Ein Blick von innen, wie die wahre Ernährung der Varroa-Milben entdeckt wurde.

  • Zitat

    Ursächliche Probleme wzB. PSM die zu verlängerten Brutzeiten bei den Bienen und damit der Milbe bei der Vermehrung helfen werden kaum angesprochen dagegen wird versucht

    Ich denke, dass diese PSM Diskussionen infolge von eingegangenen Völkern zumeist faktenfrei geführt werden. Das kann man immer sehr schön auf Facebook beobachten.


    Es werden die einfachsten Fragen nicht geklärt, wenn ein PSM Verdacht geäußert wird: War ein Volk überhaupt PSM ausgesetzt? Wenn ja, wie lange, in welchem Umfang? Und welche PSM denn überhaupt? Und warum geht das eine Volk ein, das andere aber nicht, obwohl alle am gleichen Standort stehen? Von objektiven Laboruntersuchungen wollen wir mal garnicht erst anfangen.


    PSM ist immer dann zur Hand, wenn man es selbst nicht gewesen sein will. Dann ist das schön einfach.
    Komisch nur, dass es Berufsimker gibt, die mit ihren Völkern die PSM verseuchten Hochbogen der Landwirtschaft, sozusagen das Mordor der Bienenhaltung, gezielt und mit Vorsatz anwandern - den Raps. Und das deren Völker aber nicht verrecken, auch im Winter nicht, obwohl es sich (auch) um konventionelle Landwirtschaftsbetriebe handelt.


    Es geht nicht darum, PSM in Schutz zu nehmen. Es ist aber irgendwie auch ermüdend, "PSM" zu lesen, und dann wird nie stichhaltig erklärt, warum es das sein soll, und nicht einfach nur der langweilige Grund "fehlerhafte Varroabehandlung". Und so ähnlich verhält es sich mit Schadwachs. Hört und liest man auch immer wieder, aber woran man das objektiv festmachen kann, habe ich auch noch nicht verstanden/gelesen.

    Zu viele Diskussionen laufen über das Bauchgefühl, anstatt über halbwegs objektive Fakten. Erst recht bei so einem emotional aufgeladenem Thema.


    Und was die Milbe betrifft:

    Das Problem das man mit der Milbe Fachzeitschriften, Imkerversammlungen, Bienensymposien und nicht zu vergessen die Taschen der Antivarroamittelhersteller gut füllen kann?


    Vielleicht habe ich es ja falsch verstanden, aber das ist mir viel zu VT-lastig - "das Milbenproblem wäre einfach zu lösen, aber die verschwörerische, geldgeile Pharmaindustrie verhindert das!"


    Wenn sich das Problem einfach lösen ließe, wäre es gelöst.

    Und wo sind denn die Ursachen für das Varroaproblem unklar? Und wer verbietet denn bitte wem, über die Ursachen zu reden/forschen/publizieren?


    Aber vielleicht ist mir auch nur die Alufolie ausgegangen :-)

  • Ich denke darüber, dass es immer leichter ist, das Problem woanders zu suchen. Ich habe im Winter 2 von 16 Völkern verloren und das Problem dabei stand sicherlich hinter der Kiste und nicht auf dem Hof des Landwirts.

    Na, wer stand dann wohl wärend der zig Mio. Jahre währenden Bien-Geschichte hinter den zahlreich krepierten Biens? Ach ja, die Evolution!

    Ich weiß dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Dass die Fachleute den Biens bisher (rd. 40 J.) nicht helfen, denn sonst hätte sie (Biens) das Problem (Varroen) im Griff.

    genauso wenig wie die missionierten Wanderprediger, die es dann von der anderen Seite der Medaille runterrattern - ach nee, die Fachleute halten wenigstens Ihre Finger still ...

  • ...ohne das Verbringen durch Imker der apis mellifera in das Gebiet der apis cerana hätte varroa den Wirtswechsel nicht vollziehen können.

    Diese These setzt aber stillschweigend voraus, daß es eine (für Bienen) hermetisch abgeriegelte Grenze zwischen dem Verbreitungsgebiet der A. cerana und dem der A. mellifera gibt. 1. Ist das wirklich so?

    2. Wenn ja, ist diese Grenze statisch oder verschiebt sie sich ggf. mit klimatischen Schwankungen?

  • ribes , es muss eine Grenze für die natürliche Ausbreitung geben, sonst gäbe es die Artentrennung nicht. Im Netz findet man Karten über die natürlichen Vorkommen beider Arten, dazwischen gibt es keine Bienen. (Taiga, Mongolei, Gobi, Altei). Ist ja eigentlich logisch, das sind Gebiete ohne Bäume oder mit sibirischer Kälte. Erst durch den Menschen wurde apis meliffera auf der ganzen Welt verbreitet. VG