Königinnenzucht

  • F1 geben im Mittel schon die besten Königinnen.
    Kauf lieber 6-7 unbegatte Königinnen und geb die mitm Liter Bienen in einen Ablegerkasten oder kauf zwei bis drei Begattete von einem lokalen Züchter, dann Verjüngst du deinen Bestand weit genug. Wenn du mehr brauchst, machs du zusätzlich noch ein paar Ableger und vereinst die wieder im Herbst. Dann hast du F1 und F2, evtl. mal ne F3 und alles ist gut

  • Hallo Bus-T , da ich mit meinen 6 Völkern nicht mehr züchte aber F1 oder auch F2 Königinnen haben möchte habe ich mir 2018 zwei Belegstellenköniginnen schicken lassen und Anfang Juli in Miniplus eingekesselt. Diese habe ich auf drei Zargen eingewintert. Diese werde ich im Frühjahr bis auf ca. 6 Zargen entwickeln lassen und dann daraus ca. 8-10 Miniplusableger bilden. Nach Begattung der dort nachgezogen Königinnen werde ich daraus Ableger in Binoablegermagazin bilden oder im Herbst die Wirtschaftsvölker umweiseln indem die Minipluszarge auf das Volk aufgesetzt wird. Zu dieser Methode findest Du überall Anleitungen, bestimmt auch hier im Forum (Suchfunktion), Die Zuchtmütter kann man mehrere Jahre in Miniplus halten. Die Anschaffung der Miniplus rentiert sich, kann ich nur weiter empfehlen. VG

  • Die kosten wenig, man kann sie mit dem eigenen, selektierten Drohnenmaterial verpaaren und dabei einweiseln, umweiseln, Begattungseinheiten bilden etc. üben, bevor man später zur eigenen Vermehrung schreitet.

    Moin rallOr,
    wie soll das denn in der Praxis mit den selektierten Drohnenmaterial funktionieren wen keine Handbesamung durchgeführt wird? Habe dafür jetzt noch keine Vorstellungen.

    Grus
    Cuximker Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Naja, das ist ein wenig Schönwettergequatsche: Tatsächlich siehts so aus, dass ich von den guten Völkern die Drohnen schlüpfen lasse (zumindest den ersten richtigen Baurahmen) und die schlechten entweder weg stelle oder konsequent die DR schneide.

    Ob dann tatsächlich die „guten“ Drohnen auch zum Zuge kommen, lasse ich mal dahingestellt.

    Ich will es aber dieses Jahr so handhaben, und hoffe dann das Beste.

  • Man kann folgendermaßen vorgehen:

    Die Königinnen der umzuweiselnden Völker werden gekäfigt.

    Nach 9 Tagen werden sie entnommen und das Volk auf Stifte kontrolliert (Zweitkönigin ausschließen).

    Zuchtstoff wird zugesetzt. Nach dem Anziehen der Zellen werden maximal 2 gut mit Futtersaft gefüllte Zellen belassen.

    Kontrolle auf Eilage 3-4 Wochen später.

    Um einen Einbruch der Volksstärke während der Tracht zu vermeiden, sollte man das 2 Wochen vor Trachtende machen und die entstehende Brutfreiheit gleich für eine OS-Behandlung nutzen.

    Falls man 2 Zellen pro Volk anziehen lässt, kann man diese käfigen und nach Schlupf mit einer Königin einen Reserve-Begattungsableger erstellen, als Rückversicherung für den Verlust einer Königin beim Begattungsflug.

    Gruß Ralph

  • Wenn ich selbst nachziehe, dann mit dem üblichen Aufwand. Eine gute Königin bekommt man nicht mit schmalem Einsatz. Ansonsten wie Kleingartendrohn es beschreibt oder unbegattete vom selektierten Züchter.


    Meine Meinung


    Rainer


    p.s. F2-Nachzuchten genügen meinen Ansprüchen für WV bisher auch.

    Anerkennen, was ist ! (Hellinger)

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  • Auch kannst Du den schlechteren 5, verdeckelte Drohnenrahmen der besseren 5 geben, nachdem deren Drohnenrahmen geschnitten wurde - dann haben die auch Drohnen im Volk

    ... und Milben.

    ... und begattet wird nicht im Volk!;)

    Drohnen fliegen auch so in verschiedene Völker. Und das auch nicht nur am eigenen Stand, sondern sie wandern und breiten die genetische Vielfalt damit aus. Der eigene Stand trägt je nach Imkerdichte (fehlende Ortsangabe beim Fragesteller) bei wenigen Völkern dem entsprechend auch nur wenig zu der Begattung bei.

    Dann ist noch die Frage, was sind gute Völker, und warum sind sie es? Das liegt ja hauptsächlich an der Königin, aber die Genetik spielt dabei weniger eine Rolle als die Aufzuchtbedingungen. Auch gut nachgezogene F2-Fx Königinnen und auch Landrasse-Naturschwarm-Königinnen können super sein!

    Bernhard Heuvel sagt: "Futter und Wärme sind 50%, die anderen 50% vielleicht Genetik" (siehe hier ab Minute 10:20)


    Bus-T Wenn du wirklich gute Königinnen haben möchte gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

    1. Das volle Programm der Königinnenzucht mit Zuchtmutter, Sammelbrutableger, Brutbox, Begattungseinheiten und Kunstschwarmbildung...

    oder

    2. Erst mal welche bei einem guten Züchter oder Vermehrer bestellen.


    Ich würde dir dazu raten jetzt schon mal 6 Begattungskästchen und später 6 unbegattete Königinnen zu kaufen. Dann Begattungseinheiten mit kleinen Kunstschwärmen bilden, und diese im Erfolgsfall später zum umweiseln über Zeitungspapier auf entweiselte Wirtschaftsvölker aufsetzten. Wenn du mehr Völker haben möchtest solltest du größere Kunstschwärme mit begatteten Königinnen bilden.

    So hast du schon mal einen kleinen Einstieg in die Zucht und kannst bei Bedarf im nächsten Jahr mit mehr Völkern das Thema Sammelbrutableger angehen. :daumen:  


  • ... und Milben.

    ... und begattet wird nicht im Volk!

    Milben interessieren mich in diesem Zusammenhang nicht - das ist ein anderes Thema.


    Drohnen im Volk haben mit der Volksharmonie zu tun und führen dazu das das Volk nicht erhöht eigene Drohnen produziert - aber da kann man geteilter Meinung sein. Natürlich wird außerhalb des Volkes begattet das hat doch niemand in Abrede gestellt.


    Drohnen fliegen auch so in verschiedene Völker.

    Die paar Drohnen machen nicht wirklich einen Unterschied...


    Bernhard Heuvel sagt: "Futter und Wärme sind 50%, die anderen 50% vielleicht Genetik" (siehe hier ab Minute 10:20)

    Natürlich spielt die Aufzucht eine wichtige Rolle, aber keine 50% das glaube ich nicht - aber die Aufzuchtbedingungen sind ein häufig unterschätzter Umstand. Sollte das mit den 50% richtig sein, dann frage ich mich warum dann Bernhard Heuvel so an guter Genetik interessiert ist? Natürlich führt die Aussage 50% dazu das Imker auf die Aufzuchtbedingungen der Königinnen verstärkt achten, was vor allem im Hobbybereich sehr oft missachtet/unterschätzt wird - und das hat er wohl mit dieser provokanten Aussage beabsichtigt.

    (Ohne gute Genetik kannst Du keine guten Königinnen bekommen, aber eine schlechte Aufzucht kann ein mögliches, gutes Ergebnis negativ beeinflussen... - daher vielleicht die Aussage 50%... - für mich heißt das aber das die Genetik im Vergleich wichtiger ist...)


    Wenn du wirklich gute Königinnen haben möchte gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

    1. Das volle Programm der Königinnenzucht mit Zuchtmutter, Sammelbrutableger, Brutbox, Begattungseinheiten und Kunstschwarmbildung...

    Für einen Hobbyimker mit 10 Völkern kann das overkill sein - sofern die Erwartungen nicht zu hoch sind... - Was eine "gute Königin" ist - das muss Bus-T für sich definieren... - "Basiszucht" kann dabei aber schon die Antwort für Bus-T sein.


    Erst mal welche bei einem guten Züchter oder Vermehrer bestellen.

    Das ist auch eine gute Alternative - so kann man auch gut starten... :-)


    Gruß

    Franz

  • Ohne gute Genetik kannst Du keine guten Königinnen bekommen, aber eine schlechte Aufzucht kann ein mögliches, gutes Ergebnis negativ beeinflussen... - daher vielleicht die Aussage 50%... - für mich heißt das aber das die Genetik im Vergleich wichtiger ist...

    :daumen:

  • Wenn ich selbst nachziehe, dann mit dem üblichen Aufwand. Eine gute Königin bekommt man nicht mit schmalem Einsatz.

    Doch, bekommt man. Allerdings nicht viele auf einen Schlag (was ja aber auch nicht gefragt war). Ich finde die Methode nach Weiß nach wie vor super, bei der mit Gabe des zweiten oder dritten HR auch zwei BW über das ASG mit hochgehängt werden und an diesen ein paar (3-4) Weiselnäpfchen mit Zuchtstoff befestigt werden. Eine elegante Methode mit 'schmalem Einsatz' einige qualitativ hochwertige Königinnen zu bekommen.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Aber Zuchtstoff zu besorgen bedeutet wieder viel Aufwand, wenn man noch keine Linie am eigenen Stand hat. Daher würde ich als erstes mal Königinnen kaufen und dann im Folgejahr von der besten nachziehen.

  • Doch, bekommt man. Allerdings nicht viele auf einen Schlag (was ja aber auch nicht gefragt war). Ich finde die Methode nach Weiß nach wie vor super, bei der mit Gabe des zweiten oder dritten HR auch zwei BW über das ASG mit hochgehängt werden und an diesen ein paar (3-4) Weiselnäpfchen mit Zuchtstoff befestigt werden. Eine elegante Methode mit 'schmalem Einsatz' einige qualitativ hochwertige Königinnen zu bekommen.

    Ja, geht auch - machst Du das so des öfteren oder nur, wenn "mal 'was fehlt" ?

  • Ja, geht auch - machst Du das so des öfteren oder nur, wenn "mal 'was fehlt" ?

    Ich mach das garnicht mehr. Ich finde das aber die mit Abstand (danach laaaange nix!) beste Methode, wenn ich nur wenige Königinnen brauche, und mir den Tort mit Sammelbrutableger, Adamstarter etc. nicht antun möchte/kann/nicht zutraue. So kann jeder sich langsam an die Aufgabe herantasten. Weil es macht Spaß, Mut & Stolz. Und man lernt viel.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife