Beutenmaß 1,5 Zander

  • Liebe Kollegen/innen,

    Habe vor nach 15 Jahren wirtschaften mit Zanderbeuten jetzt meine Honigräume auf 1/2 Zander und die Bruträume durch Aufsetzen einer Zander-Halbzarge auf 1,5 Zander zu verändern.

    Hat jemand Erfahrung mit dieser Arbeitsweise und kann mich über Vor- und Nachteile aufklären?

    Für Eure Hilfe vielen Dank und allen ein gutes Bienenjahr


    AC

  • Hallo,


    gibt es einen bestimmten Grund für Zander 1,5? Zadant ist verbreiteter und leichter zu beschaffen. Vom Grundprinzip ist die Völkerführung die von Dadant.

    Ich stelle seit ein/zwei Jahren von Zander auf Zadant um.


    Gruß,


    Tom

  • Hallo,

    ich habe vor einigen Jahren bereits von Zander auf Zander 1,5 und Zadant (entspricht Z 1,33) umgestellt, weil ich beides testen wollte. Würde Dir nach den gemachten Erfahrungen auch klar zu Zadant raten, ist erstens viel verbeiteteter (Z1,5 gibts wirklich nur bei wenigen Händlern) und außerdem viel handlicher, so eine Z1,5 Wabe ist einfach schon sehr klobig und unhandlich und wiegt wenn viel Futter/Honig drin ist auch einiges.

  • Das ist alles gebastel. Klar der Boden und der Deckel passt vom bisherigen System.

    Ich habe auch ein paar auf Zander 1,5 .

    Den größten Nachteil den ich sehe ist das der Honigraum nicht quer aufgesetzt werden kann.

    Wenn du umstellst, dann richtig, sprich Dadant. Kauf den Boden und Deckel auch dazu.

    Meine Erfahrung.


    Gruß Alfred

  • Eine Wabe Zander 1,5 kann durch anrödeln einer Zanderwabe 0,5 an einer Zanderwabe 1,0 erstellt wird. Das sehe ich als Vorteil des Maßes Zander 1,5. Natürlich müssen an dem dazu verwendeten Zanderrähmchen 0,5 die Ohren abgeschnitten werden. Dem so zusammen gesetzten Rähmchen fehlen übrigens 7 mm in der Höhe, was aber unkritisch ist. So etwas macht man ohnehin nur in Einzelfällen.

    Leider muss ich von den vorangegangenen Beiträgen bestätigen, dass die Angebotsvielfalt von Zander 1,5 geringer als Zander-Dadant ist. Wagner Imkertechnik will beispielsweise keine Polystyrol-Wärmeschiede in Zander 1,5 bauen.
    Sollten Zander 1,5-Honigwaben entstanden sein, obwohl diese Größe nicht dafür gedacht ist, wird zum Ausschleudern ein sehr großer Schleuderkorb in einer sehr großen Schleuder benötigt.

  • Sehe ich bedingt auch so. Je nach dem wie alt deine Beuten inzwischen sind, würde ich auch gleich auf Dadant umsteigen. Meine Zandersachen sind noch zu gut. Ich würde auf 10er Dadant umsteigen, mit Nicot Böden. Das man den Honigraum nicht quer setzen kann, habe ich bei Zadant noch nicht vermisst. Das Einzige was mir bei Dadant nicht gefällt sind die kurzen Ohren der Rähmchen. Die finde ich bei Zander/Zadant deutlich besser.


    Tom

  • In Honigwaben 1/2 ZA passt so gut wie nichts rein. Ich würde besser Flachzargen als HR empfehlen.


    Ich führe meine Völker alle auf ZA 1,5

    Einen gedrehten HR hat man bei ZA auch nicht. Ich schiebe die angetragenen Honigrähmchen nach einer Woche einfach etwas zur Seite und stecke die leeren Rähmchen nach, die brutnestfern rausfliegen würden.


    ZA 1,5 Waben sind ganz schöne Oschis. Dafür brauchst du weniger Rähmchen, musst zum Überwintern nicht noch nen HR aufsetzen, was manche Dadantler machen und ich finde dass sich das Brutnest natürlicherweise eher vertikal als horizontal ausbreitet. Welche Baumhöhle ist schon 40cm breit, aber nur 20 oder 30cm hoch? Die Baumhöhlen die ich kenne, sind eher 15-20cm schmal, dafür bis zu mehrere Meter lang.

  • Meine Zandersachen sind noch zu gut.

    Die kann man ja verkaufen :-) oder "auslaufen" lassen... ;-)

    Das man den Honigraum nicht quer setzen kann, habe ich bei Zadant noch nicht vermisst.

    Hasst Du das denn schon probiert? Und hast Du Dickwaben im HR?

