Spezialisierung in der Imkerei

  • Versteh ich gut,

    aber die TBE ist ja kein Experiment mehr. Da wurden bereits Doktorarbeiten drüber geschrieben, auch in Deutsch mit hunderten von Völkern von anerkannten Profies, und das wissen auch viele hier im Forum. Daß das ohne Honigeinbußen passieren kann ist wohl das Thema der Arbeit von Herrn Radke. Dafür braucht es aber, wie für alle Standorte eine ordentliche durchgehende Tracht und Imker mit Zeit und Ahnung. Ich habe es nicht geschafft.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ...TBE ist ja kein Experiment mehr... Daß das ohne Honigeinbußen passieren kann, ist wohl das Thema der Arbeit von Herrn Radtke. Dafür braucht es aber, wie für alle Standorte, eine ordentliche durchgehende Tracht und Imker mit Zeit

    Dr. Radtke fand heraus, daß die TBE ca. 14 Tage vor Massentrachtende nicht nur nicht zur befürchteten Ertragseinbuße, sondern zu Ertragssteigerung führt.

    Mehr Zeit braucht der Imker nicht bei Dr. Radtkes Konzept, sondern sogar etwas weniger. Er hat es in seiner Dissertation minutiös aufgelistet. Er hat sein Konzept übrigens entwickelt, weil er als Student in der Hauptprüfungszeit eben keine Zeit hatte für Fahrten zu Schwarmkontrollen seines Bienenstandes.

    Nicht mehr Zeit, sondern eine exakte Terminplanung ist dabei unabdingbar.

  • Was nichts daran ändert, daß ich nicht gleichzeitig in St. Rémy de Provence rumlaufen kann auf der Suche nach einer zufälligen Begegnung mit Caroline von Monaco und an meinem Heimatstand die TBE durchführen kann. Und dann sollten eben auch Trachten da sein.

    Viele Grüße

    Wolfgang, le guide

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Dr. Radtke fand heraus, daß die TBE ca. 14 Tage vor Massentrachtende nicht nur nicht zur befürchteten Ertragseinbuße, sondern zu Ertragssteigerung führt.

    nur sechs Zahlen nur einen Tag vorher wissen, erspart soviel Zeit und Energie, die sonst für Arbeit draufgeht....

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Superzahl nicht vergessen.

    Davon abgesehen ist das wirklich eine tolle Sache. Ich frage mich, warum das nicht alle versuchen, kann es nicht verstehen. Lieber kippen sie die Bienenkästen voll mit Säuren und Medikamenten, anstatt es ohne zu versuchen. Und jetzt höre ich bitte keinen Spott mehr über die Amerikaner, die genau das Gleiche machen, nur hat etwas größer und vielleicht ein wenig zeitiger. Diese Gigantomanie hat doch bei uns auch schon angefangen. Ich erinnere dabei gerne an den frühen Anfang der Frage ab wann sich eine Imkerei lohnt. Wir waren nach wenigen Wortmeldungen glaube ich bei 500, ab denen es sich langsam lohnt.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Mir liegt das nicht so fern.

    Religiöse Gründe führe ich oft an, wenn ich etwas grundsätzlich so mache, aus Prinzip, ohne jetzt daß irgendjemand die Sinnhaftigkeit anzweifeln kann. Andere sagen gerne eine politische Entscheidung dazu wenn sie eine blöde Entscheidung meinen und bei mir sind es eben religiöse Gründe, also Grundsätzlich. Ich lebe als Evangele in einem Haushalt mit drei Katholen, was automatisch zu lieb gemeinten Frotzeleien führt.

    Alles klar?

    Viele Grüße

    Wolfgang, der ganz genau merkt wie vorsichtig und zurückhaltend die Leute werden, wenn es um religiöse Gründe geht, die meisten trauen sich garnicht zu fragen.

    Sage ich grundsätzlich schreien alle auf: Was für ein Popo, hat keine Ahnung und die falschen Prinzipien.

    Spreche ich von religiösen Gründen ist plötzlich Ruhe im Karton.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Von der Frage nach Spezialisierung ....... über Varroabehandlung ....... zur Religion.


    Muss ich nicht verstehen!


    Ich für meinen Teil LionBee habe mir über den Winter auch Gedanken gemacht wo es hingehen soll.

    Denke schon auch, dass Honig und evtl. Völkerverkauf im Vordergrund stehen.


    An Königinnen werde ich mich noch sehr lange nicht heranwagen

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Ich habe noch einen vermutlich sehr naiven bis idealistischen Ansatz:

    Wenn sich die räumlichen Voraussetzungen schaffen lassen, will ich mich irgendwann in Richtung "Vermehrung" "spezialisieren" - also Völker vermehren und mit dann hoffentlich guten Königinnen bestücken. Mein Vorbild ist die Vermehrung, wie Jos Guth sie beschreibt.


    Idealistisch ist das vermutlich deswegen, weil es mir weniger um die Gewinnerzielung geht, als darum, regional Völker anbieten zu können, um Verluste auszugleichen und den Bedarf (mithelfen) zu decken, ohne dass man in der Nachbarschaft darauf angewiesen sein sollte, im Internet Bienen zu ordern.


    Über meine fachlichen Defizite müssen wir an dieser Stelle nicht diskutieren - es geht ja mehr um ein langfristiges, strategisches Ziel.