Leere Futterwaben füllen???

  • Hallo,

    hab mal ne Frage:

    Kann man leere Futterwaben z.B. mit Apiinvert händisch füttern, oder gibt das ne zu große Schweinerei, oder sonstige Probleme?

    Danke

    Gruß Andreas

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Man kann leere Waben tatsächlich vorsichtig mit Fütter füllen. Geht auch mit eigenem Honig. Ist aber keine tolle Lösung, weil es viel Arbeit ist und beim Füllen Sauerei macht. Ein älterer Kollege macht sowas manchmal. Außerdem kann man die Waben nur teilweise füllen, weil der Rest sonst rausläuft und dann hast du auch Sauerei am Volk.

    Besser ist, wenn man Futtertaschen verwendet, die man direkt neben die Rähmchen mit den Bienen drauf hängen kann. Wenn es nicht zu kalt ist, nehmen sie daraus auch willig lauwarmes Futter ab. Noch besser und bei fast jeder Temperatur geht es mit Futterbeutel (Ziplock) oder Futterteig oben auf den Rähmchen drauf.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Am Besten ist aber wenn man im Spätsommer/Herbst genügend einfüttert, jetzt im Februar sollte das Futter noch nicht knapp werden! Der richtige Winterverbrauch startet doch gerade erst und man muss, in den meisten Gegenden, noch bis Mitte April überbrücken und/oder überleben...

  • Soweit die Theorie...

    Nicht jedes Volk hält sich an die Imkergedanklichen Vorgaben.

    Es soll auch Profis geben, die zur Zeit verwundert in die Kisten schauen. Rappelvoll mit Bienen, fast ohne Futter.

    Hab ich gehört.

    und selber gesehen

  • Klar, kann man machen. Große Sauerei, wenn man Pech hat nachfolgender Räuberei, und vielleicht nur zum drittel gefüllte Waben mit Futter.

    Aber: Bevor ich versuchen würde, (Leer-)Waben mit Futter oder Honig zu füllen, leg ich lieber Futterteig auf die Oberträger, am besten in Folie, um diese Sauerei klein zu halten.

    Alternativ Futter im Zip-Lock Beutel.

    Wenn es das Wetter zuläßt, Futtertasche.

    Aber das Beste ist immer noch im Herbst genügend aufzufüttern, damit nix schief geht.

    Ich entsorge im Frühjahr lieber ein paar Futterwaben (wenn ich die nicht für Ableger noch nutzen kann oder will) als dass ich mich auf Experimente zu Unzeiten einlasse.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Andreas K : Die hier geäußerten Bedenken sind alle zutreffend.

    Notfütterung ist am einfachsten mit auf die OT aufgelegtem Futterteigbeutel (auf der bienenzugewandten Seite einschlitzen als Einstieg für die Bienen) zu realisieren (#56):


    Bienen jetzt noch auffüttern


    Manche Imker füllen leere FuW händisch auf: waagrecht hinlegen, handwarmen FuSirup in dünnem Strahl in die Zellenreihen gießen + übergelaufene Sirupreste und Luftblasen mit dem Finger verreiben. Tropft beim Einhängen an das Brutnest immer etwas, verklebt Bienen und lockt Fremde an. Insgesamt also: nicht zu empfehlen.

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  • Manche Imker füllen leere FuW händisch auf: waagrecht hinlegen, handwarmen FuSirup in dünnem Strahl in die Zellenreihen gießen + übergelaufene Sirupreste und Luftblasen mit dem Finger verreiben. Tropft beim Einhängen an das Brutnest immer etwas, verklebt Bienen und lockt Fremde an....

    ..... und Ärger mit der Küchenchefin ist vorprogrammiert.....;)

  • HAllo,

    ich habe eigentlich keine Probleme mit zu wenig Futter - zumindest bis jetzt nicht...

    Hab mir halt überlegt, dass es doch schön wäre, wenn die man eine händisch gefüllte Apiinvert Futterwabe direkt an das Brutnest platzieren könnte.

    Somit hätten die Damen fast keine Arbeit.

    Dachte daran, dass manche im Sommer den Damen Wasserwaben zu Verfügung stellen.

    Trotzdem Danke

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis