Überfliegen Bienen auch größere Waldstücke oder umfliegen sie sie evtl.?

  • Nicht wirklich, der erste Schritt ist die Änderung des Luftdrucks und auf die reagieren Bienen bereits... ;-) - da ist oft noch der Ganze Himmel blau, soweit das Auge reicht...

    Wie genau reagieren sie denn?


    Was soll es Bienen dann bringen, Stunden vor einem Regenschauer zu wissen, dass einer kommt? Wenn Bienen während einer gewittrigen Wetterlage am noch schönen Vormittag sich anders verhalten sollten, dann weil es heiß und schwül ist, nicht aber weil sie schon "wissen", dass am Nachmittag ein Gewitter kommt. Das ist für sie doch am Vormittag auch noch völlig bedeutungslos.


    Ist wie immer: Einfach Ursache und Wirkung vertauschen und schon wird aus der drögen Wirklichkeit eine viel schönere Geschichte.


    Warum strömen die Bienen bei einem Gewitter von Westen erst aus dem Westen heran, gerade noch rechtzeitig bevor es auch am Stock regnet, aber danach kommen erst die Bienen aus dem Osten, so sie überhaupt noch ankommen, obwohl es am Stock schon schüttet wie aus Eimern? Waren die Bienen im Westen bessere Wetterpropheten als die im Osten, trotz gleicher Genetik? :eek:


    Und wenn Leute 5 Minuten vor einem Schauer nicht von selbst erkannt haben, dass einer kommt, aber überrascht sind, dass die Bienen das konnten, also echt, da gibt es nur noch eine Erklärung: Das muss der allererste Regenschauer im Leben dieser Menschen gewesen sein!


    Aber ich gebe es auf, Glaube schägt die Fakten immer - nämlich in die Flucht.......

  • Wie genau reagieren sie denn?

    Eine lokal angepasste Bienen im Alpenraum oder Voralpenraum, die sonst völlig friedlich ist, kann durchaus gereizt reagieren wenn Du versuchst die Beute zu öffnen und ein Gewitter ansteht - auch wenn noch keine Wolke am Himmel ist.

    Was soll es Bienen dann bringen, Stunden vor einem Regenschauer zu wissen, dass einer kommt? Wenn Bienen während einer gewittrigen Wetterlage am noch schönen Vormittag sich anders verhalten

    Na ja, Du kommst zwar aus dem Münchner Norden, hast aber offenbar von Wetterabläufen in den Alpen wenig Ahnung. Da kann es zwischen 25 Grad Sonnenschein, keine Wolke am Himmel und einen gewitterbedingten Hagelsturm durchaus nur weniger als 30 Minuten dauern... - Also das mit den "Stunden vorher" kann durchaus relativ sein...


    Aber:

    Ist wie immer: Einfach Ursache und Wirkung vertauschen und schon wird aus der drögen Wirklichkeit eine viel schönere Geschichte.

    bevor Du jemand anderen so etwas vorwirfst, solltest Du evtl. lieber über Deine möglichen Defizite oder Wissenslücken nachdenken und Dir dann solche Statements verkneifen... - Es gibt durchaus Fälle wo Du nicht Recht hast, auch wenn Du anderer Meinung bist.

  • Hallo,

    nur mal eine Beobachtung, die schon viele Jahre zurückliegt.

    In einem Garten habe ich Tauben gehalten.

    Das Flugloch zum Schlag habe ich mit einem Schieber versehen, der durch einen Dämmerungsschalter angesteuert würde.

    Nach einigen Tagen ein heftiges Gewitter!

    Und was machen die Tauben?

    Ich wollte es wissen. Bei strömendem Regen zum Garten gelaufen.

    Schieber geschlossen, keine Taube zu sehen!! Wo sind die?

    Vollzählig im Schlag.^^

    Woher wussten sie...?

    Woher wissen die Bienen?

    Es ist sicher auch der Ladungszustand der Luft. Der Luftdruck, die Temperaturänderung.

    Wir haben uns vieles „abgewöhnt“ und wundern uns über Fähigkeiten der Tiere. Sie sind auf solche Fähigkeiten angewiesen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Eine lokal angepasste Bienen im Alpenraum oder Voralpenraum, die sonst völlig friedlich ist, kann durchaus gereizt reagieren wenn Du versuchst die Beute zu öffnen und ein Gewitter ansteht - auch wenn noch keine Wolke am Himmel ist.

    tja, natürlich klingt es viel spannender, den Bienen eine ominöse, nicht erklärbare Prognosefähigkeit über noch nicht vorhandene aber kommende Gewitter anzudichten, obendrein noch eine - natürlich nicht erklärbare - Verknüpfung gereizte Stimmung - kommendes Gewitter zu konstruieren.


    Das sind zwei spekulative Annahme, die zwar oft erzählt, aber noch nirgends bewiesen wurden. Alles egal, es klingt ja so viel schöner.


    Mir sind da die einfachen, plausiblen Erklärungen ohne spekulative Verrenkungen lieber und sie sind auch viel wahrscheinlicher. Dass nämlich, wie schon gesagt, die Bienen auf das Wetter reagieren, das gerade ist:


    im Vorfeld von Gewittern ist das meistens große Hitze, deswegen oft wenig Nektarfluss, daher unterbeschäftigte Sammlerinnen, die zu Hause herumsitzen und sich ersatzweise dann halt gegen den Imker wehren.


    Da kann es zwischen 25 Grad Sonnenschein, keine Wolke am Himmel und einen gewitterbedingten Hagelsturm durchaus nur weniger als 30 Minuten dauern..

    Mit Verlaub, das ist totaler Unsinn und kann so nur von Leuten geschrieben werden, die ein Gewitter erst dann erkennen, wenn es hörbar donnert oder sichtbar blitzt. Und aus einem wolkenlosen HImmel heraus entstehen Gewitter schon mal gar nicht in so kurzer Zeit.


    Normale Gewitter ziehen mit 25-50 km/h über's Land, sind 8-12 km hoch, also mindestens 100km im Voraus deutlich als Gewitter zu erkennen.

    Entstehen Gewitter vor Ort ohne schnelle Verlagerung, so geht das nur mit sehr starker und unübersehbarer Wolkenbildung und -verstärkung längere Zeit im Vorfeld, also keinesfalls aus heiterem Himmel.


    In beiden Fällen setzen sich Bienen erst nach Hause in Bewegung, wenn sich die Sonne verdunkelt, kühler Wind aufkommt. Beobachte es einfach mal selbst und dann reden wir im Herbst nochmal.


    Und zum Thema Tauben: Die sind doch auch nicht blöd und sehen obendrein noch ähnlich wie wir und merken, wenn ein Gewitter kommt, der Wind auffrischt, es dunkler wird!

    Spezielle Vögel reagieren sehr stark auf Verdunkelung - konnte man bei der Sonnenfinsternis 1999 übrigens sehr eindrucksvoll beobachten!


    Also fliegen sie rein in den Schlag, es wird durch das Gewitter noch dunkler, dein Dämmerungsschalter macht den Schlag zu - fertig ist eine nachvollziehbare Geschichte ohne das geheimnisvolle Drumherum von vermeintlich "nicht erklärbare Phänomen" und fabelhaften Langzeitprognosefähigkeiten.


    Ich verstehe den Kachelmann und seine starken Worte immer besser...