Honiglagerung in der Garage

  • ich lagere ihn auch in der "Garage", allerdings räumlich getrennt vom Autostellplatz in einer gebrauchten Kühlzelle aus einem Supermarkt.

    Im Winter regelt ein Radiator die Temperatur auf 12-14° (ca 5-6€ in den kalten Monaten) und im Sommer regelt ein mobiles 200€-Klimagerät die Temperatur auf 16-18° herunter. Das Kühlen ist mit 20-25€ im Monat deutlich teurer, aber ein angemieteter Raum würde ein vielfaches davon kosten.

    Zusätzlich springt im Sommer ein kleiner Lufttrockner an, das Klimagerät packt es nicht ganz. Im Winterhalbjahr habe ich ca 35%-45% Feuchte.

  • Nur 300kg?!? Das ist doch nichts, worüber man sich nennenswert Gedanken machen müsste! Du wirst doch wohl 12 kleine 25kg-Eimer irgendwo in einem halbwegs kühlen Raum im Haus stapeln können? 4x3 Eimer übereinander, dazu brauchst du doch keine 2 Quadratmeter! Und auch das nur in den ersten Tagen, danach wird der Honig doch laufend abverkauft und ist spätestens im Frühling weg. Bei noch nicht mal 12 Monaten Lagerzeit brauchst du dir jetzt auch nicht sooooo viele Gedanken wegen der Temperatur machen.


    Hast du eine Speisekammer oder einen anderen kühlen Raum? Irgendein Rumpelzimmer, wo du die Rolläden drunten lassen kannst? +-17°C sollten so nordseitig auch im Sommer zu halten sein und das wäre über ein paar Wochen für reifen Honig jetzt wirklich nicht soooo dramatisch. Der Honig war doch vorher auch bei 35°C im Bienenvolk. Und im Winter kann man so Räume ohne Aufwand dauerhaft auf 14 oder 15°C bekommen, solange dort keine Feuchtigkeit (Atemluft) produziert wird.


    Ich kenne viele Kollegen, die im Sommer tolerieren, dass der Honig einige Wochen bis Monate bei nahe 20°C lagert. Klar, das ist nicht perfekt und ich würde es nicht machen, aber bei nur 300kg reden wir doch wohl von einer kleinen Hobbyimkerei, die vorwiegend an der Haustür und im verständnisvollen Bekanntenkreis verkauft, oder? Und es ist erst mal eine Notlösung, dann hast du ein weiteres Jahr Zeit, eine vernünftige Lösung zu suchen.


    Ich dachte, es geht um so viel Honig, dass er eine Garage signifikant belegen würde...

  • Bei meinen Eltern wäre es im ausgebauten, kühlen Keller möglich, das habe ich bereits abgeklärt. Es würde für mich aber immer 1h Fahrt bedeuten (aber immer noch besser als nichts). Freunde wohnen ebenfalls 1h entfernt.

    Na dann würde ich es in möglichst große Chargen Abfüllen um den Platzbedarf geringer zu halten. Einen Eimer abholen, abfüllen und dann in einem Monat wieder auf nen Kaffee vorbeikommen und einen neuen Eimer zum rühren und abfüllen abholen.

  • Danke für eure Tipps und Ratschläge. Ich werde mal sehen, wie ich in Zukunft verfahren werde. Muss man sich halt nur wieder anders arrangieren.


    Aber ich werde mir auf jeden Fall mal ein paar Edelstahl-Lagerkübel von Forthofer bestellen. Kosten zwar deutlich mehr, halten aber ewig und der Honig ist wirklich dicht verschlossen. Mit den Kübeln liebäugle ich schon seit einigen Jahren. ^^

    Carnica auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland an der Grenze zum Märkischen Kreis

  • Nach allem, was ich bisher so an Untersuchungsberichten gelesen habe, würde ich davon ausgehen, dass die Haltbarkeit besser ist, je kühler gelagert. Für normale Lagerzeiten gewinnt man aber unter 10°C nicht mehr genug, dass sich der höhere Kühlaufwand lohnt. Schaden tut es somit nur dem Geldbeutel und der Umwelt durch den Energieverbrauch.

    Viel wichtiger scheint die halbwegs gleichmäßige Temperatur zu sein, also besser ein trockener Keller, der die Temperatur hält oder eine geregelte Kühlzelle nicht so besonders kühl als dauernde Wechsel auch bei kühlen und ganz kalten Temperaturen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)