Imkerjacke - ich bin überfordert ...

  • passend zu dem Thema: weiß jemand von euch wo man die entsprechenden Netzstoffe herbekommt um sich selbst einen Schleier zu "basteln"?

    Setze gerade meine Freundin drauf an.

    Allerdings haben wir Probleme den richtigen Stoff zu finden.

  • Langzeitschäden durch Bienengift finde ich gut. 8|


    Langzeitschäden durch Essen, oder permanente Angriffe von Bakterien und Co sollte man auch nicht unterschätzen. Unser Körper in einer sterilen Welt.

    Ich rede hier von vielen Stichen (10000+) über einen langen Zeitraum, dass dies nicht gut für die Niere usw. ist wird wohl auch von Ihnen nicht bestritten werden. Irgendwelche Floskeln in seinen Beitrag zu packen finde ich nicht sonderlich erbaulich und disqualifiziert eigentlich für jede weitere Diskussion.


    Grüße,

    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • wie IMMER , es schweift ein wenig ab...

    Evtl. sollten wir mal einen Thread eröffnen:

    "ALLES " und schauen, wer am längsten durchhält ohne vom Thema abzuschweifen...:D..

    Huch! Ich halte mich auch nicht dran:|

    LG

    Hulki

  • Was habt ihr alle? ;););)

    Das passt bestens zum Thema!

    Ich kenne einen Imker der ist 85 Jahre alt. Seit dem er mit ca 25 Jahren angefangen hat, für die Imkerei in dem Haus zu sorgen, betreibt er eine Schwarmimkerei.

    Sein Honig ist vom besten Geschmack. In dem hohen Alter nach 60 Jahren imkerei hat er immer noch mehr als Dutzend Völker und erfreut sich dem Alter entsprechend einer erstaunlich guten Gesundheit.

    Jetzt kommt das beste. Der hat so gut wie nie eine Imkerschutz getragen.


    In meinen Augen ist die beste Imkerjacke die, die man nicht braucht.


    <3

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • jaja, ich kenn da auch einen, der ist 85, raucht seit seinen 10 Lebensjahr, fit wie ein Turnschuh :rolleyes:


    Weisst Du, passagen ala "das beste" würd ich ich mir verkneifen - es soll Menschen geben die eine Allergie haben, wissen es bis zu den besagten ersten Stich nicht. Also lass die mal schön erstmal in Ihren Jacken rumlaufen, was er dann später macht, ist allein seine Entscheidung ...

  • Der erste Stich ist nicht das Problem. Das Problem kann nach dem 2 oder den 1500 Stich auftreten. Und je häufiger man gestochen wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion. Daher sollte man als Berufsimker auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben, die auch das mit einschliesst. Es ist ein Risiko, aber es muss nicht zum tragen kommen.

    Schutzjacke mit Hut und schleier und Hanschuhe. Nicht teuer, dafür mehrere, die ich wechseln und waschen kann. Es ist gut, wenn man berufstätig ist, und manchmal zu ungünstigen Zeiten ran muss.

    Jeder so wie er mag....

  • Hallo Martin

    Bienen greifen in erster Linie den Kopf an.

    Schau dir mal den englichen Schlupfschleier an.

    Ich habe den gerne im Einsatz. Leicht, gute Sicht, sicher und billig.

    Der Körper lässt sich bei Bedarf andersweitig bedecken.

    Im Übrigen ist die Farbe weiß cool, wenn du bei den Bienen bist.

    Gruss, Elk

  • Jeder wie er es mag ist die passende Beschreibung.


    Vom Bäcker bis zur Putzfrau ist eine allergische Reaktion ein Berufsrisiko.

    Das ist unbestritten. Allerdings nimmt die Reaktion auf Stiche nach einer gewissen Zeit erstmal ab. Dennoch gibt es hin und wieder Stiche, die aus welchen Gründen auch immer zu heftigeren Reaktionen führen.

