Faulbrut-Monitoring in Sachsen

  • Zuallererst werden die Fragen wohl der Anmeldung aller vorhandenen Völker beim VetA und bei der TSK gelten, vermute ich. Das Bestandsbuch oder der Nachweis von Varroabehandlungen zur Erfüllung etwaiger Allgemeinverfügungen zur Behandlungspflicht können allenfalls als Indizien für die Zuverlässigkeit und den Kooperationswillen des Imkers dienen - die solange keine Rolle spielen, solange die AFB am betroffenen Stand nicht ausgebrochen ist, resp. der AVet kein Gutachten anfertigen muß, um die Ausnahme vom gesetzlichen Tötungsgebot (statt dessen Erfolgsaussichten von Sanierungsmaßnahmen) nachzuweisen.

  • So, habe gerade einen Anruf erhalte. Ein Imker aus meinem Verein wollte wissen, ob ich schon Post bekommen hätte. Er und noch ein anderer hätten Briefe bekommen. Faulbrutmonitoring landesweit in Sachsen; jedes Volk würde getestet und begutachtet; auf 2 Jahre verteilt nehme ich an. Also doch nicht ohne, das Vorhaben. Vor Allem; jedes Volk würde neben der VKP zusätzlich auf klinische Anzeichen untersucht. Da bin ich mal gespannt.

  • So, habe gerade einen Anruf erhalte. Ein Imker aus meinem Verein wollte wissen, ob ich schon Post bekommen hätte. Er und noch ein anderer hätten Briefe bekommen. Faulbrutmonitoring landesweit in Sachsen; jedes Volk würde getestet und begutachtet; auf 2 Jahre verteilt nehme ich an. Also doch nicht ohne, das Vorhaben. Vor Allem; jedes Volk würde neben der VKP zusätzlich auf klinische Anzeichen untersucht. Da bin ich mal gespannt.

    Wo steht das mit den klinischen Anzeichen? Stand in meinem Brief aber nicht.

  • ...jedes Volk würde getestet und begutachtet; auf 2 Jahre verteilt, nehme ich an.

    Nein, es ist noch schlechter: auf 4 Jahre verteilt (bis 31.12.2022). Jedenfalls steht es so in der Allgemeinverfügung (Zitat):

    "Das Monitoring ist so konzipiert, dass pro Jahr in jeweils einem Viertel aller Bienenhaltungen in Sachsen durch Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter (LÜVÄ) bzw. durch von den LÜVÄ bestellten amtlichen Bienensachverständigen Probenmaterial entnommen wird (je nach Saison Gemüll- bzw. Futterkranzproben)."

    https://www.lds.sachsen.de/bek…g/?ID=14731&art_param=810


    Oder es ist noch ganz anders gemeint: Jedes Jahr soll dasselbe ausgewählte Viertel der sächsischen Imkerschaft beprobt werden. Oder: jedes Jahr jeweils ein u.U. neu ausgewähltes Viertel. oder eben: jedes Jahr ein weiteres Viertel, so daß dann am 31.12.2022 jeder sächsische Bienenstand einmal beprobt wurde. Man weiß es nicht genau, was unter dem Begriff "flächendeckend" in Sachsen gemeint ist.


    So sehr man es begrüßen kann und muß, daß Sachsen jetzt überhaupt ein Monitoring aufgelegt hat: Es besteht nach wie vor die Sorge, daß die AFB schneller sein könnte als das Monitoring (#22, 27). Warum man nicht auf die Hilfe der Imker zumindest bei der Gemüll-Probenahme zurückgreifen will, bleibt unverständlich; kann ggf. mit verlorengegangenem Vertrauen der Veterinärverwaltung zur Imkerschaft zu tun haben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • Nein, es ist noch schlechter: auf 4 Jahre verteilt (bis 31.12.2022). Jedenfalls steht es so in der Allgemeinverfügung (Zitat):

    So habe ich das auch mitbekommen. Also ruhig bleiben und Tee trinken.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Warum man nicht auf die Hilfe der Imker zumindest bei der Gemüll-Probenahme zurückgreifen will, bleibt unverständlich; kann ggf. mit verlorengegangenem Vertrauen der Veterinärverwaltung zur Imkerschaft zu tun haben.

