Etikettier-Fix mit gebogener Walze normal?

  • Liebe Forumskollegen,


    ich habe mir einen "Etikettier-Fix" zugelegt (gelbe Plastikwalze in einer Wannenhaltung) zum Befeuchten der Honigettiketten gekauft.

    Als ich die gerade ausgepackt habe ist mir aufgefallten, dass die Walze nicht gerade ist sondern merklich gebogen ist. Mir kommt das komisch vor, obwohl die Funktion wohl gegeben ist.


    Von Euch werden doch auch ein paar das Teil haben: Ist das bei euch auch so und hat irgendeine Funktion oder hab ich ein Montagsmodell bekommen?


    Grüße,

    Martin

  • Mit welchem Kleber arbeitet Ihr mit dem "Etikettier-Fix"? Funtioniert der auch mit Tapetenkleister?


    Grüße Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Hi Dirk,

    soviel ich weiß ist das Ding ist zum Befeuchten von nassklebenden Etiketten die den Kleber schon drauf haben. Man füllt Wasser ein und die Walze wird feucht und überträgt etwas Wasser auf die Etiketten die man dadrüber streift.


    Ob du da statt Wasser Tapetenkleister drauf machen kannst? Mmmm, vielleicht ginge das. Müsste man ausprobieren. Ich frage mich gerade was mit dem Restkleber darin dann passiert. Bekommt man wahrscheinlich nie wieder komplett raus.

  • Danke Martin, dann wird es bei mir wohl bei Pinsel und Kleister bleiben, denn zum Ausprobieren sind mir 19,- € zu viel.

    Gruß Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • ...Tapetenkleister her um Honigetiketten aufs Glas zu bringen? ...einen bestimmten? Aus welchen Papier sind die Etiketten?

    Tapetenkleister ohne Zusätze = Zellulose ist einer der genetisch ältesten und naturnächsten Kleber der Welt. Nach Kundenrücklauf löst der sich sehr gut und ohne mechanische Arbeit, nur mit Wasser.

    Papier für Etiketten muß nix Besonderes sein - die üblichen Drucker können einfaches Kopierpapier 80g/qm verarbeiten.

  • ribes

    Vielen Dank, wieder war gelernt.


    Hab gerade nachgelesen: Es handelt sich offenbar um Methylcellulose was ein Lebensmittelzusatzstoff ist (Zusatzstoffnummer E 461). Somit habe ich auch keine Bedenken wegen der Verwendung für Honigglasetiketten.


    Könnte man auch zum Basteln für Pappmachee verwenden ;-)


    Herr Rübengrün

    Das sollte man doch im Etikettier-Fix verwenden können. Ist ja über 80% Wasser und lässt sich anscheinend mit weiterem Wasser entfernen. Da sollte man das Teil auch gut wieder reinigen können.

    Ich besorg mir mal Kleister und teste es aus. Wollte meine Etiketten sowieso selber drucken!

  • Ich hab das gestern mit Tapetenkleister ohne Zusätze ausprobiert, sowohl mit dem Pinsel aufgetragen als auch mit dem Etiketten-Fix. Habe dabei aber anscheinend zu wenig Kleisterpulver verwendet, die Etiketten liesen sich alle wieder abziehen. Welches Mischungsverhältnis nehmt ihr? Die für Tapeten muss ja nicht umbedingt die richtige sein.


    Beim Etiketten-Fix war das Problem, dass sich die Walze mit dem Kleister drin nicht recht drehen wollte. Es ging zwar den Kleister dünn aufzutragen aber dabei strich ich eher über die blockierte Walze als dass sich diese trehte. Ich werd das nochmal mit ner anderen Mischung testen, die sollte dann aber noch fester sein, also erwarte ich da keine Besserung. Reinigung unter kaltem Wasser ging aber gut.

  • Hallo Martin,

    wie lange hast du die Etiketten trocknen lassen? Ich habe zwar noch nie auf Glas mit Tapetenkleister geklebt, würde aber erwarten, dass die Etikette durchgetrocknet sein müssen, bevor die sich nicht mehr ablösen lassen. Von einem "saugenden" Untergrund, kann bei Glas ja kaum die Rede sein.


