Flugbretter bis Boden

  • Ach schade, das Bild fand ich illustrierend, passend zum Thread, nicht um Spekulantentum und Leerverkäufe zu befeuern.
    Du kennst sicher imkerliche Eingriffe bei denen Bienen aufs Anflugbrett geschüttet werden die kurz darauf in einer Beute verschwinden. Ist nix besonderes, nix worum man sich negative Gedanken machen muss.
    Bad news scheinen magnetischer als der Zustand "läuft".

    Könnte leider sein das dass bald ein Leerbienenstand ist...

    Könnte, könnte, war es aber nicht.
    Dem Lehrbienenstand an sich und insbesondere diesen beiden Völkern ging und geht es gut, dort besteht kein Leerstand...

  • Am Lehrbienenstand sieht das so aus:

    Nimmt der Lehrgangsleiter nicht normal Filzteppich?


    Warum nimmst du nicht einfach massive Bauholzbretter säugerauh?

    Das ist wohl die beste Version. Recht günstig und hält auch ein wenig. Wenn fratze nach 4-5 Jahren, dann schönes Brennholz. Im Winter kann man sie trocken, luftig einlagern.

    Unbehandelte Schalungsbretter 23-25 mm stark in Fichte.

    Lärche hält etwas länger, ist aber schwerer und teurer.

  • Flugbretter bis zum Boden gehören zu einer bestimmten Betriebsweise, wo auch der Königin ein Flügel geschnitten wird. Ansonsten sind die überflüssig.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das macht wohl jeder, zeichnen und schnipp......

    Ich habe es auch schon mal überlegt.

    Bevor ich es falsch mache, wird der aüßere (größere?) Flügel zu einem Drittel gekürzt?

    Habe es in Videos nie genau gesehen.

    Flugbretter bis zum Boden gehören zu einer bestimmten Betriebsweise, wo auch der Königin ein Flügel geschnitten wird. Ansonsten sind die überflüssig.

    Krabbelt die Königin dann wieder zurück ins Volk?

  • Liebe Kiki,

    warum nicht?
    Jeder kennt es, das Plätchen ist ab oder die Zeichenfarbe futsch, ich erkenne am beschnittenen Flügel immer ob Nachgeschaft wurde oder nicht. Für mich sehr wichtig!

    Ein Schwarm kann erstmal nicht wirklich abgehen, die geschnittene dreht ne Kurve und landet im Gras vor der Kiste. Die Bienen merken: da stimmt was nicht mit Madam (nur in diesem Fall) und gehen nach Hause....

    kann nun die Queen zurück laufen (übers Flugbrett) macht die das, die Bienen beseitigen meistens die Zellen und es ist erstmal alles gut. Für mich ist das der doppelte Boden, wer hat nicht schon mal ne Zelle übersehen?

    Machst du das nicht, ist der Schwarm wech. Da schadet mir zweimal, Honig wech und vielleicht ne gute Queen wech. (ja, auch die Besten machen schon mal Zellen)

    Und ich halts da mit Rase, Vagabundierende Schwärme sind bei mir sehr unbeliebt...

    Es gibt für mich absolut keinen rationalen Grund nicht zu schnippeln.

    Die Queen merkt auf jeden Fall nix davon, nach dem trocknen der Flügel nach vollzogenem Schlupf ist der Flügel Totes Gewebe, gleich unseren Haaren, und Haareschneiden tut nich weh, behindet den Frisierten genauso wenig wie die Queen den beschnittenen Flügel.

    Moralische Bedenken hab ich nicht und sehe zumindest für mich auch keine.

    LG

    Wasi

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Der Vergleich Haare - Flügel ist vielleicht hinsichtlich Schmerzempfinden passend, obwohl ich mir da keine kompetente Aussage zutraue.


    Für die Wichtigkeit der Königin würde ich eher den Vergleich zum Fuß oder Bein des Menschen ziehen, da der Schnitt eine massive Einschränkung der Mobilität zur Folge hat.


    Eine Wertung dieser Maßnahme sollte jeder für sich selbst vornehmen.


    Grüße vom Apidät

  • Liebe Kiki,

    warum nicht?

    Ich habe nicht gewertet, aber es stimmt einfach nicht, dass das jeder macht. Ich kenne zwar bestimmt viel weniger Imker als Du, aber die allermeisten, die ich kenne, machen das nicht.


    Viele Grüße von Kikibee

    (Die bisher das Phänomen der "abgegangenen" Plättchen noch nicht selbst erlebt hat. Die halten mit Sekundenkleber bombenfest. Wenn ohne, dann nicht dieselbe Königin.)

  • Viele Grüße von Kikibee

    (Die bisher das Phänomen der "abgegangenen" Plättchen noch nicht selbst erlebt hat. Die halten mit Sekundenkleber bombenfest. Wenn ohne, dann nicht dieselbe Königin.)

    Hallo Kikibee,

    naja - wenn du den Flügel nicht schneidest, hast du kaum eine Möglichkeit zu unterscheiden, ob das Plättchen abgegangen ist, oder ob tatsächlich umgeweiselt wurde. Es kommt zwar vor, dass man noch Kleberreste findet, aber das ist deutlich unsicherer, als ein geschnittener Flügel. (Kleberreste habe ich schon gefunden, weshalb ich ziemlich sicher bin, dass Plättchen schonmal verloren gehen.)


    Wenn hingegen eine Königin (ohne Plättchen), aber mit geschnittenem Flügel im Volk herumläuft, ist die Situation ziemlich eindeutig. Zugeflogen wird sie nicht sein ...


    Gruß
    Ludger


    (p.s. ich schneide trotzdem nicht - zumindest bisher nicht.)

  • ...da der Schnitt eine massive Einschränkung der Mobilität zur Folge hat.

    Genau darum geht es ja: Einschränkung (nur) der Flugfähigkeit (nicht der übrigen Mobilität), schon allein, weil sich für herrenlose Schwärme i.d.R. keiner findet, der diese bzw. ihren Standort beim Verterinäramt anmeldet. Unbekannte Standorte von Bienenvölkern erschweren und verzögern im Seuchenfall die AFB-Tilgung und können damit unnötigerweise vielen anderen Völkern das Leben kosten, auch und gerade den imkerlich gut betreuten Völkern, die importstark sind.

    Das ist für mich Grund genug:

    1. den Flügelschnitt zu befürworten. Imker, die 100%ig dafür garantieren können, daß ihre Völker in keinem Falle schwärmen bzw. daß jeder Schwarm eingefangen wird, mögen auf den Flügelschnitt verzichten.

    2. für eine Beteiligung an dem Forschungs- und Monitoringprojekt zu werben:

    https://www.beetrees.org/start

    selbstverständlich mit Fundortmeldung an das VetA.