Königinnenzucht

  • Doch, bekommt man. Allerdings nicht viele auf einen Schlag (was ja aber auch nicht gefragt war). Ich finde die Methode nach Weiß nach wie vor super, bei der mit Gabe des zweiten oder dritten HR auch zwei BW über das ASG mit hochgehängt werden und an diesen ein paar (3-4) Weiselnäpfchen mit Zuchtstoff befestigt werden. Eine elegante Methode mit 'schmalem Einsatz' einige qualitativ hochwertige Königinnen zu bekommen.

    Und die werden angezogen im weiselrichtigen Volk, so ganz ohne Starter?

  • Ja. Deswegen gibt es auch nur wenige Königinnen, und es klappt auch nicht in jedem Volk. Wenn man das aber bei ein paar Völkern macht, gibt es immer ein paar. Und die sind dann gut.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich verwende eine Mischmethode, die sich sehr gut bewährt hat.

    9 Tage vorm Umlarven wird aus verschiedenen Völkern bienenfrei eine Brutzarge zusammengestellt, wobei ca. die Hälfte der Waben verdeckelte und die andere Hälfte offene Brut enthalten soll. Diese Brutzarge wird über dem Absperrgitter und unter den Honigzargen einem starken Volk aufgesetzt.

    1 Tag vorm Umlarven wird diese Zarge auf Weiselzellen durchgesehen. Meist sind keine da, manchmal vereinzelt aber doch. Bei der gelegenkeit kann man noch einmal offene Brut nach oben hängen, die dann Ammenbienen nach oben lockt.

    Am Tag des Umlarvens wird die Zarge herunter genommen. Falls man 1 Tag vorher offene Brut nach oben gehängt hat, muss man diese bienenfrei wieder entnehmen. Das Volk wird auf einen anderen Platz gestellt und die Zarge mit Deckel und Boden auf den Platz des Volkes. Das ist das Zuchtvolk mit vielen Jungbienen. Dieses Pflegevolk wird in der Folge noch stärker, weil die Flugbienen des verstellten Volks noch zufliegen.

    Der Zuchtstoff wird jetzt zugegeben. Die Annahmequote war bisher immer hoch, ich habe meist 30 Näpfchen gegeben, von denen mindestens 25 angenommen wurden.


    Gruß Ralph