Honig im Kühlschrank feincremig kristallisieren lassen

  • Er ist auf der Zunge noch sehr unkristallig-geschmeidig und sieht nach dem Rühren eigentlich auch schön glatt aus, aber der Perlmuttschimmer war schon beim Reinrühren vom Impfhonig da.

    Demnach hatte er schon mit der Kristallisation angefangen, und zwar mit feinen Kristallen, und dann hast du noch andere, feine Impfhonig-Kristallisationskeime hinzugegeben. Die feinen Kristalle werden sich jetzt sehr schnell auch im restlichen Honig ausbreiten, ich sehe keinen Grund dafür, dass die plötzlich groß werden sollen. Für mich spräche nichts dagegen, noch heute Abend abzufüllen, bevor du zu spät bist und am nächsten Morgen einen Lolli hast. Man muss nicht immer geimpft haben, um eine gute Konsistenz zu bekommen.

    Ach ja, mit Bohrmaschine finde ich keine so gute Sache, besser geht ein Mörtelrührer mit Honigrührer-Aufsatz bei niedrigen Umdrehungen - der hat auch deutlich mehr Kraft beim Drehen wegen der erstklassigen Getriebeübersetzung, und man überrührt den Honig nicht so schnell.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Glaube die letzten Hinweise sind gut für cremigen Honig.

    Allerdings ist das Titelthema "Honig im Kühlschrank feincremig kristallisiern lassen" und nicht "Honig cremig rühren und dann im Kühlschrank lagern" ;)

  • Man muss nicht immer geimpft haben, um eine gute Konsistenz zu bekommen.

    Stimmt - ich war aber so verpeilt, dass ich das mit dem "der ist von alleine schon so weit" erst realisiert habe, als der Impfhonig schon reingekippt war.

    Ach ja, mit Bohrmaschine finde ich keine so gute Sache, besser geht ein Mörtelrührer mit Honigrührer-Aufsatz bei niedrigen Umdrehungen

    Meinst du mich? Ich rühre nicht mit der Bohrmaschine, sondern mit Mörtelrührer.

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    Sorry für das Entführen des Threads - zurück zum im Kühlschrank feincremig kristallisieren lassen:


    Letztes Jahr hat das mit dem Kühlschrank zwar zu tollem, feincremigem Honig geführt, aber auch zu Blütenbildung. Die stören mich nicht, aber man muss sie halt ständig erklären. Habt ihr einen Weg um die Blüten zu verhindern?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Suche mal, da gab es schon Threads mit Hinweisen zu Blütenbildungsvermeidung.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Glaube die letzten Hinweise sind gut für cremigen Honig.

    Allerdings ist das Titelthema "Honig im Kühlschrank feincremig kristallisiern lassen" und nicht "Honig cremig rühren und dann im Kühlschrank lagern" ;)

    Die Begriffe sind teilweise etwas unklar.

    "cremig" und "feincremig" ist für mich "Zähflüssig", das bekomme ich, wenn ich festen Honig mit dem Rapido durchrühre, die Kristalle dadurch rundgeschliffen werden und sich nicht mehr verhakeln können.

    "Feinsteif" ist für mich, wenn ich eine Messerspitze Honig aus dem Glas nehme, und diese dann eine Woche später immer noch genau so zu sehen ist - gleichzeitig auch streichfähig und feine Kristalle.

    "hart" ist wie "feinsteif", nur dass man das Messer im Glas ansetzen muss und dann das Glas dreht, um Honig irgendwie herauszubekommen.

    Ich möchte feinsteifen Honig ;) der dann im Kühlschrank (hoffentlich) so auskristallisiert. Mit der Gefriertruhen-Taktik mit anschließender Fertigkristallisation im Kühlschrank hat es bisher gut geklappt, sind aber erst zwei Durchläufe gewesen, nach zehn Durchläufen weiß ich mehr :)

    Ich rühre mit Borhmaschine und Honigrührstangenaufsatz

    Meinst du mich? Ich rühre nicht mit der Bohrmaschine, sondern mit Mörtelrührer.

    Aaaah ja :)


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Satia - ist zwar ganz kurz OT (wenn es um Rührer geht und Nachfragen dazu, können wir gerne einen weiteren Thread öffnen), aber ich habe genau den gleichen Rührer wie du. Damit bekommst du extrem leicht Abrieb, das hatte ich zu meinem Leidwesen schonmal und den Rührer daher für ca. 40 Euro mit Ring drumherum schweißen modifiziert. Nur als Anregung, weil Mikroplastikspäne im Honig braucht wirklich keiner und es ist ein Riesen-Bock, der einem die ganze Saison versauen kann, wenn das passiert.

    Schöne Grüße - Matthias

    Rührer_mit_Ring.jpg

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Aaaah ja :)

    LOL - Frauen und ihre Beschreibung technischer Geräte ^^ alles was sich dreht kann in meinem Kopf offenbar auch bohren ^^ - dabei bin ich in unserem Haus tatsächlich als "Bob, die Baumeisterin" bekannt. Es ist in der Tat ein Mörtelgerät, wie ich ja glücklicherweise mit den Bildern belegen konnte.


    Das mit dem Ring ist eine super Idee.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Kann ich bestätigen, was für eine Riesensch... und im Anschluß Woilerei, um das wieder gerade zu biegen ||

    Satia bezüglich der Blütenbildung die Gläser erwärmen, Übung und Dein eigenes Gefühl entwickeln... Von Mikrowelle bis Spülmaschine, warmes Wasser usw. gibt es da etliche Tipps!

    Ansonsten sieht es doch schon gut aus bei Dir, Glückwunsch :) .

    Ich mache das ansonsten wie Du, impfe und rühre leicht vor, so dass dieser Perlmutt-Glanz kommt und dann in den Kühlschrank. Ich finde das Ergebnis für meinen Geschmack hochwertiger. Und "feinsteif" in dem Sinne mögen die meisten meiner Kunden gerade nicht so, sondern wünschen sich dieses "etwas weichere und cremigere" Gefühl...

    Jeder wie er mag... LG Rudi

  • Ich rühre mit Spirale in Edelstahlgefäßen, um Abrieb zu vermeiden. Sobald der Honig nach dem impfen beim Rühren leichten Perlmutschimmer zeigt, lass ich ihn ein paar Stunden stehen und fülle dann in handwarme Gläser. Die stehen über Nacht bei Raumtemperatur. Dann packe ich die in den Kühlschrank oder Gefrierschrank und lasse sie dort fertig kristallisieren. Blütenbildung gibts nach meiner Beobachtung eigentlich nur, wenn die Temperaturen dabei viel schwanken (wie im Wohnmobilkülschrank als Ausweichquartier) oder das Glas beim einfüllen kälter als der Honig ist.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Im folgenden Bild ist „Ganzjahreshonig“, geerntet am 5.8., zu sehen. Feinsteif!

    Bei der Ernte gab es kleine Wabenbereiche mit Kristallen.

    Der Honig wurde nicht gerührt und wurde nach dem Abfüllen sofort in den Tiefkühlschrank gestellt.

    Nach etwa einer Woche sah er sehr „rapsig“ aus. Direkt nach dem Auftauen war 82168CF1-901E-4FAC-8DFA-E39F112258B0.jpger so wie auf dem Bild zu sehen.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Na also, geht doch. So sieht ein gutes Produkt aus, und zergeht auf der Zunge. 👍


    Gruss

    Ulrich

    :)

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Was passiert eigentlich, wenn man geimpften Honig länger als nötig in der Kühlung stehen lässt? Passiert überhaupt etwas?


    Hatte mal Eimer, die superfeine Kristalle hatten, aber steinhart waren. Die standen sehr lange bei 6 Grad.

    Wurden dann eben zum Abfüllen erwärmt, daraufhin blieben sie im Glas 'dickflüssig' - nicht wirklich schlimm, aber auch nicht das, was ich will.


    Der Logik nach dürfte unnötig lange Kühlung keinen Nachteil bringen.

    Kristalle entstehen und wachsen, bis eben Schluss ist - daran ändert über diesen Punkt hinaus die Temperatur vermutlich auch nichts mehr.


    Aber: warum wurde der Honig damals so knüppelhart?


    Hat Kühlung über den optimalen Punkt hinaus Nachteile?