    Das Einzige was mir bei Dadant nicht gefällt sind die kurzen Ohren der Rähmchen. Die finde ich bei Zander/Zadant deutlich besser.

    Warum, die sind doch groß genug. Die haben den Vorteil das die nicht so verkleben können und damit leichter gelöst/bewegt werden können. Bei Zander ´mit den langen Ohren brauchst Du zwei Leisten mehr für den Abschluss nach Außen, da wo die Rähmchen aufliegen.


    Aber darüber kann jeder anderer Meinung sein... ;-) :-)


    Gruß

    Franz

  • Dass im Beitrag 8 geäußerte stärkere Verkleben von langen Zanderohren kann ich nicht feststellen. Dabei setze ich allerdings voraus, dass die Zarge eine Metallauflageschiene/Rutschschiene mit ausreichend Abstand hat. Nach unten erfolgt nur schmal mit der Rutschschiene ein Verkitten. Ggf. erfolgt ein Verkitten zur Außenwand. Nach oben sehe ich in dem von mir genutzten System ein Verkitten mit der Auflageleiste des Absperrgitters, die auch gleichzeitig Verrutschsicherung ist. Damit ist hier die Breite der Auflageleiste des Absperrgitters (im Holzrahmen) maßgebend. Ansonsten ist der Beespace eingehalten. Für die Verklebungsfläche der Ohren auf guten Rutschleisten spielt somit die Länge der Ohren keine Rolle.

    Ein starkes Verkitten tritt an den Ohren in Nuten auf. Dieses Konstruktionsprinzip gibt es in vielen Hinterbehandlungsbeuten.
    Die größte Verklebungsfläche dürften aber durchgehende Hoffmann-Seiten bieten.
    Als Konsequenz der schön langen Ohren ergibt sich aber der Nachteil einer größeren Kältezone.

  • Ich habe Zander 1,5 und Zadant mit DN-Flachzargen als Honigraum und ich würde mich für Zander 1,5 entscheiden!


    Warum:

    Ich habe ca. 5 Brutwaben und den Drohnenrahmen im Brutraum. Das reicht. Es gibt genug Platz zum verschieben der Waben zur Schwarmkontrolle.

    Überwintert wird mit 10 Rähmchen.

    Falls mal eine Honigwabe im Brutraum entsteht, hast du nicht eng genug geschiedet, aber das ist auch nicht so schlimm, dann brauchst du schon weniger auffüttern.

    Klar, ist das Gewicht einer vollbebrüteten Wabe hoch, deshalb stelle ich das Rähmchen mit der Ecke auf einen Oberträger und dann man kann es wunderbar ansehen und drehen.

    DN im Honigraum habe ich wegen dem verdrehten aufgesetzen HR. Diese werden ohne Probleme vollgetragen. Es wäre aber auch kein Problem bei der Schwarmkontrolle einfach den Zander-Honigraum um 180 Grad zu drehen.

    Mir reichen 2 Flachzargen pro Volk für den HR, allerdings habe ich auch keine Rapstracht. Du müsstest also mit mindestens 3 Halbzargen rechnen eher mehr.


    Zadant würde ich nicht mehr nehmen. Mir ist der Platz zum Schieben der Rähmchen zu gering, denn du hast dann 1-2 mehr davon im Brutraum.


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Dabei setze ich allerdings voraus, dass die Zarge eine Metallauflageschiene/Rutschschiene mit ausreichend Abstand hat.

    Für die Verklebungsfläche der Ohren auf guten Rutschleisten spielt somit die Länge der Ohren keine Rolle.

    :-) - ja da hast Du recht, aber ich mag diese Metallschienen nicht und verwende die seit über 15 Jahren nicht mehr ;-) - daher habe ich vergessen das es Leute gibt die solche verwenden :-) - danke für den Einwand...

  • "...denn du hast dann 1-2 mehr davon im Brutraum."


    Susanna

    Ich rechner gerade mal nach: 1,5 (Zander 1,5 ) - 1,33 (Zadant) = 0,17 Differenz pro Rähmchen.

    Wenn man durchschnittlich 6 Rähmchen bei Zadant haben sollte, dann sind das 0,17 * 6 = 1,02 Rähmchen Differenz zu Zadant 1,5.

    Zadant benötigt dann lediglich 1 Rähmchen mehr und somit 7 Rähmchen (entspricht 9,31 Rähmchen Zander, was eigentlich auch genug ist). Bleibt dann trotzdem noch genügend Platz für das Schied und 2 weiteren Rähmchen.

    Daher die Frage: Wozu brauchst Du soviel Platz ? Oder sind deine Völker so groß ?


    Neugierige Grüße

    Frank

    Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva)