Imker/innen, das Internet & Social Media

  • Erstmal Entschuldigung an die Dame mit der Befragung.Das naturlich nichts mit Ihrer Arbeit zu tun.

    Das Thema ist aber Imker/innen, Internet & Social Media.


    Da sind wir genau beim Thema sogar mit Bezug zu der Erhebung.

    1. Die meisten Rechtschutzversicherungen decken keine Internetrechtsfälle ab.

    2. Je mehr Verknüpfungen zu Facebook & Co., Suchmaschinen, andere Internetseiten, desto höher ist der Rückabwicklungsaufwand. Mir wurde das so erklärt, dass man jedes Bild bei dem entsprechenden Anbieter löschen lassen muss.

    3. Einverständniserklärung von jeder Person die auf ein Foto der Seite ist.

    4. Fotos mit Autokennzeichen sowie Dingen die einen eindeutigen Bezug zu einer Person haben, benötigen Ebenfalls e i ne Einverständniserklärung.

    5. Impressum

    6. Datenschutzerklärung

    7. Fernhandelsabsatzgesetz.

    8. Eigentumsrechte an Bilder

    9. Einverständniserklärungen können wiederrufen werden und Fotos etc müssen dann in angemessener Frist gelöscht werden.

    Und und


    Sind essentielle Herausforderungen bei dem Thema.

    Wenn ich nur einen geholfen habe, nicht Blindlings in dies Fallen reinzutappen, bin ich zufrieden. Das kann schnell ungewollt sehr teuer werden.

    Zudem muss einem klar sein, dass es Menschen gibt, die ihr Geld damit verdienen, im Auftrag von anderen Rechte einzuklagen. Häufig werden dabei Forderungen gestellt, die sich nachhinein als nicht haltbar erweisen. Dafür braucht man aber einen Anwalt, um solche Forderungen abzuwenden.


    Jetzt kommt der Bezug zum Imkerverein. Ein Imkerkollege sagte, man würde uns zum Bauernopfer machen.

    Bekommt man den schwarzen Peter zugeschoben, den Verein aufzulösen, wird das mit der Internetseite zur eventuellen Mammutarbeit.

    Wenn es gut geht kommt dann folgendes Szenario zum tragen.

    1 Jahr Auflösung

    1 Jahr zur Löschung im Vereinsregister

    10 Jahre Aufbewahrung der Unterlagen.


    Dann hat man, wenn es gut läuft, die Sache 12 Jahre an der Backe.

    Es gibt natürlich Firmen, die gerne die richtige Löschung/ Abwicklung der Internetseite übernehmen. Die Preise hierfür sind dementsprechend.


    Ein weiteres Thema sind die Admin Rechte. Keiner denkt im vorhinein daran, wenn sich der Admin verpisst oder verstirbt.

    Eben dann hat man das Problem nicht an die Daten zu kommen und ggf an Verknüpfungen wie E Mails, Posts etc.

    Auch dieser Fall ist mir bekannt. Der Imkerkollege ist plötzlich verstorben und trotz Mithilfe der Erben hat der Imkerkollege lange dafür gebraucht, um an die Daten zu kommen.

    Anmerkung zu den Kommentaren:

    Das Vereinsleben schön ist, streite ich nicht ab. Sonst hätten wir den Job nie angenommen.

    Mit der Neuwahl des ersten Vorsitzenden, der ja alles besser machen wollte, wurde dann schnell.aus dem Himmel Hölle.

    Umso wichtiger in schönen Zeiten, die Weichen entsprechend zu stellen.

    Ferner verweise ich auf den Leserbrief in Biene & Natur von 11.2018 mit dem Titel

    Auf den Bienen folgt das Vereinssterben.

    Es scheint also mehrerer solcher Fälle zu geben.

    Ich bleibe dabei, Ehrenamt im Imkerverein - Nie wieder.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Ein Imkerverein ist ein sehr fragiles Konstrukt. Dafür gibt es viele Gründe. Die Altersstruktur sorgt für gelegentliche Einschläge, das ist natürlich. Dazu kommt, damit verbunden, ein manchmal großer Teil von eigenbrödlerischen Grantlern, die alles besser wissen.

    Andererseits gibt es viele Imker, und auch wenn ich jetzt gleich geprügelt werde, die die Welt ein wenig besser machen wollen, ihren Beitrag leisten wollen. Und natürlich haben die ein gewisses Sendungsbewußtsein, wie alle hier auf dieser Plattform. Da würde es schon gut passen, wenn man seine Betriebsweise auf einer Internetseite erläutern und begründen könnte. Seine Ideen vorstellen und dabei mehr Platz haben als der obere Teil des Gewährverschlusses auf dem Deckel. Wenn ich einen besonderen Honig oder ein außergewöhnliches Honigprodukt vermarkte, dann gehört da auch eine Geschichte dazu, ähnlich wie bei einem Parfüm. Man schreibt über den ganz individuellen Standort, die dort vorhandenen Trachten, die Geschichte des nur einen Steinwurf weit entfernten Fürstensitzes, die sorgsame Behandlung der Bienen und des Honigs, gerührt, nicht geschüttelt usw.

    Also da wäre eine Internetseite sicherlich nützlich und mit der entsprechenden Unterstützung ist das auch nicht viel komplizierter als eine funktionierende TBE.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Internet und Social Media sind und bleiben ein Instrument zur Steigerung des Bekanntheitsgrades. Das ist dem Verein auch gelungen. Die Mitgliederzahl hat sich in drei Jahren verdreifacht. Es reicht nicht mehr aus, viel zu tun, man muss es auch nach aussen tragen. Besonders schön war, dass viele Junge und Frauen in den Verein gekomme sind.

    Leider habe ich gerade von Interneterstellung und -aufbau nicht viel Ahnung und habe da auf die Protagonisten im Vorstand vertraut. Es war auch nicht meine Aufgabe.

    Das man gerade in der Imkerei unterschiedlichste Ansichten vertreten kann, ist normal. Wenn man andere Ansichten in einem anderen oder neuen Verein vertreten möchte, ist das vollkommen in Ordnung.

    Dann macht man seinen Job zu Ende und einen sauberen Schnitt.

    Wie ChrisAusEssen richtig angemerkt hat, stehen weiterhin alle Date indirekt im Internet.

    Das Risiko wollte keiner tragen, obwohl es genug Interessenten gab. Auch ich wäre dann meiner Verantwortung gerecht geworden und hätte trotz vorherigen enormen Arbeitsaufwand das Amt weitergeführt.

    Es wäre schön, wenn hier die Experten in IT und Recht den Faden aufnehmen und die Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Risiko minimieren kann.

    Mir schwebt da vor, dass in der Vereinssatzung eine Dokumentation und Gewaltenteilung schriftlich fixiert wird.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Zitat

    Es wäre schön, wenn hier die Experten in IT und Recht den Faden aufnehmen und die Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Risiko minimieren kann.

    Das dann aber bitte in einer neuen Diskussionsrunde innerhalb eines passenden Unterforum.
    (Rechtliches & Behördliches)