Steuerliche Befreiung für alle Berufsimker gefordert

  • Das wir heute Erträge haben, die wir ende der 90er noch nicht hatten, liegt vor allem in der Veränderung der Imkerei insgesammt.

    Vor allem in der Zucht und auch in der Völkerführung.


    Es gibt nach wie vor Ländliche Räume die nicht Agrarindustriel ausgeräumt wurden. Stände in diesen Gegenden zeigen wesentlich bessere Volksentwicklungen und bessere Erträge, als Völker an ausgeräumten Ständen.

    Dafür haben wir heute aber auch nur noch wenige Massentrachtne, die früher übliche Kleckertracht gibt es an den meisten Standorten nicht mehr.


  • Fazit, was man hier in dem Faden wieder sehen kann:

    Die Bienenhalter und die Imker ziehen nicht an einem Strang.

    hm, also zumindest für mich trifft das nicht zu. Ich habe in meinen Beiträgen als Bienenhalter (nicht professioneller Imker) nur gesagt, dass ich es aus systematischen Gründen für falsch halte, die Forderung des DBIB überhaupt nur zu erwägen. Es gab ja hier im Faden auch schon interessante Alternativen (bspw. bestimmte Förderungen für Landwirte nur in Verbindung mit einem Imker o.ä.).


    Wenn hier jemand jemanden "ausspielt", dann doch der DBIB der sich über die Billigkonkurrenz der Bienenhalter beschwert (ob nun zu recht oder nicht). Oder anders ausgedrückt: der DBIB zieht hier nicht mit am Strang... VG

  • Hallo Bienenknecht,


    Ich komme aus dem Kreis Heinsberg. Hier an der holländischen Grenze sind wir mit einer Nitratbeslastung "gesegnet"', die.schon mehrfach durch die Presse gewandert ist.

    Nichts Anderes habe ich auch beschrieben. Bauern im herkömmlichen Sinne gibt es bald nicht mehr, sondern nur noch Agrarwirtschaft oder Agrarindustrie.

    Das ist eben die Folge, wenn die Subventionen wegfallen aber die Marktpreise auf sehr geringen Niveau verharren. Deutschland ist für die geringen Lebenmittelpreise bekannt. Traurig das der Landwirt aus dem bayrischen Wald seine Milch nach Tschechien verkauft, weil er dort die besseren Preise bekommt.

    Dennoch bin ich nicht bereit die landwirtschaftliche Agrarindustrie insbesondere Landwirte generell zu verteufeln. Viele haben aus der Historie heraus einen Bezug zu ihrem Land und ihrer Heimat.

    Wer mit offenen Augen mal durch nicht so gesegneten Gegenden mit entsprechenden Böden und Absatzmärkten fährt, sieht aber auch was passiert, wenn keine Landwirtschaft mehr betrieben wird. Ungemähte Wiesen, Verbuschung, Verödung sind dann angesagt. Auch nicht gut für unsere Bienen.

    Viele Freiberufliche arbeiten an der Grenze zum Idealismus.

    Teilweise sind das Bereiche die für ihr Geschrei nach Facharbeitern bekannt sind.

    So kenne ich etliche Dachdecker die als Polizisten, Krankenpfleger arbeiten, da sie dort mehr Geld für weniger Risiko bekommen.

    Mein Metzgermeister hat seinen Laden in der X Generation aufgegeben weil er in der Wurstfabrik mehr Geld verdient und geregelte Arbeitszeiten hat.

    Auch wenn der Eindruck entsteht, ich hätte was gegen Berufsimker, der irrt gewaltig.

    Ich betone auch hier nochmal, dass Berufsimker und Hobbyimker gegenseitig partizipieren. Bezahlte Bestäubungsleistungen hier in der Gegend für Erdbeeren, Himbeeren und Co können in dem Umfang keine Hobbyimker leisten.

    Nur eine Steuerbefreiung wiederspricht nicht nur den Steuergrundsätzen, sondern würde auch alle anderen Berufszweige auf die Barrikaden jagen, die auch irgendeine Benachteiligung sehen.

    Als Familienvater sehe ich mich auch massiv benachteiligt gegenüber Andere. Das drückt sich auch darin aus, dass die deutschen nur über Einwanderung wachsen.

    Das muss doch auch gefördert werden.

    Das über Steuerklasse, Kindergeld und Freibeträge schon was getan wird, ist dabei schnell vergessen.

