Bestes Verfahren zur Gewinnung von Wachs aus geschnittener Drohnenbrut

  • Dampfwachsschmelzer aufstellen, daneben n Topf mit Wasser, Ausschmelzen, den Trester in den Topf mit Wasser und von da rüber in ne Presse.

    Alternativ evtl. über die Anschaffung der Hanomag Wachsschleuder nachdenken?

  • Hi Silversurfer

    Beim Frank gehts da um andere Dimensionen.

    Vermutlich hat er sich ausgerechnet dass aus de Drohnenwaben Wachs im oberen Zweistelligen bereich pro Jahr rauskommt.

    Da lohnt sich dann schon einiges an Invest...

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Hallo,

    gesucht wird ein ökonomisches Verfahren zur Wachsgewinnung aus ausgeschnittener Drohnenbrut. Hierbei geht es um größere Mengen.

    ....stellt sich mir die Frage:

    frische Drohnenbrutwabe => großer Waschbottich (100 L) mit heißem Wasser und die Wachswaben dort einschmelzen. Drohnenpuppen abseihen, Wasser mit dem Wachs in Kübeln laufen lassen, auskühlen lassen, fertig für die MW-Herstellung oder anderweitiger Verwendung.

    Es geht auch wir unten beschrieben


    oder

    alte Drohnenbrutwaben mit Häutchen => das wirds etwas schwieriger, weil die Häutchen sich mit Wasser und Wachs vollsaugen. Wir haben dies insofern gelöst, als dass wir mehrere alte Spülmaschinen umgebaut haben, die Rähmchen dort eingehängt haben und das Ganze per Dampf eingeschmolzen habe. Das Wachs/Wassergemisch was unten durch das Sieb rauskam, wurde in Kübeln aufgefangen, auskühlenn lassen, ein wenig den Wachsblock unten abkratzen, fertig für die MW-Herstellung. Die Sauerrei mit dem Trester haben wir so gelöst, indem wir diesen einfach mittel Sieb in der Spülmaschine aufgefangen haben. Zuvor wurde dieser aber noch etwas ausgepressen um die Wachsausbeute etwas zu erhöhen. Es ist aber auf jeden Fall keine schöne Arbeit.

    Den trockenen Trester verwenden wir zum Anheizen des Kachelofens. Brennt super.


    Sicherlich geht es einfach und schneller mit dem Wachseinschmelzer von Hamag. Den kenne ich von einer Firma hier in der Nähe, welche in dieser Weise Altwaben aufarbeitet (bringen die Kunden) und mit dem Wachs dann MW für den Verkauf herstellt. Das Gerät kostet aber und der Stromverbrauch liegt bei 4-5KW. Dazu brauchst Du einen Starkstromanschluss. Aber es geht schnell.


    Jonas

  • Hallo Frank,


    im Schmelzer von Keller mit dem Militärdampferzeuger geht das doch gut.

    Locker reinschichten, am Ende noch ein zwei mal Rühren... fertig. Umso frischer geschnitten, desto besser.

    Bringt ca. 80g pro Dadantabe und schönes weißes Schweinefutter.


    Alternativ den Damp-O-Fix. Da muß man nur anmachen und am Ende leer schaufeln.


    Grüße,

    rekmi

  • Statt mit Hitze kann man auch mit Frost arbeiten -> Auf der Apimondia gewann die Fa. Wilara den ersten Preis "Beste technische Erfindung für die Imkerei" mit ihrer "Bienenbrot-Erntemaschine". Die gibt es als Tischgerät (BBM mini) und als Standgerät (BBM profi, verarbeitet 100 kg/h):

    https://wilara.lt/de/bitininky…kiu-ir-pikio-ruosimui-de/

    Ich selbst benutze die BBM mini, um tiefgefrorene Drohnenbrut vom Wachs zu trennen. Das funktioniert um so besser, wenn man schnell und zügig arbeitet bzw. in kalter Umgebung (vorzugsweise bei Frost). Hier habe ich das näher beschrieben und ein Hersteller-Video verlinkt (*53, 56, 59):