    Gruß

    Ludger

  • Warum mit Kleister nicht die alte Variante, Holzbrett mit Pinsel Kleister aufbringen, 10 Etiketten auflegen und 10 Gläser Etteketieren. Die Zeit die man braucht passt sehr gut das die Etiketten die richtige Menge Kleister aufnehmen.

  • Ich probierte anfangs auch dünnflüssigere Mischungen aus. Die Etiketten klebten zwar, aber hielten nicht zuverlässig v.a. bei nachträglicher Feuchteeinwirkung (z.B. hohe Umgebungsluftfeuchte).

    Dickflüssigere Mischungen halten sicher - so dick, daß vom Pinsel nix von allein abtropft, also etwas "dicker" als frischer Honig aus der Schleuder.

    Mein Vorgehen: Kleister anrühren in einer Tasse, Etiketten auf einer Zeitung o.ä. Unterlage ausbreiten, Kleister mit Flachpinsel auf die Rückseite eines Etikettes auftragen (breite Randzonen, Mitte zum Greifen fingerkuppenbreit aussparen), Pinsel im Kleister abstellen + Etikett greifen, auf dem Glas anlegen und ausstreichen, durchtrocknen lassen. Mehrere Etiketten auf einmal zu bekleistern, wage ich nicht, da das Papier mit der Zeit durchfeuchtet -> rißempfindlich wird, v.a. beim Ausstreichen am Glas.

    Bei frisch angerührtem Kleister sieht man noch stecknadelspitz-große helle Pünktchen im Kleister (nicht restlos aufgelöste Zellulose). Ich vermute, daß dies die relative Unempfindlichkeit der Klebung gegen Feuchteeinwirkung zusätzlich mindert (Puffer). Ca. 1/3 der Rücklaufgläser tragen mein Etikett noch unverrückt, obwohl sie beim Kunden den Geschirrspüler passiert hatten.

    Ich rühre mittlerweile nur eine kleinere Menge an (Tassenboden mit trockener Kleisterinsel), die ich binnen 0,5 bis 1 h verbrauchen will und mische lieber nach (Schluck Wasser dazu + Stück von der "Insel" verrühren).

    Soviel Spielerei ist vielleicht gar nicht nötig. Bleibt trotzdem angerührter Kleister übrig, lasse ich den stehen, verschließe die Tasse und rühre den Kleisterrest beim nächsten Mal wieder mit auf.

    So beklebte Gläser müssen ca. 5 min unter Wasser stehen, eher sich das Etikett zerstörungsfrei ablöst. Mehrfaches Besprengen mit Wasser genügt nicht. -> M.E. ist die Klebung damit zuverlässig genug. Bisher hatte ich auch noch keine Beanstandungen deshalb.

  • Welches Mischungsverhältnis nehmt ihr?

    DAs mache ich aus dem Bauch heraus und bin mit der Viskosität dann irgendwo bei dem von Ribes vorgeschlagenen etwas dicker als frischer Honig aus der Schleuder oder noch dicker.

    Ich benutze gewöhnlich auch das Holzbrett und den Pinsel und bekleistere etwa sechs Etiketten auf einmal. Bei mehr kleben die oft schon so fest auf dem Holz und verlieren die oberste Schicht beim Abziehen vom Holz.

    Ansonsten kann ich mich dem von Ribes gesagtem anschließen.


    Grüße Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Ich rühre den Kleister recht dünn an, deutlich dünner als fürs tapezieren... aber etwas ziehen lassen, die kleinen Pünktchen müssen sich vollständig aufgelöst haben. Dauert auch etwas bis es trocken ist und solange lassen sich die Etiketten noch bewegen.

    Die halten auch gelegentlich einen Durchgang im Spüler aus.

    Wenn die Etiketten wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit abfallen, würde ich eher über einen anderen Lagerplatz nachdenken. :/


    Gruss

    Michael