Bienen vom Friedhof weggestellt

  • Guten Morgen!

    Ich hatte fast ein Jahr lang einen Ableger auf dem Münchner Westfriedhof stehen und bin der Stadt München auch sehr dankbar, dass sie Brachflächen auf Friedhöfen Imkern zur Verfügung stellt. Stellplätze sind in München schwer zu finden.

    Ich hatte jedoch immer, wenn ich im Winter kam, Müll an der Beute. Einem anderen Imker sollen zwei Beuten umgeworfen worden sein. Schade und unnötig, aber so ein Friedhof ist dann wohl doch zu öffentlich. Ich habe meinen Ableger jetzt an einen anderen Stellplatzstellten können.

    Hat jemand anderes auch schon solche ärgerlichen Erfahrungen gemacht?

  • Guten Morgen !

    Rob : Ein Friedhof ist schon noch ein besonderer Ort. Dort respekt- und lieblos 4 Paletten zu stapeln ist an sich schon Müllablagerung. Irgendwas optisch ansprechenderes darf es schon sein und je gepflegter, aufgeräumter die Umgebung, desto geringer das Risiko, daß der Ort zur Müllhalde wird.

    Nur weil jemand mal neben meine Beute geschissen hat, würde ich einen geeigneten Standplatz nicht räumen.

    Was hälst Du von einer Gehwegplatte, darauf ein Pflanzstein und darauf wieder eine Gehwegplatte als Unterlage für Deine Beuten. Solch ein Material ist nicht sperriger als diese elenden Paletten. Sowas fügt sich aber immer besser in die Umgebung ein. Auch wenn "Brachland", es werden auf der Fläche wahrscheinlich schon Menschen bestattet worden sein.

    Mit imkerlichen Grüßen ...Klaus

    "Gebt mir einen Grund für Euren Optimismus!"

    Max Czollek, 2019

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  • Guten Morgen Rob , offensichtlich hast Du ja etwas Besseres gefunden. Selbst habe ich meinen Außenstand in einer parkähnlichen Öffentlichen Grünanlage stehen. Die Beuten stehen auf Balken Welche auf Gerüstfüßen gelagert sind. So kann ich Geländeunebenheiten optimal ausgleichen. Dieser Stand ist mit einem Bauzaun umgeben, der auf drei Seiten mit grünem Sichtschutzmatten ausgestattet ist. Die Wiese im Stand und außen herum pflege ich mit meinem Akurasenmäher. Einmal wurde versucht den Bauzaun zu stehlen. Aber die Verschraubung hat das wohl verhindert. Bei ungesicherter Aufstellung hätte ich Bedenken wegen Vandalismus. VG

  • Empetrum

    Mich ärgert es wirklich, wenn ich angegriffen werde, ohne dass man die Hintergründe kennt.

    Du darfst davon ausgehen, dass ich als Relilehrer sehr gut weiß, wie man sich auf einem Friedhof zu verhalten hat.

    Die Stellplätze für Imker sind dort extra weit entfernt von allen Grabstätten, damit wir nicht die trauernden Besucher stören.

    Dass du mir vorwirfst, durch meinen Palettenaufbau zu provozieren, dass dort jemand Müll hinterlässt, ist hanebüchen.

    Ich bitte dich: unterlasse pauschale Angriffe und Fäkalsprache. Das bringt hier niemanden weiter.

  • Ich kann zwar nicht mit praktischen Erfahrungen dienen aber wie wäre es, in etwas Entfernung einen Mülleimer anzubieten - ggf. mit nettem Schild an der Beute und Pfeil in Richtung Mülleimer?


    Die Frage ist ja auch, ob der Müll nun mit oder ohne Bienen dort anfallen würde - und womöglich nur Dir deshalb stören auffällt, weil eben Deine Bienen da stehen und Du da überhaupt hingehst.


    Ansonsten ist Ordnung um die Stellfläche herum (kurzer Rasen) sicherlich hilfreich aber bestimmt nicht allein helfend. Man müsste mal rausfinden, wie das genau passiert aber ich nehme an, Du darfst da nicht einfach mal eine Wildtierkamera zu Deinen Bienen zeigend aufhängen?

  • Hallo Rob!


    Also ich weiß wie es dir damit geht, ich machte damals leider viele solche Erfahrungen. Scheinbar ist ein Friedhof bzw. die unmittelbare Umgebung ein Magnet für spontane Bienenstand-Besucher. Manchmal bekam ich das Gefühl, es waren nicht nur Störenfriede oder Diebe, sondern auch Jugendliche, die sich gegenseitig was beweisen mussten, so ganz nach dem Spruch "...du traust dich eh nicht, traust dich eh nicht!" und sich dumme Mutproben anhängten. Demnach gab es Jahre wo Folgendes passierte:

    - es wurden große Steine auf die Völker geworfen (die Beuten sahen dann dementsprechend aus)

    - es wurden vereinzelte Völker aus der Reihe vom Auflager runtergekippt

    - es wurden vereinzelte Völker komplett umgeworfen, wobei einmal der Störenfried wohl so sehr von den Bienen attackiert wurde, sodass er eine Jean und einen Schuh da ließ (der hatte wohl überall Bienen krabbeln?)

    - es wurden Beuten angefackelt (verkohlte Stellen an Zargen und Böden)

    - es wurden Königin mit je zwei Brutwaben geklaut

    - es wurden ganze Völker gestohlen

    - von Müll und anderen Hinterlassenschaften mal abgesehen...


    Und dennoch steht der Bienenstand (vom Kollegen) immer noch, die Störenfriede hatten ihre Zeit und die Diebstähle hörten auch auf. Ich hab auch das Gefühl, Mutproben die mit Bienen zu tun haben, sind hinterher besonders schmerzhaft und schließen eine Wiederholung aus.

    Ich kann mir vorstellen, dass natürlich so eine "Sitzfläche" wie eine Palette zusätzlich noch einladend wirkt. Wäre am besagten Stand auch noch sowas, hätten die darauf wahrscheinlich auch noch gegrillt ^^.


    Bin mir aber sicher, dass das irgendwann aufhört. Wenn du einen neuen Platz bekommen hast, dann ists ja gut. Solang es den Bienen gut geht, kann man ja damit leben, auch wenn es etwas suboptimal erscheint.


    Hoffe du hast in Zukunft deine Ruhe bei den Bienen und saubere Plätze!

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Ich habe meine Völker auf einem privaten Schrebergarten.

    Sie haben jetzt im Winter eine Zarge angehoben und nicht richtig wieder drauf gesetzt.

    An einem anderen Volk hat man wahrscheinlich mit einem "Hebel" hantiert. Eine Zarge ist ziemlich mitgenommen.

    Es wurde nun eine Wildkamera aufgestellt. Natürlich nur um die Bienen zu beobachten ;)

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Edgrr @ Ich habe so das Gefühl bekommen, wenn Gewichte in Form von Ziegeln usw. und auch noch ein Ratschengurt fest um das Volk gespannt ist (es gibt viele Menschen die nicht wissen wie man einen solchen Gurt löst), dies schon einige Leute von spontanen Aktionen abhält.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Edgrr @ Ich habe so das Gefühl bekommen, wenn Gewichte in Form von Ziegeln usw. und auch noch ein Ratschengurt fest um das Volk gespannt ist (es gibt viele Menschen die nicht wissen wie man einen solchen Gurt löst), dies schon einige Leute von spontanen Aktionen abhält.

    Jepp, Spanngurte sind eine gute Idee. Wenn ich die Winde gerade anschaue finde ich es noch eine bessere Idee ;)

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)