    Gerade ich habe ja in diesem Thread darauf hingewiesen, dass ich im Frühjahr und Herbst sowie aus beruflichen Gründen auf Schutzkleidung zurückgreife.

    Doch imker ich lieber ohne und find es weitaus angenehmer ohne an den Bienen zu arbeiten. Dafür nehme ich es natürlich in Kauf, dass man den ein oder anderen Stich kassiert. Das habe ich mich aber erst auch im zweiten Jahr richtig getraut.

    Meiner Meinung nach bekommt man dadurch ein besseres Gefühl für die Bienen als mit. Lernen durch Schmerzen halt.

    Auch kenne ich einige Imker, die so gut wie keine Schutzkleidung tragen.

    Der Herr Liebig hat in seinen Kursen auch nie einen Schleier getragen. An einem Tag hätte ich persönlich sofort einen Schleier angezogen. Den Helden muss man nicht spielen. Mir ist auch egal, was dann die Nachbarn denken.

    Und Ja Ja, die These die hier vertreten wurde halte ich an den Haaren herbeigezogen.

    Meine Opa und meine Tante hatten ihr leben lang Bienen für die Eigenversorgung.

    Nierenschäden waren da nie ein Thema.

    Meine Werte sind im übrigen ebenfalls hervorragend, da ich halbjährlich meine Werte testen lassen muss.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Aus einer Traueranzeige für einen seit Jahren imkernden Kollegen, der noch viel vorhatte:

    "Du gingest, ohne uns noch 5 Minuten zu geben, in denen wir Dir noch so viel hätten sagen wollen."

    Er war nur mal schnell zu einer Futterkontrolle an seine Top-Bar-Hives im Hausgarten gegangen. Man fand ihn tot neben seinen Bienen liegend und mit geschwollener Zunge - ohne Stichschutz und ohne eine zweite Person, die mglw. hätte helfen können.

    Dieser tragische Tod wäre u.U. zu verhindern gewesen, wenn wenigstens einer der elementaren Arbeitsschutzgrundsätze eingehalten worden wäre, die jedem Neuimker bereits im Grundkurs vermittelt werden. Anlaß, wieder einmal sich selbstkritisch zu fragen, wie man es selber mit dem Arbeitzsschutz hält...

  • Angesichts der vielen Besucher, die regelmäßig meine Imkerei beehren, wundere ich mich, ob es ratsam ist, ein Notfallset vor Ort zu haben. Ich werde mal meine Hausärztin bitten, mir das zu verschreiben.

  • Also ich finde das hier teilweise ganz schön überzogen. Wir Imkern, und tun nicht Bomben entschärfen.

    Wer ne Allergie hat, braucht Rundumschutz, das ist doch klar.

    Wer keine Allergie hat, kann mit Schutz anfangen und sich Stück für Stück herantasten, in dem man mal das Eine oder Andere weg lässt und merken, je weniger Schütz, desto besser kann man die Bienen erfühlen. Und damit meine ich nicht (nur) die Stiche. ^^^^

    Es gibt manchmal auch andere Zwänge, die zB einen Schleier erforderlich machen. Ich zum Beispiel muss einen Schleier tragen, da ich als Berufsfeuerwehrmann keine Atemschutzmaske aufsetzen kann, wenn mich eine Biene ins Gesicht geküsst hat. Bin aber sehr froh wenn ich mal ohne Schleier (im Urlaub) arbeiten darf.

    Tom

  • Das Problem kann nach dem 2 oder den 1500 Stich auftreten. Und je häufiger man gestochen wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion.

    Das sowieso geringe Risiko einer Allergie, reduziert sich nochmals erheblich nach den ersten Imkerjahren. Allergische Symptome beim 1500. Stich sind seltener als ein Sechser im Lotto. Eine Hyposensibilisierung ist doch nichts anderes als kontinuierliches Stechen. Wer nicht die Veranlagung dazu hat, wird auch bei häufigen Stichen keine Allergie entwickeln, im Gegenteil fällt die Stichreaktion häufig immer geringer aus.