Wintereinfütterung - langsam oder schnell?

  • Hallo, zusammen,
    wie haltet Ihr es mit der Wintereinfütterung?
    Kleine Mengen jede Woche oder alles in zwei großen Gaben?
    Die Meinungen in den Büchern gehen da sehr auseinander, deswegen würde ich gern wissen, wie Ihr das macht.
    Hier in der Gegend ist trachtmäßig nichts mehr zu erwarten; wenn das Wetter so bleibt, werde ich eh füttern müssen...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    wenn du schon jetzt mit dem Auffüttern beginnst meine ich sollte das langsam gemacht werden. Da durch wird noch mal kräftig Brut erzeugt, was ja nicht schaden kann! Anders ist es wenn noch eine Spättracht wie Tanne oder Heide genutzt wird, dann würde ich schnell auffüttern!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Sabine


    Ich habe letzte Woche angefangen die Ableger zu Füttern und zwar mit selbstgemischten Futterteig.
    Ich nehme normalen Zucker mit nen bisschen Kochendem Wasser übergießen und mixen.
    Das Zeug hat den Vorteil das die Bienen es nicht so schnell aufnehmen und zusatzlich ist es noch schonend für den Geldbeutel.

  • Hallo Sabine,
    die Linde steht teilweise in voller Blüte und könnte noch etwas bringen wenn das Wetter mitspielt. Dort wo es derzeit noch ungewiss ist, ob der Sommer noch etwas bringt, empfehle ich eine Zwischenfütterung mit Honig. Bei den "Segebergern" mit dem hohen "Celler-Boden" läßt sich das gut von unten machen. Von hinten ca. 500 Gr. reingeschoben und fertig ist die Laube. Immer nur kleine Mengen reichen, damit das Volk in Brut bleibt.


    Wenn nun wirklich nichts mehr zu erwarten ist, dann langsam in kleinen Mengen auffüttern, damit das Brutnest nicht jetzt schon mit Winerfutter vollgeknallt wird.


    Für starke Völker bietet sich Futterteig an.
    Futterteig wird nur langsam umgetragen.


    Nach der letzten Schleuderung und der sich anschließenden Zwischenfütterung (etwa 5 Ltr.AMBROSIA etc.)unbedingt die 1.Varroa behandlung durchführen.


    Herzliche Grüße
    Harzbiene

  • Hallo Wendt,


    So was hab ich frühr auch gemacht, bis ich folgendes Erlebniss hatte!
    Bei uns musste am Dach etwas erneuert werden. Die Zimmersleute benutzten eine riesige Plane um das Dach Nachts abzudecken. An einem Tag regnete es auch und zum Trocknen wurde die Plane auf unsere Wiese vor die Völker (16 Stück) gelegt, welche nach deiner Methode 3 Tage zuvor gefüttert wurden. Am Abend wollten die Zimmersleute die Plane zusammenlegen und riefen mich herbei, weil rätzelhafte weise Krümel auf der Plane waren! Erst wusste ich nicht was es war bis ich auf den Zucker gekommen bin. Wir sammelten ihn ein und es waren knapp 3 Kg! was da zusammen kam! Seither füttere ich nur noch flüssig!!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Das habe ich auch schon bei einem Volk festgestellt da war ein richtieger Weißer haufen dafor ich vermute das die den Zucker rausgetragen haben weil sie nicht genug Wasser hatten.
    daher habe ich gestern mal den Futterteig nicht auf die Rähmchen gelegt sondern habe ihn in kleine Schüsseln getan wasser drauf und umgerührt.
    Bin mal gespannt wie sie das annehmen


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Wendt von Gemmingen am 2002-07-03 14:14 ]</font>

  • Hallo Imkerkolegen !


    Wenn bereits jetzt mit der Wintereinfütterung begonnen werden soll, empfehle ich kleine Gaben (1/4 Liter pro Volk alle zwei, drei Tage) z.B. über eine Futterzarge. Am besten Sirup 1:1 mit Wasser mischen, das spart Zeit und Geld und die Bienen brüten kräftig weiter. Auch bei schlechterem Wetter sind gerade von der nun blühenden Winterlinde noch gute Erträge zu erwarten, habe gestern einige Deckel kaum hochbekommen ! Zügiges auffütern in möglichst wenigen Gaben empfiehlt sich nach der Tannen bzw. Heidetracht.


    Desweiteren bestehen noch gute Trachtaussichten aus Phacelia, Buchweizen, Waldblüte, Sonnenblume, Weißklee und Heideblüte. Auf guten Böden kann sogar der Gelbsenf noch Erträge bringen.......
    Also mal rumschauen und wandern, die Bienen machen es uns doch schon von sich aus vor, indem sie fehlender Tracht ihren Sammelradius deutlich vergrößern.