    Einer gerechte Lösung ist da sehr sehr schwierig.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • der Titel hat einen kleinen Fehler!


    es müsste heißen Steuerbefreiung für alle


    IMKER !

    vielleicht verstehen es dann ein paar


    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Die Berufsimker kann ich noch nachvollziehen, aber bei allen Imkern hört der Spaß auf. Ich bin Hobbyimker, trotzdem bin ich dagegen, dass man noch mehr Anreiz schafft, für das Imkern als Hobby. Wir hatten gerade Faulbrut in der Gegend und wie viele Leute plötzlich sich eine Bienenkiste in den Garten stellen, ohne Anmeldung beim Veterinär etc. Dann fragt man, warum nicht im Imkerverein? Man hat ja nur ein Volk und ist ja kein Imker.....Man wollten etwas für die Bienen tun. Wenn das auch noch steuerlich vergütet wird.. mmmhhmm vielleicht könnte man damit alle nicht angemeldeten Bienenbesitzer find?


    Nachdenkliche Grüsse

  • Guten Abend, wir drehen uns immer mehr im Kreis. Ein Hobbyimker zahlr auch derzeit keine Steuern für Einkommen aus der Imkerei. Wäre die Hobbyimkerei steuerbar, prima, dann könnte ich mein negatives Betriebsergebnis von meinem Einkommen absetzen. Soviel Gewinne können die Erwerbsimker m.E. garnicht machen, wie die Hobbyimker an Verlusten produzieren, wenn deren Kosten nach den gleichen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt werden. VG

  • Guten Abend, wir drehen uns immer mehr im Kreis. Ein Hobbyimker zahlr auch derzeit keine Steuern für Einkommen aus der Imkerei. Wäre die Hobbyimkerei steuerbar, prima, dann könnte ich mein negatives Betriebsergebnis von meinem Einkommen absetzen. Soviel Gewinne können die Erwerbsimker m.E. garnicht machen, wie die Hobbyimker an Verlusten produzieren, wenn deren Kosten nach den gleichen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt werden. VG

    Lieber Georgie, Du müsstest wissen, das die Verluste nach einiger Zeit vom Finanzamt mit dem Stempel "Liebhaberei" begrenzt werden. Und dann heisst es NACHZAHLEN !!!

  • Night Shadow,

    Hobbyimker bezahlen eh keine Steuern. Das sich immer mehr von den Vereinen abwenden, wundert mich nicht. Man beachte mal die Tonlage teilweise hier im Forum.

    Hinzu kommt, dass der grösste Teil der Beiträge an andere als den Verein gehen.

    Die meisten Wissen anscheinend nicht, dass sie über ihre Haftpflicht und ggf. Rechtsschutz bereits versichert sind im Hobbybereich.

    Von dem Verband bin ich als frisch gebackener ehemaliger Ehrenamtler mehr als enttäuscht und unterstützte solche Leute mit keinen Cent mehr.

    Schade das manche Leute die Arbeit von denen die der Imkerei am Herzen liegt, kaputt machen. Denen gehört nach wie vor mein Respekt.

    Hinzu kommt, dass viele es satt haben irgendeiner Kontrolle zu unterliegen. Das müssen wir ja schon dem Arbeitgeber, dem Finanzamt und so vielen anderen gegenüber. Berichte über die Vorgehensweise mancher Veterinäre tun ihr übriges. Den Kleinen hängt man, den Großen lässt man laufen.

    Nach Bankenkrise, Dieselgate etc kann ich es auch keinen mehr verübeln. Ehrlichkeit zahlt sich nicht mehr aus.

    Auch bei uns gehen etliche AFB Bezirke auf.

    Es sind auch nicht nur die gar nicht angemeldet sind, sondern auch diejenigen die X Völker melden aber Y verstreut stehen haben. Einen Kreis mit 630 kqm kann man nicht kontrollieren.

    Dennoch appelliere ich immer wieder an Alle, sich zumindest beim Vet anzumelden.

    AFB betrifft alle und zumindest gibt es eine Entschädigung.

    Ob Forderungen nach einer Steuerbefreiung da helfen eine Einigkeit bei Imkern zu fördern, bezweifle ich sehr stark.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Habe mich gerade für einen Vortrag sehr reingefuchst in das Thema "Bestäubungsleistung". Und da muss ich leider sagen: Die Honigbiene ist selbst in Kulturen nicht systemrelevant. Gibt zahlreiche Publikationen dazu und alle zeigen, dass es eben der gesunde Mix ist, den es braucht...und dass man dabei auf die Honigbiene sogar am ehesten verzichten kann. Sehr spannendes Thema; war auch überrascht - weltweit werden die meisten wildwachsenden Blütenpflanzenarten übrigens von KÄFERN bestäubt.


