Faulbrut-Monitoring in Sachsen

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    Ich möchte die IF-Leser aus dem Freistaat Sachsen auf das amtliche Monitoring zur Amerikanischen Faulbrut im Freistaat aufmerksam machen. Im Zeitraum vom 01.02.2019 bis 31.12.2022 sollen mit diesem Programm alle Bienenstände einmal auf Amerikanische Faulbrut beprobt werden. Je nach Saison können Gemüll- oder Futterkranzproben dafür genutzt werden. Mit der Probennahme werden Bienensachverständige beauftragt. Für die so durchgeführte Beprobung entstehen dem Imker/Bienenhalter keine Kosten.

    Die diesbezügliche Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen ist beispielsweise unter folgender Adresse veröffentlicht:

    lds.sachsen.de/bekanntmachung/?ID=14731&art_param=810

    Seuchenfreiheit bzw. frühzeitige Erkennung von Seuchenquellen ist im ureigensten Interesse von Imkern bzw. Bienenhaltern. Mich würden Erfahrungen von anderen Programmen interessieren.


    Steht die Imkerschaft geschlossen zum Faulbrut-Monitoring oder ist sie dazu gespalten?

  • Steht die Imkerschaft geschlossen zum Faulbrut-Monitoring oder ist sie dazu gespalten?

    Danke fürs Reinstellen. In der letzten Versammlung klang das noch ein bisschen wie ein Wahlmonitoring, aber das war Ende November. Da es eine Anordnung ist, wäre obige Frage irrelevant. Mir persönlich wäre der Zeitpunkt der Probenentnahme wichtig, damit man bei eventuell positiven Bescheid nicht zu spät ins Jahr kommt.

    Glaube vorletztes Jahr in Dresden wurde Ende September noch saniert mit katastrophalen Überlebensraten im folgenden Winter.

  • Hallo,


    morgen (12.02.2019) kommt ein Mitarbeiter des Veterinäramtes zu mir um den ersten Teil der Kontrolle durchzuführen. Es wird bei mir eine Gemüllprobe durchgeführt. Die Windel wird 14 Tage unter den Völkern sein und dann entnommen. So zumindest die Auskunft des Mitarbeiters.


    Gruß

  • Nach Mitteilung des IV Dresden kann die Gemüllprobe lediglich bereits voll erkrankte Völker aufdecken, nicht jedoch solche mit (geringer) Sporenbelastung. Negatives Laborergebnis einer Gemüllprobe bedeutet demnach nicht, daß das beprobte Volk oder gar der Bienenstand sporenfrei wäre (ein positives Laborergebnis hat ohnehin sofortige FKP zur Folge). Der Laboraufwand dürfte für Gemüllproben derselbe wie für FKP sein. Als Imker würde ich deshalb das VetA lieber zu einer FKP überreden, wenn die beprobten Völker eine FKP verkraften können. Wenn der Imker das am Stand gut vorbereitet, bei schlechtem Wetter ggf. entsprechende Hilfsmittel bereithält (Regenschutz der Völker für die Probenahme o.a.), dann kann das klappen.

    https://www.imkerverein-dresde…/page/3/?print=pdf-search

  • Hallo,


    morgen (12.02.2019) kommt ein Mitarbeiter des Veterinäramtes zu mir um den ersten Teil der Kontrolle durchzuführen. Es wird bei mir eine Gemüllprobe durchgeführt. Die Windel wird 14 Tage unter den Völkern sein und dann entnommen. So zumindest die Auskunft des Mitarbeiters.


    Gruß

    Dann bin ich ja bestimmt auch bald dran. Hab den Brief letzte Woche erhalten das sich in Kürze jemand bei mir meldet.

  • Gibt es in Deutschland Labore die eine Gemüllprobe untersuchen können oder werden in Ermangelung dieser die FKP bevorzugt?

    Erwerbsimker in Ö schicken alle Proben nach Dol, und natürlich werden auch wenig vorhandene Faulbrutsporen erkannt ( auch in Ermangelung akkreditierter Labore). Vorteil ist die einfache Entnahme und man Sammelproben von bis zu 30 Stöcken absenden kann.

    Da einzelne FKP ( max Sammelprobe 6 Stöcke) je Stück )gefördert) 15€ kosten, machen das nur wenige Personen. Ich glaube, dass die Aussage, dass Gemüllproben nicht so exakt sind, und nur bei vollerkrankten Völkern aufdecken, heillos veraltert ist.


    Um diese Jahreszeit würde bei mir keiner eine Brutwabe ziehen. Zuerst Gemüllprobe und dann angemessene Reaktion wenn Sporen vorhanden sind.

    Bilder

    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,

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    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,

  • Als Imker würde ich deshalb das VetA lieber zu einer FKP überreden, wenn die beprobten Völker eine FKP verkraften können. Wenn der Imker das am Stand gut vorbereitet, bei schlechtem Wetter ggf. entsprechende Hilfsmittel bereithält (Regenschutz der Völker für die Probenahme o.a.), dann kann das klappen.

    https://www.imkerverein-dresde…/page/3/?print=pdf-search

    Das sollte man aber nur machen wenn im Fall eines positiven Funde nicht gleich der ganze Stand als "seuchenhygienische Einheit" betrachtet und abgefackelt werden muss wie in unserem Fall in Berlin-Pankow


    Am besten schriftlich vorab klären. Und bei JEDEM Vet-Besuch einen Zeugen dabei haben!


    M.

  • quikly : Hast Du dazu eine zitierbare Quelle? Die Zahlen auf dem Foto sind zwar interessant, aber dazu müßte man schon näheres wissen, auch über Probenahmebedingungen, -zeitraum, Auswahl der Probanden und nicht zuletzt die Quelle dieser Information.

  • quikly : Hast Du dazu eine zitierbare Quelle? Die Zahlen auf dem Foto sind zwar interessant, aber dazu müßte man schon näheres wissen, auch über Probenahmebedingungen, -zeitraum, Auswahl der Probanden und nicht zuletzt die Quelle dieser Information.

    Das kommt im Vortrag von Dalibor Titera vor. Donaueschingen 2017 min 17:42




    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

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  • Also ich musste erst mal schauen was ein Monitoring ist, nun weis ich es.

    Das Prozedere habe ich 2016 durch und muss es nicht unbedingt nochmal haben. Gemüllprobe wäre schon OK.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bei uns im Landkreis Barnim gibt es auch ein amtliches Faulbrut-Monitoring mit einer Zykluszeit von 3 Jahren. Hier wird eine Honigprobe aus der zweiten Schleuderung genommen und untersucht.

    Gruß Ralph