Teil (zwar nicht aus Holz) mal an, dann wird's klarer, wie's funktioniert. Ich halte die bienenfreie Fütterung für viel besser als das Rumhampeln mit den blöden Eimern. :D

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Ostwolf
    Bei meinen Antworten setze ich meißtens logisches Denken vorraus.Bitte entschuldige,das ist ein Fehler von mir.
    Bei Dir scheint es aber gut ausgeprägt zu sein, denn du hast dir schon manche Fragen selbst beantwortet.Ich selbst kaufe und besorge mir solche Teile,um sie dann nach meinen Vorstellungen zu ändern oder zu kopieren.


    -Und dann hält das dem Druck von etlichen Litern Flüssigjkeit stand?!
    habe nichts gegenteiliges gelesen
    -Warum empfiehlt er das? Mir scheinen die Argumente für einen
    Futterdeckel sehr einleuchtend.
    schrieb mir,zu aufwendig
    - Wie groß sind die Löcher?
    da es die Abgrenzung zum Futter ist,kleiner als 2,8mm, denke ich
    - Welchen Abstand haben diese zueinander?
    egal,es soll ja nur der Flüßigkeitsspiegel ausgeglichen werden
    - Welche Funktion hat das Blech? Lediglich eine Absperrung zur
    Flüssigkeit? Oder auch Kletterhilfe?
    nehme an,beides.In meinem gekauften Futterkasten ist noch ein Schwimmer aus Holz,der mit dem Flüßigkeitsspiegel steigt oder fällt.


    Hoffe,diesmal habe ich es besser erklärt


    Gruß Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Sabi(e)ne,


    sabi(e)ne schrieb:


    geh mal auf www.holtermann.de und guck dir da unter "Segeberger Zubehör" das Teil (zwar nicht aus Holz) mal an, dann wird's klarer, wie's funktioniert. Ich halte die bienenfreie Fütterung für viel besser als das Rumhampeln mit den blöden Eimern. :D


    Na, das Bildchen ist ja etwas winzig, aber ich kann mir auch so vorstellen wie es funktioniert.
    Ich finde auch, dass das praktischer ist. Auffüllen und Ende. - Jetzt kann man sich noch streiten ob man zwanzig oder zwei Liter auf einmal einfüllt... aber das sehen wir dann... :)


    Hallo Guido,


    ***Futterzarge und Lochblechwinkel

    Guido schrieb:


    [...]


    Hoffe,diesmal habe ich es besser erklärt


    ja, jetzt, glaube ich, ist der Groschen gefallen.
    Ich konnte mir nur nie so richtig einen Reim drauf machen wie so ein Holzkasten dicht schliessen kann und welche Funktion dieser Lochblechwinkel hat. Eine Ahnung hatte ich freilich schon, aber eben keine Gewissheit.


    Wenn ich wirklich derartige Teile produzieren und auch exportieren möchte sollte ich schon detailliert wissen wie die einzelnen Module aufgebaut sind.


    Vielen Dannk euch beiden und Gruss
    Wolf

  • Hallo Guido,
    Liebig empfiehlt den Fütterer. Die Eimerfütterung führt er als Behelf auf.
    Das war der Autoritätsbeweis. Die Argumente - überlege selbst, wie Du mit geringster Störung für die Bienen und Dich füttern kannst. Weiterhin schützt das eingelegte Stroh nicht restlos vor dem Ersaufen.


    Hallo Wolf,
    Fütterer ohne Blech sind mir symphatischer. Es muß nur eine Absperrung da sein, die die Bienen daran hindert, im Zuckerwasser zu ersaufen. Sie dient natürlich auch als Kletterhilfe. Das geht auch mit eine Holzleiste, die 1 bis 2mm Abstand zum Boden einhält, die Bienen also nicht durchläßt. Der Freiraum, in dem die Bienen hinunter zum Futter klettern, sollte nicht breiter als zehn Millimeter sein, so kann sich eine ersaufende Bienen noch retten. Meist ist an der Sperre noch ein Deckel, der den Bienenaufstieg verschließt. Wenn feste Stoffe verfüttert werden sollen, werden die Sperre und der Deckel weggenommen.
    Zum Inhalt: schön ist es, wenn er für die gesamte Einfütterung nur zweimal gefüllt zu werden braucht. So 15 Liter sind ein gutes Maß.


    Grüße, Thomas