    Daher hinkt die DBIB-Argumentation ganz gewaltig... eher sollte man alle subventionieren, die ihren Beitrag dazu leisten, diese gesunde Bestäubervielfalt aus Käfern, Wespen, Fliegen, Bienen & Co. zu erhalten: Naturschutz- und Biosphärenreservate sowie Flächenbesitzer- oder Nutzer, die ihre Flächen kleinteilig, strukturiert und blütenreich halten anstatt in Monokulturen umzuwandeln (selbst wenn diese aus blühendem Raps besteht) oder mit Strassen und Häusern zupflastern.


    M.

  • Guten Abend, wir drehen uns immer mehr im Kreis. Ein Hobbyimker zahlr auch derzeit keine Steuern für Einkommen aus der Imkerei. Wäre die Hobbyimkerei steuerbar, prima, dann könnte ich mein negatives Betriebsergebnis von meinem Einkommen absetzen. Soviel Gewinne können die Erwerbsimker m.E. garnicht machen, wie die Hobbyimker an Verlusten produzieren, wenn deren Kosten nach den gleichen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt werden. VG

    Hallo Georgie, Du erweckst hier den Eindruck, dass alle nichtgewerblichen Imker automatisch ein negatives Betriebsergebnis bzw. Verluste erzielen nur weil Du selber nicht kostendeckend arbeiten kannst.

    Schade für Dich, das Du aktuell nicht kostendeckend arbeitest. Schade auch das Dein imkerlicher Horizont anscheinend nur bis zu Deiner Nasenspitze reicht , denn ansonsten würdest Du nicht von Dir auf alle anderen nichtgewerblichen Imker schliessen.

    Meine Empfehlung an Dich: Such Dir doch einen erfahren, erfolgreichen gewerblichen Imker als Mentor bzw. Coach. Ich habe es jedenfalls so gemacht und habe wirklich viel dabei gelernt und mir viele Kosten erspart.

    Aus nichtgewerblichen Imker sind schließlich die meisten, eigentlich wohl alle gewerblichen Imker hervorgegangen. Diese Imker mussten kostendeckend arbeiten, um die unweigerlichen Investitionen bei steigenden Völkerzahlen stemmen zu können.

  • Habe mich gerade für einen Vortrag sehr reingefuchst in das Thema "Bestäubungsleistung". Und da muss ich leider sagen: Die Honigbiene ist selbst in Kulturen nicht systemrelevant. Gibt zahlreiche Publikationen dazu und alle zeigen, dass es eben der gesunde Mix ist, den es braucht...und dass man dabei auf die Honigbiene sogar am ehesten verzichten kann.

    Es ist bekannt, dass die Honigbiene die vielen übrigen Bestäuber nicht ersetzen kann. Viele Blütenpfanzen haben Ihre ganz eigenen BesTäubungspartner, dass dies aber auch für Kulturen wie Obst, Raps, und Saatvermehrung zutrifft wäre doch durch Nennung der Quellen näher zu erläutern. VG

  • Die Honigbiene ist selbst in Kulturen nicht systemrelevant.

    Mit der Aussage wäre ich sehr vorsichtig.

    Das Biene ist DAS Leittier einer umweltpolitischen Bewegung. Das die Honigbienen es schwer haben, aber trotzdem irgendwie zurechtkommen, dass können wir Imker sehen.

    Sie ist aber, neben dem Marienkäfer, wohl das einzige positiv besetzte Insekt in der öffentlichen Wahrnehmung.

    Wenn sich manifestiert, dass Bienen garnicht so wichtig sind, dann sehe ich ganz schwarz. Kein Käfer ist so sexy wie die kleine süße Biene Maja. Zumindest sind mir keine öffentlichen Berichte ala "Rettet die Laufkäfer" bekannt, obwohl da ein gravierender Schwund zu verzeichnen ist. Selbst der Rückgang der Schmetterlinge wird nicht wahrgenommen...aber Maja zieht.

    Daher ich für die Zukunft die Biene sehr wohl als systemrelevant, wenn auch vielleicht nicht für die individuelle Bestäubungsleistung, aber als Indikator, von dem auch viele viele andere Insekten profitieren können.