    Grüße Frank


    http://www.imkerei-osterloh.de



    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Frank Osterloh am 2002-07-03 16:38 ]</font>

  • Habe am Wochenende alle Völker abgeschleudert und werde in nden nächsten Tagen das erste mal füttrn. Ich bin bisher gut mit mehreren Gaben gefahren. Das erste Mal 5 Kg 1/1 Zucker/Wasser im umgestülpten Futtereimer. Dann Varroabekämfung mit AS. Danach Kontrolle aller Waben und dann nochmal die gleiche Menge Futter pro Volk. Ende August gibts dann mindestens noch einen weiteren Futtereimer. Bei uns ist es mit der Tracht jetzt vorbei, lediglich der Weissklee bringt noch was, ansonsten ist Erholung angesagt. Dies Jahr war bisher mein bestes Honigjahr ! ( Bergisches Land, Nähe Gummersbach )


    Hans Kamann

  • Moin Leute
    da es in unseren breiten wohl mit dem sommer vorbei ist, werde ich nun mit dem füttern beginnen. ich werde wie in der vergangenheit sirup füttern, ist die einfachste lösung und habe eben das sch... rühren nicht
    da wir bei uns im verein in diesem jahr mit der bösartigen fauelbrut gegeißelt waren und ich einen stand mit sanieren geholfen habe werden wir im oktober eine futterkransprobe entnehmen und geschlossen im labor analysieren lassen. diese maßnahme empfehle ich jedem verein und berufsimker, denn so eine sauerei möchte ich auf meinen stand nicht erleben und gönne es auch keinem anderen. es gibt leider kollegen die es mit der sauberkeit siener gerätschaften und vorallem mit der bauerneuerung (3 jahren) nicht so genau nehmen. diese brüder wandern dann auch noch und verbreiten so diese pestilenz.

  • hallo
    schnelle auffütterung ist nicht sehr gut weil die bienen dann zu wenig platz für brut haben.ich gebe kleine portionen und dann mitte august immer mehr so hab ich die sicherheit das genug winterbienen vorhanden sind und im frühjahr auch was in der kiste habe.


    gruß michael2

  • Hallo zusammen
    Im letzten Jahr habe ich unter Anweisung jedem Volk 1 Eimer Futtersirup(Fertigfutter)gegeben.Nun meine Frage.Wie errechne ich die benötigte Futtermenge pro Volk?(Wirtschaftsvolk/Ableger).Im "Handbuch der Bienenkunde"(Haltung und Zucht der Biene)ist von veschiedenen Mischungsverhältnissen die Rede,wobei die Lösung 5:3 empfohlen wird.
    Auf Antworten freue ich mich.
    Mit vielen Grüßen Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido, am häufigsten wird die Mischung 3:2 empfohlen. Für die Futtermenge gilt,je Wabe im Wintersitz etwa 1 Kilo Futter. volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zum Auffüttern vielleicht noch einige Hinweis. Die unterschiedlichen Angaben in der Literatur lassen sich zum Teil auf die unterschiedlichen Beutetypen und Überwinterungspraktiken zurückführen.


    Ich selbst differenziere beim Einfüttern. Die Ableger, die ich im Juni gebildet habe, werden die ganze Zeit schon flüssig gefüttert, wenn keine Tracht war. Diese Futtermenge schätze ich jetzt. Mit mehreren kleinen Gaben werden sie fertig aufgefüttert und dann Varroa behandelt. Sie überwintern auf einer Etage und dort muß man auch aufpassen, dass das Brutnest nicht zu stark eingeschränkt wird.


    Bei den Vollvölkern sollte man nach dem Abschleudern sofort massiv einfüttern. Diese sitzen bei mir auf 20 Zanderwaben und es gibt damit genug Platz in der oberen Etage. Vor dem Auffüttern werden in der oberen Etage junge Waben eingehängt ( am besten einmal bebrütet) und dann mit 14 Kilo Zucker eingefüttert. Nach dem anschließenden Abschätzen der Futtervorräte erfolgt die abschließende Auffütterung Ende Juli / Anfang August. Ich arbeite seit jetzt zwei Jahren mit Futtersirup und habe vorher auch mit Zuckerwasserlösung flüssig gefüttert.


    Diese schnelle Einfütterung hat mehrere Vorteile:
    1. Das Brutnest, dass die König jetzt noch anlegt richtet sich nach den Futterreserven ( Buckfast z.T. nicht). Also wird sie jetzt nochmal voll in Brut gehen.
    2. In der zweiten Etage ist genug Raum, und das Brutnest wird nicht eingeschränkt.
    3. Das Futter verarbeiten noch die alten Flugbienen und die Jungbienen werden geschont.
    4. Nach dem Auffüttern ist die Varroabehandlung einfacher, weil sie früher erfolgen kann. Bei der Anwendung mit Ameisensäure bei offenem Futter kann der Wirkungsgrad eingeschränkt sein, da Säuredämpfe auch in das offene Futter eindringen können.


    P.S. Beim Auffüttern immer sauber abeiten. Denn Mancher hat beim Auffüttern noch Ableger durch Räuberei verloren.


    Viele Grüße aus dem Saarland


    Frank

  • Hallo liebe Kollegen!
    Ich lese überall, daß man nach dem Abschleudern eine erste Ration füttern sollte, dann die Behandlung mit Ameisensäure und dann die restliche Auffütterung. Hat diese erste Einfütterung mehr Sinn als die Futterversorgung der Völker - oder gibt es einen direkten Zusammenhang mit der AS-Behandlung? Meine Völker haben sehr reichlich Honig-Vorräte, die ich nicht mehr schleudern werde - sollte ich trotzdem "frisch" füttern? Oder kann ich direkt behandeln? Heute nacht wäre hier ein guter Zeitpunkt, morgen soll es noch eher kühl sein und am Wochenende wieder zu warm. Für schnelle Antworten wäre ich dankbar.


    Ich imkere auf 1 1/2 Normalmaß in Segeberger Beuten. Um die Honigvorräte genauer abschätzen zu können (ohne die Völker komplett durchzusehen) Wieviel Honig mag in einem zweizargigen Segeberger Magazin drin sein, wenn man vom Gesamtgewicht der Beute das Beutengewicht, die Rähmchen und was sonst noch so drin ist :wink: abzieht. Hat jemand da bessere Erfahrungswerte als ich?