Rähmchen schon im voraus einhängen??

  • Hallo Zusammen

    Ich besuche gerade den Imkerkurs und werde im April meine ersten zwei Völker erhalten worauf ich mich sehr freue. Es ist soweit auch schon alles hier vorbereitet und es stehen zwei Segeberger-Beuten hinterm Haus. Nun habe ich zwei Fragen:

    1. Ich habe gestern alle Mittelwände eingelötet und die Abstandshalter angebracht (DNM) und überlege nun....da es ja noch ca. 6 Wochen geht bis die Bienen kommen, ob ich die fertigen Rächen trotzdem schon in die Beute hängen kann? Oder hat das Nachteile in Bezug auf Sauberkeit, Verzug durch Luftfeuchte etc?? Aber ich denke das die paar Wochen "abhängen" in der Beute kein Problem ist, oder?

    2. Seltsamerweise passen in meine Segebergerbeute 12 statt 11 Rähmchen. Kann eigentlich nicht sein...ist aber (leider) so. Ich habe alles bei Voigt&Warnholz bestellt. Die Holzrähmchen 10844 Normalmaß und die Paschke Abstandshalter die ich immer auf der linken Seite oben und unten...und dann auf der Rückseite das selbe anbringen. Warum ist das so?? Habe ich da irgendwo einen Fehler???

    Wäre echt superklasse wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet.:):):):)

  • Hallo Reibeviech,

    auch wenn ich ebenfalls gerade erst den Imkerkurs mitmache, von mir eine Antwort ;)
    Der Abstand Wabenmitte zu Wabenmitte sollte im Normalfall 35mm betragen.
    Auch in die Hohenheimer Einfachbeute für Zander (Innenmaß 380mm) passen je nach Rähmchen teilweise 11 neue Rähmchen statt 10. Der restliche Platz wird mit der Zeit immer weniger, da die Rähmchen durch Wachs und Propolis immer dicker werden.

    Der übrige "Freiraum" wird entsprechend für das leichte verschieben der Rähmchen benötigt, wenn ein Rähmchen gezogen werden soll.


    Gruß,

    Christian

  • Ja, das ist fast normal. Eigentlich passen ca 11 3/4 Waben rein. Wenn du jetzt die Abstandhalter nur auf einer Seite des Rähmchens eingeschlagen (und leicht Schräg in der Beute) hast und die dann noch ein wenig Platt gehauen hast, passen auch 12 rein.

    Ein tipp, lass das mit dem Links einhauen sein, und Schlag alle Abstandshalter auf einer Seite ein. Die Segeberger hat auf einer Seite halbe Hoffmanseiten und auf der anderen Seite eine Flache Beutenwand, zu der kommen die Abstandshalter.

  • Eben,

    gleichmäßig Verteilen und nicht vergessen, am Rand etwas Luft zu lassen, dann sollte es passen. Ich würde mit dem Einräumen warten bis das Volk drinsitzt. Das kommt meist auf Rähmchen, Sodas Du den Rest einfach auffüllst. Wenn Du die voll besetzten Brutwaben einsetzt ist der übrige Platz plötzlich weg, wirst sehen.

    Viel Spaß, viel Glück, einen brauchbaren Standort, ausreichend Tracht übers ganze Bienenjahr und

    viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • In der Beute sind die Rähmchen erst mal am besten aufgehoben, da passiert ihnen nichts. Hängen ist besser als liegen. Ist ja nicht so, dass er 100 Beuten aus- oder einräumen müsste.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Beegeistert hat Recht, frische Segeberger schrumpfe ein halbes Jahr lang um etwa 1%.

    Bei mir passen nur 11 DNM Hoffmannrähmchen rein. Der etwas größere Abstand nach links oder rechts ist allerdings nicht ohne Grund da und hilft beim lösen der Rahmchen.

    Keine Sorge, sind erstmal die Bienen drin, wird es noch eng genug.

    Rähmchen bitte immer senkrecht aufhängen, ansonsten verziehen die sich mit der Zeit.

    Viel Erfolg beim Start

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • frische Segeberger schrumpfe ein halbes Jahr lang um etwa 1%

    Ja das hörte ich auch schon mal, konnte mir das aber gar nicht vorstellen. Aber wichtig ist mir, das ich da nichts falsch gemacht habe und dann letztendlich plötzlich wieder alles auseinander bauen muss und dann in Zeitnot komme. Schließlich soll mich die (Hobby) Imkerei ja auch ein wenig die Langsamkeit lehren.;)

  • Leider können kalte Mittelwände sehr schnell brechen. Wenn also jemand gegen die Beuten rammelt bei Frost, sind die Mittelwände ein lustiges Wachspuzzel. Im Keller etc. sollte das kein Problem sein, aber draußen vielleicht einfach bedenken.

    Grüße Wiebke

  • Aber wichtig ist mir, das ich da nichts falsch gemacht habe und dann letztendlich plötzlich wieder alles auseinander bauen muss und dann in Zeitnot komme. Schließlich soll mich die (Hobby) Imkerei ja auch ein wenig die Langsamkeit lehren.;)

    Ähm. Das sind jetzt 40 oder 60 Rähmchen, die innerhalb oder außerhalb der Kiste liegen oder hängen. Wenn Du damit schon in Zeitnot gerätst, dann brauchst Du Langsamkeit nicht mehr zu lernen. Alles gut!


    Leider wird das ansonsten mit dem Entschleunigen nichts. Wenn Du die Handgriffe beherrschst, hast Du plötzlich wieder mehr Zeit und Übermut, Dich auch um die zwei Ableger zu kümmern, die im Laufe des Jahres dazukommen, und dann läuft es so nett und der Winter ist lang und perfekt fürs Planen, Bauen und Einkaufen geeignet, weil man ja immer was brauchen kann, weswegen die Möglichkeiten des Vergleichs mit 6 oder 8 Beuten an zwei Standorten echt interessant wären, nicht zu vergessen der dauernde Input an Ideen und Größenwahn hier aus dem Forum, gut, den ganzen Krempel muss man verstauen und hin- und herfahren oder gleich mehr anschaffen und am Stand stehen lassen, und wenn erst mal im Winter gleich mehrere drohnenbrütig waren, ist es wirklich vernünftig, selber noch ein paar Königinnen als Ersatz zu überwintern, man weiß ja nie und zur Not werden die verkauft oder doch irgendwie selbst weitergeführt, damit im Frühjahr gleich Minis zur eigenen Königinnenvermehrung bereit stehen und es ist ja auch schön, wenn das gut klappt, wobei es anders bestimmt besser ginge, was man im nächsten Jahr ja mal vergleichsweise ausprobieren könnte...

    Statt Entschleunigung solltest Du Selbstbeherrschung und Demut anstreben. Das ist zwar genauso unrealistisch, hilft aber vielleicht, dem Traum der Entschleunigung länger träumen zu können.


    Grüße von Kikibee

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Jetzt verwirrt den Neuling doch nicht.

    Das von Kikibee beschriebene kommt mehr oder weniger alleine.

    Die Selbstbeherrschung bringen einem die Bienen schon mehr oder weniger schmerzhaft bei.

    Die Demut kommt dann bei den ersten Rückschlägen.

    In einem Punkt hat der Neuling allerdings recht.

    Hektik und Panik sind beim Imkern fatal und werden von den Bienen entsprechend quittiert....:saint:

    Wenn er das mit entschleunigen meint...


    Viel Erfolg beim Start.:thumbup:

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