Stiftung Warentest: Qualität von Honig

  • Hallo,

    Unter vielen Honigen, vergleichbar mit der Stiftung- WT, wurde ausgerechnet der mit dem Imkerbund-Etikett als völlig unbrauchbar herausgehoben, weil er zuviel Glyphosat enthielt.

    Der Honig stammte von "Fürsten-Reform".

    Das haben wir davon, wenn der DIB mit dem Etikett für Imker, Geld von der Industrie verdienen will.


    Weil ich eben nicht mit den "Abfüllern" in einen Topf geworfen werden möchte,

    verwenden wir keine DIB Glas / Etikett.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • ...die Marke (Glas mit Etikett) offensichtlich durch einen industriellen Abfüller beschädigt wurde.

    Da wurde nix beschädigt, denn die Marke sagt nicht mehr aus als die bekannten Kennziffern aus den Nutzungsbedingungen der Marke.

  • Zitat

    Dann sollte der DIB denen die Lizenz entziehen.

    Nen Teufel wird der DIB tun.

    Das sind doch die Haupteinnahmequellen des DIB.

    Oder meinst Du, der lebt von den Tantiemen der paar 100 Etiketten, die euer Imkerverein pro Jahr bezieht?

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Guten Morgen,

    zusammenfassend nehme ich zur Kenntnis, dass wohl mehr Honig im DIB Glas von industriellen

    abfüllten in den Handel kommt als von selbstvermarktenden Imkern. Da wundert es nicht, dass viele ihr eigenes Label kreieren. Denke selbst darüber nach,denn ohne Etikett darf ich meinen Honig nicht mal verschenken. Danke für die Aufklärung.

    VG aus der Börde

  • ...zusammenfassend nehme ich zur Kenntnis, dass wohl mehr Honig im DIB Glas von industriellen

    Abfüllern in den Handel kommt als von selbstvermarktenden Imkern.

    Das hat hier keiner gesagt. Aber es wäre wirklich interessant zu erfahren, wie die Zahlenverhältnisse wirklich sind. Vielleicht fragst Du mal beim DIB selber nach. Die (Nicht-?)Reaktion darauf wäre wirklich wissenswert. Rechtsanspruch auf Auskunft haben allerdings nur die Mitglieder des DIB. Das sind bekanntlich die Landesverbände. Deren Mitglieder wiederum sind die Ortsverbände, nicht der Einzelimker.

  • Hallo Ribes, guter Gedanke, habe soeben eine Anfrage an den DIB auf den Weg gebracht. Sollte mehr von uns tun, damit der DIB das näher untersucht. Ich frage mich aber, ist die Herkunft des Honigs durch Beprobung festzustellen ob der aus D, P oder Cz kommt?

    VG

  • 1. Der DIB braucht da nix zu untersuchen. Der braucht nur seine Etiketten-Verkaufszahlen an industrielle Abfüller mal zusammenzuaddieren und ins Verhältnis zu den Gesamtverkauszahlen zu setzen.


    2. Die geografische Herkunft läßt sich feststellen durch aufwändige Analysen, die einen "Fingerabdruck" des Pollen- und Zuckerspektrums liefern. Man muß dazu mit einer entsprechenden Datenbank abgleichen, die es wohl bereits geben soll:

    https://www.tentamus.com/qsi-d…/10_PR_Bruker_Missler.pdf

  • Hallo,


    bis vor einigen Jahren war das hier: Celler Melissopalynolgische Sammlung (LINK)*

    in D der Standard in der Bestimmung,

    ist aber in die Jahre gekommen. Hier durfte ich bei einem EX-Imkerforumsmember mal reinschauen, dort gab es auch in Kopie "Pollengestaltung und Herkunftsbestimmung bei Blütenhonig"* von Zander.

    Selbst habe ich mich auch mal kurz damit beschäftigt allerdings nur mit einem mittelmäßigen Mikroskop dem Buch: Ferdinand Ruzicka "Mikroskopie für den Imker" und ein paar Pollen-Bildern aus dem Internet.


