Honig im Kühlschrank feincremig kristallisieren lassen

  • Oh je, das mit dem Honig cremig rühren scheint ja nicht so einfach zu sein, wie in den you tube Videos oft gezeigt wird.

    Gibt es hier so etwas wie die meist genutzte Art die sicher klappt und dem Honig nicht schadet?


    Danke und Grüße,

    Andy

  • Hallo, mit dem Auf und ab mehrmals täglich. Das ist aber vielen zu unbequem. Für ein Rührwerk ist der Stacheldraht im Portmonai zu spitz, als werden mehr oder wenig gute Lösungen gesucht.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • ...würde mich mal interessieren, welche Temperatur der Honig im Eimer vor und nach dem Rühren hat.

    Der Honig wird nicht viel wärmer beim rühren. Ich hab es nicht gemessen, aber nach dem Rühren mach ich immer nochmal eine Löffelprobe zum probieren und zum Messen des Wassergehalts. Gefühlt hat der gerührte Honig jedenfalls höchstens 23-24°C wenn es vorher 20-21°C waren. Von der Schaumbildung machen sich manche vielleicht auch ein falsches Bild, darum hier mal ein richtiges:

    20B_7718kl.jpg

    Den Honig habe ich gestern von 15-16 Uhr gerührt. Der Doppelpropeller ist dabei im 40 Kg Hobock im unteren Drittel platziert und zieht weder großartig Luft in den Honig, noch schrabt er an der Wand oder dem Boden. Es werden lediglich die groben Kristalle in kleine feine zerschlagen und so wird auch der abgefüllte Honig im Kühlschrank innerhalb 2-3 Wochen sehr schön feinchremig und fest.

  • Bei Honig, der Kristalle enthält, egal ob grosse, oder klein zerschlagene, kann man keinen Wassergehalt messen. Jedenfalls nicht mit einem Refraktometer.


    Ich habe natürlich Mist geschrieben.
    Messen kann man schon, aber das Messergebnis hat nichts mit dem Wassergehalt des Honigs zu tun.


    Gruss

    Ulrich

  • 20B_7718kl.jpg

    Den Honig habe ich gestern von 15-16 Uhr gerührt. Der Doppelpropeller ist dabei im 40 Kg Hobock im unteren Drittel platziert und zieht weder großartig Luft in den Honig, noch schrabt er an der Wand oder dem Boden. Es werden lediglich die groben Kristalle in kleine feine zerschlagen und so wird auch der abgefüllte Honig im Kühlschrank innerhalb 2-3 Wochen sehr schön feinchremig und fest.

    Wenn ich mir das Nachher-Bild so anschaue, dann sieht das für mich nach Honig, der sich aktuell in der Kristallisationsphase befindet, aber nicht nach einem Honig, der im Eimer komplett fest auskristallisiert ist war.
    Als Beispiel mal ein Bild eines 25-kg Eimers flüssige Sommertracht aus diesem Jahr, da ist direkt nach dem Impfen mit 2kg Impfhonig mehr Perlmuttschimmer zu sehen, als in deinem Eimer.

    20201218_130947[1].jpg


    Den Eimer habe ich 2 Tage und 4 mal Rühren später zum Impfen für das gekühlte 300kg Rührwerk genutzt.

    Ergebnis genau wie gewünscht - feincremig aber 'Krater' auch nach 24 Stunden nicht zugelaufen:

    20201218_131935[1].jpg

    Der Honig wird nicht viel wärmer beim rühren. Ich hab es nicht gemessen, aber nach dem Rühren mach ich immer nochmal eine Löffelprobe zum probieren und zum Messen des Wassergehalts. Gefühlt hat der gerührte Honig jedenfalls höchstens 23-24°C wenn es vorher 20-21°C waren.

    Vielleicht könntest du ja beim nächsten Eimer mal messen.


    Gruß,

    Christian

  • Dazu müsste man vielleicht noch ergänzen, dass der Honig je fester er wird, um so mehr Wärme erzeugt wird beim rühren.

    (Zumindest würde ich das so, ohne es gemessen zu haben, rein physikalisch so voraussetzen)

    Beim Bild von Kruppi würde ich auch einen fast flüssigen Honig sehen.

    Da wird die Wärme noch keine große Rolle spielen, ist ja eh noch flüssig.

    Rein vom Bild her, würde ich den noch gar nicht rühren, mal mit einem großen Schaber durchgehen um zu sehen was sich unten im Eimer so abspielt. In diesem Stadium geht es eigentlich mehr um ein gleichmäßiges vermischen und homogenisieren als um wirklich rühren. Dafür taugt leicht ein Auf/Ab.


    Bilder von el schnorro :thumbup:


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Hallo zusammen,


    auch nach nochmaligem Lesen des ganzen Fadens scheinen mir drei Verfahren nebeneinander zu stehen. Allen gemeinsam ist erst impfen, dann homogenisieren und dann abfüllen, dann beginnen die Unterschiede:


    - Entweder dann die Gläser in der Gefriertruhe auf -18°C abkühlen und die sich anschließend über ca. 5 Tage auf RT erwärmen lassen (z.B. #7).

    - Oder die Gläser nach dem Abfüllen für ca. drei Wochen in den Kühlschrank bei typsicherweise ca. 5°-7°C stellen (z.B. #26).

    - Oder die Gläser in eine dank Steckdosenthermostat relativ „warme“ Kühltruhe bei ca. 13°C stehen lassen (z.B. # 55)


    Habe ich etwas übersehen oder klappt das wirklich alles und es ist einfach Geschmacksache, welches man wählt?


    (Das Rühren im gekühlten Rührwerk wie von Ralph beschrieben lasse ich jetzt mal weg.)


    Danke!


    lg Axel

  • Ich habe letzten Herbst die Kühlschrankmethode ausprobiert, Sommertracht mit feincremiger Frühtracht geimpft und homogenisiert und abgefüllt - ab in Kühlschrank für zwei Wochen. Honig ist cremig geworden aber es kommt bei einigen Gläsern zu Blütenbildung und diese weißen Stellen auf der Oberfläche haben eigentlich fast alle. Ist das bei euch auch so oder was mache ich falsch?