Honig im Kühlschrank feincremig kristallisieren lassen

  • Wenns schnell gehen muss, nehme ich manchmal auch die Mikrowelle...

    Einfach ein paar leere Gläser in das Gerät und einschalten. Mit ein wenig testen bekommt man die richtige Zeit heraus - bei mir sind es nur ein paar Sekundendekaden

  • Das auf den Fotos ist eben Honig, aber hier wird von anderen Ansprüchen geredet. Er soll feincremig, ohne spürbare Kristalle sein.


    Gruss

    Ulrich

    Und es soll auch nur Honig sein.


    Und von wessen Ansprüchen sprichst Du?

    Dich stören die „spürbaren“ Kristalle!?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Und wo habe ich was von Qualitätsprodukt geschrieben?


    Und ich habe das nicht für Jungimker …!


    Und Henrys Urteil?

    Er muss nicht gnädig sein. Er kann seinen Honig als Maßstab von mir aus jedem interessierten Kollegen anpreisen.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Da ich jetzt mit dem Rühren langsam mal anfangen möchte, möchte ich ebenfalls impfen. Der Honig vom letzten Jahr ist relativ fest aber ansonsten wunderbar fein weshalb ich ihn natürlich gerne zum Impfen benutzen möchte. Kann ich den, so relativ fest wie er ist, Löffel für Löffel in die Eimer reinpacken, oder muss ich den erst wieder flüssig machen?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • flüssig machen ist für das Impfen eher nicht zu empfehlen, aber besser fließfähig durch leichtes Erwärmen schon.
    Ich habe einmal mit zu wenig fließfähigem Honig geimpft. Dann bleiben "Klumpen", wenn du nicht zu lange rühren willst bis die alle verteilt sind. Im cremigen Honig sind sie mir nachher nicht so aufgefallen wie beim Abfülllen als kleine Klümpchen. Seitdem achte ich jedenfalls drauf, dass der Honig beim Impfen gut aus dem Glas geht, dann lässt er sich auch besser gleichmäßig verteilen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Es ist einfacher, in den angewärmten (nicht flüssigen) Impfhonig die ca 3 fache Menge kühlen flüssigen Honig einzurühren. Dann hat man einen relativ homogenen, leicht unterzurührenden schon gestreckten Impfhonig.

    Der verteilt sich so viel besser. Dann die Rührmaschine mit der Gesamtmenge ca eine Stunde laufen lassen. Mit schnell drehenden Geräten entsprechend kürzer.


    Gruss

    Ulrich

  • Danke euch beiden. Das hilft mir sehr weiter.

    Stand-Rührgerät hab ich nicht. Ich rühre mit Borhmaschine und Honigrührstangenaufsatz. Bei drei Bottichen dann insgesamt drei Stunden rühren schaff ich nicht. Also zügiger mit mehr Umdrehungen 😊

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • ... Kann ich den, so relativ fest wie er ist, Löffel für Löffel in die Eimer reinpacken, oder muss ich den erst wieder flüssig machen?

    Erwärmen bis zähflüssig ging bei mir gut. Apfelmuskonsistenz. Wenn er zu fest ist, gibt's wie beschrieben kleine Stückchen dazwischen.


    Der zweite "Gefriertruhen-Test" ist bei mir inzwischen durch. Der Kleehonig ist, mit 3% Rapshonig geimpft, perfekt feinsteif geworden.

    Wieder erwärmter Rapshonig, mit anderem Rapshonig geimpft, ist ebenfalls feinsteif, dabei aber recht fest.

    Wieder erwärmter Rapshonig mit Schnellsieben dass nicht alle Kristalle aufgelöst waren, ist feinsteif aber mit leicht sandiger Konsistenz wie von feinem Sand geworden. Mag ich sehr gerne so.

    Das die drei Experimente, vielen Dank nochmal für die klasse Anleitungen, es funktioniert! :)


    Schöne Grüße - Matthias

    "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Afrikanisches Sprichwort

  • Bohr ne ... erst tat sich bei meinem Honig kristallisierungsmäßig gar nix, was nicht verwunderlich ist, weil viel Linde drin ist, aber dann hab ich es wegen 78549032 anderen Dingen aus den Augen verloren, regelmäßig nachzugucken und hab dann einfach vorgestern den Impfhonig reingerührt, und dabei festgestellt, dass es jetzt schon fast zu spät war. Ich hoffe, dass das Rühren jetzt noch erfolgreich ist. Er ist auf der Zunge noch sehr unkristallig-geschmeidig und sieht nach dem Rühren eigentlich auch schön glatt aus, aber der Perlmuttschimmer war schon beim Reinrühren vom Impfhonig da.

    Meine Überlegung ist es jetzt, mindestens 10 Tage jeden Tag pro Bottich 5 Minuten ordentlich zu Rühren um sicherzustellen, dass die Kristalle klein bleiben, dann abzufüllen und es dann in den Kühlschrank zu verfrachten.

    Meint ihr das klappt?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."