    Honigbestimmung anhand von Pollen, war aber hier im IF auch schon mehr als einmal Thema, da waren ganz findige Leute dabei ... müsst Ihr hier mal suche.


    Da war das mit dem Zuckerspektrum u.a. noch nicht so weit.


    GdBK



    * - wenn die mir mal über den Weg laufen, würde ich sie ggf. mal erwerben wollen, stehen zumindest auf meiner "HABEN WOLLEN" - Liste !

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Danke, das Schreiben von v. d. Ohe klärt auch meine Frage nach der Pflicht die Botulismuswarnung anzubringen.


    Wenn ich zudem das heute Vormittag gehörte Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Stifung Warentest in Radio Bremen I bedenke:

    Auf die Frage was Imker tun können um die Sortenreinheit zu garantieren. Meine die TEST-Mitarbeiterin, dass der Imker wenn er bemerkt, dass seine Bienen falschen Pollen eintragen müsse er mit seinen Bienen abziehen.


    Dieser Test ist aus meiner Sicht für die Tonne.


    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Leider wird der Kunde aber anders denken. Warum soll ich Euren teuren Honig kaufen, wenn der von Lidl zu den Besten und auch preiswertesten Honigen gehört, dann wird es schwer zu argumentieren das unser Honig ja Regional und viel besser und und und ist.

  • Genau das ist das Problem, denn was und wie etwas bewertet wird interessiert den Leser weniger, der schaut meist nur auf die zusammengefasste Bewertung am Ende der Spalte und ganz oben in der Spalte auf den Preis.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Nein Eisvogel,

    Mein Kommentar zu den DIB Gläsern erspare ich mir.

    Spätestens seit dem ADAC Gate dürfte dem denkenden Leser klar sein, was manche mit solchen Tests bezwecken.

    Für mich persönlich können die testen was sie wollen.

    Fakt ist aber auch, dass die Leser solcher Tests natürlich beeinflusst werden.

    Gott sei Dank hält das Gedächtnis bei den meisten nicht lange an.


    Schade das damit die gute Qualität an Honig meiner Imkerkollegen auch mit in dem selben Pott geworfen wird.

    Die Qualität des Honigs hängt ja nicht vom Glas ab.


    Die persönliche Bindung der Imker zu ihren Kunden, wird aber zu kaum weniger verkäufen führen. Zudem kaufen die nicht ihren Honig im Supermarkt.


    Daher sehe ich die Sache vollkommen entspannt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Nun ich sehe das ein wenig anders. Ich habe die Info aus der Tageszeitung das Stiftung Warentest Honig getestet hat. Natürlich wird in so einem Artikel nur das nötigste an Informationen veröffentlicht, was zur Folge hat, das manches aus dem Kontext gerissen wird. Nicht jeder kauft sich den Artikel der Warentester sondern denen reicht das was als Ergebnis im Artikel der Tageszeitung steht. Woher soll der Nutzer wissen, das die Honige aus verschiedenen Sorten zusammen gepanscht werden um die gleiche Qualität zu gewährleisten? Es ist wie mit der Milch oder Fleisch oder was auch immer. Es geht noch billiger und wie das zustande kommt ist egal wenn es dann im Test auch noch gut abschneidet. Es wurden weder Transportwege, Lohnkosten Umweltschutz usw. berücksichtigt. Das es für Kinder unter 1 Jahr nicht geeignet ist, werden viele als No Go finden. Zumal es ja viele Produzenten scheinbar drauf haben. Das dies aber, laut Gesetz, nicht notwendig ist interessiert niemanden. Im Ergebnis steht Honig von Lidl gut, Honig aus Deutschland (DIB) schlecht und einfach nur teuer.

    Die einzige Hoffnung die ich habe ist die, das es bis zur nächsten Ernte noch was dauert und meine Kunden bis dahin es vergessen haben. Denn ich will meinen Honig nicht für knapp 5 € das Kilo verkaufen. Dann kann ich ihn auch drinnen lassen und oder gehe auf Ableger oder Vermehrer.

    Gruß

    Martin