Bestes Verfahren zur Gewinnung von Wachs aus geschnittener Drohnenbrut

  • Ich denke der Haupteffekt ist, dass die Drohnenwaben praktisch nur aus Wachs bestehen. Wenn man sich die Menge an Trester anschaut, die aus alten Brutwaben kommt, dürfte das deutlich werden.

    Außerdem kommen mir die Drohnenwaben keineswegs filigran vor. Ich schätze, da wird mehr Wachs verbaut als in Arbeiterinnenbrut, damit sie nicht unter dem Eigengewicht reißen.

    Das Wachs aus der Mittelwand wird teilweise zu Zellwänden verbaut. Auch das relativiert sich also.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Bei einem Arbeiterinnen-Rähmchen im Zandermaß sollte die Nettowachsausbeute ca. 30g sein:

    • 1 Zandermaß Mittelwand wiegt etwa 75-80g,
    • 1 Zanderwabe ergibt etwa 105-110 g Wachs!

    Von den 110g Brutto muss man ja noch die gegebene Mittelwand von 80g abziehen.


    Sollte eine Drohenwabe etwa das Gleiche wiegen, aber dabei aus 100% Neuwachs besteht oder bei Verwendung eines Anfangstreifens knapp drunter, dann ergibt sich ja quasi die mehr als dreifache Nettomenge.


    Auch ist das Wachs ja quasi unbelastet. Den Bereich um einen ggf. verwendeten Anfangsstreifen könnte man bei Bedarf auch vorher noch wegschneiden.

  • Hallo,

    es mag an meiner technischen Ausstattung vor etlichen Jahren gelegen

    haben, jedoch ist in mir aus dieser Zeit hängengeblieben das außer viel

    Sauerei und einer großen Menge an Eiweißträgern kaum etwas beim einschmelzen von Drohnenbau übrig blieb. Ich hatte sogar den Eindruck

    das recht viel Wachs in dem Maden Gemansche hängenblieb. Danach hab

    ich es halt gelassen und temporär relativ viele Schweinchen damit

    glücklich gemacht. Wie schon beschrieben ändern sich nun meine Rahmenbedingungen und ich will mit möglichst wenig Aufwand viel

    Wachs aus dieser Quelle ernten. Folgernd aus dieser Diskussion und Euren lieben Beiträgen werde ich es also zunächst mit der großen Schmelztruhe

    von Keller sowie der Hamag Wachsschleuder angehen, mal schauen wie das

    dann auch im angespannten Zeitfenster im Rahmen der Saison zu bewerkstelligen ist. Alternativ bleibt mir auch noch der direkte Hinweis eines

    Kollegen Drohnenbrut Material via Salz zu konservieren und im Winter zu verarbeiten. Auch das werde ich testen.


    LG

    Frank

  • Mit Salz zu konservieren ist mir jetzt neu (also nicht im allgemeinem, aber bei Waben). Gut als Großimker kann man nicht dutzende oder hunderete Waben im Gefrierschrank haben.


    Aber mal ne dumme Frage: Könnte man die Drohenwaben nicht entdeckeln und die Maden ausklopfen bevor man das Wachs einschmilzt? Für größere Mengen sicherlich unrentabel, aber die Idee schwirrt mir schon ne Weile im Kopf rum.

  • Ich kenne es so: Mit einem Messer die Deckel (und Köpfe) abschneiden und die Larven dann mit einem Wasserstrahl (Gartenschlauch/Brause etc.) ausspühlen. Das funktioniert recht gut, zumindest für eine Hand voll Waaben...

  • Aber mal ne dumme Frage: Könnte man die Drohenwaben nicht entdeckeln und die Maden ausklopfen bevor man das Wachs einschmilzt? Für größere Mengen sicherlich unrentabel, aber die Idee schwirrt mir schon ne Weile im Kopf rum.

    Gibt keine dummen Fragen. Fast keine:)

    Geht sehr schlecht, wenn überhaupt.