    Man muss nicht umbedingt die Vertrauensfrage ins Spiel bringen.

    Möglicher Weise liegt es vielmehr an der fehlenden Kapazität bei der Probenanalyse.


    Wenn die Proben in jedem Jahr flächendecken verteilt im Land genommen werden und nicht nach der Methode: wir fangen im Westen an und sind in vier Jahren im Osten des Landes angekommen, sollten dabei bereits im ersten Jahr eventuelle AFB-Schwerpunkte festzustellen sein.


    Gruß Eisvogel,

    der sich als Badener getraut seinen Senf dazu zu geben.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo,

    ich bin mit dem Monitoring durch. Meine Proben fürs Labor waren alle negativ. Kommende Woche kommt nochmal der Mitarbeiter vom Vet-Amt vorbei und macht die klinische Kontrolle. Dann bekomm ich auch mein Gesundheitszeugnis (und muss nur den Teil der klinischen Kontrolle zahlen).


    Gruß

  • Hallo,

    ich bin mit dem Monitoring durch. Meine Proben fürs Labor waren alle negativ. Kommende Woche kommt nochmal der Mitarbeiter vom Vet-Amt vorbei und macht die klinische Kontrolle. Dann bekomm ich auch mein Gesundheitszeugnis (und muss nur den Teil der klinischen Kontrolle zahlen).


    Gruß

    Nun mal eine Frage: Wieviele Völker sind denn bei dir in einer Sammelprobe zusammengefasst worden?

  • Hallo,

    ich bin mit dem Monitoring durch. Meine Proben fürs Labor waren alle negativ. Kommende Woche kommt nochmal der Mitarbeiter vom Vet-Amt vorbei und macht die klinische Kontrolle. Dann bekomm ich auch mein Gesundheitszeugnis (und muss nur den Teil der klinischen Kontrolle zahlen).


    Gruß

    Was kontrolliert den da der vom Vet-Amt ? =O :sleeping: Wenn da keine Sporen gefunden wurden .


    MfG Frank

  • Moin, moin,


    vielleicht glaubt er nicht an Labore?

    Oder er möchte Bienen beurteilen lernen und deshalb verschiedene Völker beschauen?


    Möglich wäre Manches...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • ...Oder er möchte Bienen beurteilen lernen

    ...oder Imkereien und die imkerliche Zuverlässigkeit des Inhabers. Letztere spielt nämlich eine entscheidende Rolle, wenn der AVet eines Tages im Seuchenfall sein Gutachten schreiben muß, weshalb von der gesetzlichen Regel (Tötungsanordnung erkrankter Völker) durch Sanierungsmaßnahmen abgewichen werden soll. In solch schlechten Zeiten ist es gut, wenn man sich aus besseren Zeiten bereits kennt...

  • Hallo,

    Laut meinem Vet-Amt muss sowohl eine klinische Kontrolle als auch eine Laboruntersuchung erfolgen. Da das Faulbrutmonitoring bei mir über eine Gemüllprobe erfolgte muss noch ein Blick ins Bienenvolk (Brut) erfolgen.


    Gruß

  • Ich war am Donnerstag zu einer Infoveranstaltung vom AmtsVet. über das Monitoring.

    Er lehnt die Gemüllprobe für seinen Bereich ab und akzeptiert nur Futterkranzproben.

    Zu Vereinsmitgliedern kommt ein BSSV und zu Nichtvereinsmitgliedern geht er selbst.

    Da ich eh dieses Jahr eine FKP für meine eigene Beruhigung machen wollte, kommt er zu mir zeitnah.

    Ich bin zufrieden und hoffe sehr auf "negativ " !