    Drohnenmaden zubereiten

    Was bei der Tischmaschine am meisten Zeit kostet: Von den Waben ca. 8 cm breite Abschnitte abzubrechen, damit sie in den Einfüllschacht passen + die Schublade für die Wachssplitter zwischendurch immer mal wieder zu leeren. Ich bin mit dem Ergebnis der Wachstrennung ganz zufrieden. Allerdings befinden sich im Wachstrester noch geschätzt ca. 5% Drohnenpuppenstücke (meist Bruststücke), die beim Shreddern zerbrachen und durch das Siebgitter in die Schublade für Wachsreste fielen. Wenn es kalt genug ist, kann ich diese Massen noch händisch aussieben. Einige Puppenreste bleiben aber doch zurück. Aber man muß das Wachs ja ohnehin zu einem Kuchen einschmelzen. Ich gebe die Masse dann in den Dampfwachsschmelzer mit hinein und bin ganz zufrieden. Ob die BBM profi einen besseren Reinheitsgrad beim Wachs erzielt, weiß ich nicht.

  • p.s.: Ich könnte mir nach den praktischen Erfahrungen mit der BBM mini gut vorstellen, daß die BBM profi das Wachs besser abtrennt, da sie mit einem Seperatorgebläse arbeitet statt mit dem schrägstehenden Gitterrost der mini.

    Für das Trennverfahren gilt aber: Die DrW müssen möglichst frei von Honigzellen sein, sonst verklebt es beim Shreddern und mindert die Separation.

  • Hallo ribes,

    ich habe dieses Teil auch schon live gesehen.

    Beim Meister Osterloh werden es aber große Mengen sein.

    Ob er einen Kühlraum hat? Oder bis in den Winter warten kann?

    Dann sollten auch keine Futterreste drin sein. Das verklebt die Maschine selbst bei Frost.

    Ich benutze dafür meinen Dampfwachsschmelzer (Zargenturm mit V2A Trichter).

    Da hängt ein GN Behälter mit Löchern drin.

    Das geht für meine paar Völker ganz gut, aber die Löcher könnten noch etwas größer sein.

    Einen Waschkessel habe ich auch noch. Wollte ich auch nochmal testen.

    Alle Waben rein und dann mit dem Sieb rausholen. Mist ist blos, das Wachs oben schwimmt:(:(

  • Blütenbiene : Neben dem Problem, daß Wachs immer oben schwimmt (und die gegarten Maden auch) ist der Engpaß doch immer die diskontinuierliche Arbeitsweise: Alle Nasenlang muß man die Gerätschaften öffnen, vom Trester befreien, Behältnisse leeren bzw. neu füllen.

    Die BBM profi dagegen könnte (nach der Beschreibung, nie in Betrieb gesehen) dieses Problem auch für größere Mengendurchsätze (Stundenleistungsangabe des Herstellers: 100kg!) durch Kombination der Verfahrensschritte Shreddern und Materialtrennung durch Gebläse gelöst haben.

    Bei meiner BBM mini wird ja die Separation durch Shreddern, Zentrifugieren incl. Nutzung des dabei entstehenden Luftzuges und rein mechanisch durch anschließende Zwangspassage über ein Schräggitter erreicht mit dem genannten Reinheitsgrad von geschätzt 95%. Dieses Ergebnis finde ich in Anbetracht der Kompromisse im Separationsverfahren durchaus beachtlich. Bei der Profimaschine dagegen kommt mit dem Gebläse ein in industriellen Verfahren bereits vielfach bewährtes Separationsverfahren zum Einsatz, das m.E. deutlich höheren Reinheitsgrad verspricht. Der Gewichtsunterschied zwischen den feinen geshredderten Wachspartikeln und den gefrorenen Drohnen ist auf jeden Fall groß genug dafür, selbst wenn Drohnenpuppen beim Shreddern in der Taille brechen.