    Frische Waben brechen dir durch und gefrostete hat bei mir diesen winter auch nicht geklappt.

    Schon die Deckel entfernen war mühsam und raus sind sie auch nicht alle gekommen.

    Hängt sicher auch mit dem Larvenstadium zusammen.

    Vielleicht gibt es ja jemanden, bei dem es sehr gut klappt und den Trick verrät:/

  • Ich kenne es so: Mit einem Messer die Deckel (und Köpfe) abschneiden und die Larven dann mit einem Wasserstrahl (Gartenschlauch/Brause etc.) ausspühlen. Das funktioniert recht gut, zumindest für eine Hand voll Waaben...

    Selber gemacht, oder nur gehört/gelesen?

    Bei einer Imkerschulung gesehen und selbst ausprobiert.

    Es ging aber nicht um Wachsgewinnung, sondern darum die gereinigte Drohnenwabe wiederverwenden zu können.

    Je nach Wasserdruck und Alter der Waabe, bleibt die Waabe dabei mehr oder weniger heil.

  • Da ich mit Heißluftfön entdeckel ist der Wachs aus den Drohnenrahmen meine wichtigste Wachsquelle in den letzten Jahren gewesen.

    Das Drohnenwabenwachs stammt bei mir komplett aus dem von den Bienen selbst erstellten Wachs und ist somit viel zu Schade zum wegwerfen.

    Leider entspricht die von Frank gemachte Beobachtung meiner Erfahrung, dass relativ viel Wachs in dem Drohnenwachspuppen hängen bleibt.

    Versuche des mehrfachen anstellens des Dampfwachsschmelzers brachte nicht das gewünschte Ergebnis und ist aus Gründen der Energieeffizienz nonsens.

    Das ausklopfen der Drohnenmaden ist selbst bei meiner kleinen bescheidenen Imkerei schon aus Zeitgründen nicht machbar.

    Das Drohnenwachsschmelzen ist zudem eine der besten Varroavernichtungsmassnahmen die ich kenne.

    Das nicht genug Drohnen zur Standbegattung vorhanden sind, halt ich für ein Gerücht.

    Die Bienen legen immer noch genug Drohnenzellen an den Rähmchenseiten dafür an.

    Das gilt aber nicht für eine gezielte Zucht.

    Leider werde ich 2019 mit Naturwabenbau starten müssen. Mein Bienenbestand ist zu sehr gewachsen und ich habe nicht genug Eigenwachs für die Eigenwachsumarbeitung. Kaufen möchte ich keinen fremden Wachs mehr.

    Daher bin ich auf einen eigenen Wachskreislauf angewiesen.

    Ergo werden meine Imkernachbarn jetzt mit meinen Drohnen versorgt.

    :D:D:D

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • ...werde ich es also zunächst mit der großen Schmelztruhe

    von Keller sowie der Hamag Wachsschleuder angehen...

    Alternativ bleibt...Drohnenbrut Material via Salz zu konservieren und im Winter zu verarbeiten. Auch das werde ich testen.

    Frank Osterloh : Ein Erfahrungsbericht ggf. mit Ausbeutequoten zu gegebener Zeit wäre sehr nett und interessant.

  • ...werde ich es also zunächst mit der großen Schmelztruhe

    von Keller sowie der Hamag Wachsschleuder angehen...

    Alternativ bleibt...Drohnenbrut Material via Salz zu konservieren und im Winter zu verarbeiten. Auch das werde ich testen.

    Frank Osterloh : Ein Erfahrungsbericht ggf. mit Ausbeutequoten zu gegebener Zeit wäre sehr nett und interessant.

    Hallo,

    ist doch klar, wird gemacht. Hab nun auch mal meinen Sohn beauftragt sich in seiner Berufsschulklasse zu der Ausgangsfragestellung umzuhören. Da büffeln (und feiern) aktuell ja die Imker Azubis aus der ganzen Republik.


    LG

    Frank