Ableger füttern?

  • Hallo Kollegen (und innen),


    habe gestern bei meinen 2 Völkern (Ableger/Schwarm) nachgesehen und viel Brut aber kaum Honig gesehen.
    Ich sitze hier in der nördlichen Oberpfalz, das Wetter ist an sich nicht schlecht. Muss ich um diese Zeit Zuckerlösung füttern oder gibt es noch genug Bienenweide?
    Mein Stand ist am Waldrand, es gibt vereinzelte Brombeersträucher, ansonsten weiss ich nicht was die Bienen so finden, der nächste Ort ist 2 KM entfernt (Blumengärten.
    Gebt mir mal bitte einen Rat,
    danke,
    Charly (Anfänger)

  • Hallo,
    Ableger (Brutableger)sollte man mit Zucker- oder Honigteig füttern. Flüssig geht auch.
    Durch das Füttern werden die Mittelwände schön und schnell ausgebaut so das das Volk schnell wächst und Winterständig wird.
    Zuckerteig kannst Du leicht selber herstellen
    (3 Teile Puderzucker, 1 Teil Honig)
    Gruß Bernd

  • Hallo Charly !


    Gerade Ableger bedürfen einer besonderen Pflege (dazu gehört auch die regelmäßige Fütterung) durch den Imker, bilden sie doch die Grundlage für eine erfolgreiche neue Saison. Am besten ist es Ableger alle 2 Tage flüssig zu füttern (etwa 1/4 Liter Lösung (Zuchersirup welcher 1:1 mit Wasser gestreckt ist)). Durch diesen ständigen Futterstrom gehen die Jungvölker auf wie ein Hefeteig ! Setzt von außen stärkere Tracht ein, kann zeitweilig auf eine Fütterung verzichtet werden.


    Grüße Frank


    http://www.imkerei-osterloh.de



    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Frank Osterloh am 2002-06-28 13:43 ]</font>

  • Hallo,
    einfach 2-3 Futterwaben in den Ableger hängen. Damit hat man mindestens drei Wochen Ruhe. Kleine Einheiten reagieren evtl. sensibel auf ständige Störungen. Ein Ableger entwickelt sich schnell und unproblematisch, egal ob flüssig gefüttert wird oder nicht. Wichtig ist, dass Futter vorhanden ist. Waben werden aber durch Flüssigfütterung schöner und schneller ausgebaut. Dabei kann man mal einen Baurahmen in das Brutnest zwischenhängen. Wenn der Ableger noch nicht so groß ist (2-3 Waben), entsteht Wabenbau mit Arbeiterinnenzellen. Der Baurahmen wird unter umständen schneller ausgebaut als eine Mittelwand.
    Gruß SH

  • Hallo Kollegen,


    habe am WE ordentlich eingefüttert, erst ca. 400 ml - und weil das so schnell weg war gleich nochmal 1 l, das mit der explosionsartigen Entwicklung stimmt, waren die beiden Völker vorher noch recht träge schwirrt jetzt alles und es wird fleissig Pollen eingetragen,
    hallo Simon: wenn ich denn Futterwaben hätte - bin wie gesagt Anfänger und habe die beiden Völker (seit 3-4 Wochen) und einen selbstgebastelten Mini-Ableger der Weiselzellen angesetzt hat.
    Danke für die Hilfe,
    Gruss Charly

  • Hallo,


    das Zuhängen von Futterwaben zu einem Ableger, der sich ja entwickeln soll, halte ich nicht für optimal. Ich habe es immer so aufgefaßt, daß die Bienen verdeckelte Honigwaben nur in Notsituationen öffnen. Der Ableger wird also auf "Sparflamme" leben. Gibt es dazu andere Erkenntnisse?
    Bei Futterteig-Fütterung muß noch Wasser geholt werden - auch eine Belastung.
    Mit einer Flüssigfütterung wird der Ableger in eine Situation versetzt, in der er aus dem Vollen schöpfen kann. Die Bienen brauchen sich nur noch um die Pollenversorgung und die Aufzucht kümmern.


    Viele Grüße, Thomas