Steuerliche Befreiung für alle Berufsimker gefordert

  • Um die Diskussion mal ad absurdum zu führen, fordere ich für meine Lehrerkollegium (genderkonform) Steuerbefreiung. Schließlich schaffen diese Menschen unter höchsten Einsatz mit der Wissensvermittlung die Basis für den Wohlstand des rohstoffarmen Deutschland.


    Gruß

    Werner


    nicht ganz ernstgemeint, aber ich würde es mitnehmen:)

  • Quatsch, ... wir haben so viel Rohstoffe das wir sogar unsere Atomkraftwerke verschrotten, unsere Kohlegruben zuschütten und unsere Kohlekraftwerke dichtmachen können. .....

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Robert, woher der Sinneswandel? In #16 hört sich das noch ganz anders an.


    Was mir immer noch nicht ganz klar ist, was das Ziel dieser Forderungen ist. Mehr Bienenvölker, wie einige hier im Forum schreiben, oder mehr Geld in Berufsimkers Hosentasche, egal woher? Alternativ wäre noch: mehr Geld in aller Imker Hosentaschen? Das geht aber aus dem SAT1 Bericht so nicht hervor, der neben vielen Unklarheiten auch diverse Unwahrheiten enthält.


    In #2 und #7 war eigentlich schon alles passend beantwortet.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Lehrer sind Überbewertet!;(:)

    Müßen sie doch nicht über ihre Existenz nachdenken;)

    und bekommen keinen kaputten Rücken vom schaffen

    Dat war fies ich weiss

    Sorry!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Er hat mir versucht zu erklären, dass es die Bienen ja gar nicht braucht, da durch Neuzüchtungen der Ertrag ständig steigen würde.

    Dass er sich so schlechte Information oder Breitärschigkeit (tschuldigung, muss sein) leisten kann, liegt an der Subventionspolitik. Ist das das Ziel?

    Ich habe schon mehrfach von Landwirten gehört, dass es keine wirkliche Ertragssteigerung gibt wenn Völker am Acker stehen. Falls es eine gibt, so geht sie unter in den natürlichen Schwankungen zwischen den Schlägen und Jahren.


    Das ist natürlich nicht repräsentativ und mag durchaus an Sorte, Jahr oder der ohnehin sehr hoher Bienendichte in meiner Region liegen. Da zumindest diese Landwirte auch nicht auf den Kopf gefallen sind würde ich das nicht so pauschal unterschreiben, dass LW schlecht informiert sind. Manchmal zeigen deren praktischen Erfahrungen halt nicht das, was Imker erwartet.

  • Manchmal zeigen deren praktischen Erfahrungen halt nicht das, was Imker erwartet.

    Manchmal dürften die praktischen Erfahrungen aber ohne Ergründung der Ursachen gemacht werden. Das ist für mich auch uninformiert. Bei Geprächen mit Rapsbauern hab ich zum Beispiel auf die umliegenden Bienenstände hingewiesen. Der Bauer wusste davon nichts. Wenn um ein Feld schon 4 Stände in allen Richtungen sind, fällt der fünfte direkt am Feld wahrscheinlich wirklich nicht ins Gewicht. Es dürfte auch einige Landwirte geben, die überhaupt keine Referenzzahlen ohne Insektenbestäubung haben.

    Eine Aussage, wie die oben zeigt, dass zumindest dieser Landwirt absolut nichts unternehmen muss um ausreichend Geld mit dem Raps zu verdienen. Er hat es nicht nötig sich über die Erhöhung der Erntemenge überhaupt nur Gedanken zu machen. Das ist schon eine recht komfortabele Situation.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Sry eine pauschale Völkerprämie wird auch nichts bringen. Die Erfahrung hat man ja z.B. in Hessen schon gemacht.


    Bisher habe ich in diesem Thread einen wirklich guten Vorschlag gehört, und zwar die Koppelung von Greening Prämien an die Bewirtschaftung mit Bienen. Das und ähnliche Ideen halte ich tatsächlich für Zielführend.

    Man muss ja nicht unbedingt nur an die öffentliche Förderung denken, die Rapool z.B. fordert heute 2 Völker/ha, evtl. kann man mit denen stärker zusammenarbeiten und ûber 4 Völker und verteilte Aufstellungen reden. Rapool macht zwar nur Saatgut, aber wie sieht es aus mit großaufkäufern zu sprechen und 0,5 oder 1 Völker / ha in den Produktionsflächen einzuführen.


    Eine Förderung auf Völkerbasis ist halt Problematisch, da sie Kontrollierbar sein muss, oder will man sagen erst ab 70+ Völker? Evtl. wäre eine Förderung auf Basis von Kooperation mit Landwirten möglich, also so: 300 Völker zur Bestäubung an dem und den Schlag eingesetzt, bestätigt vom Imker und Landwirt, vorangemeldet und kann jederzeit überprüft werden.


    Da sehe ich mehr Potential drinnen, als in einer Steuerbefreiung.

  • Was habt ihr nur immer mit dem blöden Raps?

    Die Äpfel und Kirschen, Himmbeeren, Stachelbeeren, Edelkastanien fürs Wild, Beeren für die Vögel Kräuter für die Hasenapotheke.......ich könnte Stundenlang weitermachen.

    Mann Mann

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    W. Churchill

  • Ja Wasgau immen,

    wer wie Du im Pfälzer Wald mit seiner schönen Flora sitzt kann sich natürlich schwer vorstellen, dass es Gegenden gibt die sehr eintönige Trachbänder hat, außer er wandert weite Strecken.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Du hast keine Ahnung! Hier gibts nur Sand, reinsten Sand! Kratzt du den wech kommt, na was wohl?

    Sandstein:P Hier ist es entweder zu trocken oder zu nass!:( Ausser verkümmerten Pferdewiesen gibts keine Landwirtschaft, du würdest dich schon sehr wundern!

    Gegenden gibt die sehr eintönige Trachbänder hat

    Genau das meine ich doch! Dem überwichtigen Gott der Landwirtschaftlichen Überproduktion wird doch jeder Flecken irgendwie brauchbaren Bodens geopfert, um ihn für immer auszulaugen Punkt

    Darum braucht ihr Raps um irgendwas in der Kiste zu finden! Danach ist ja bekanntlich Ebbe, äh Milbe.

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    W. Churchill

  • Bisher habe ich in diesem Thread einen wirklich guten Vorschlag gehört, und zwar die Koppelung von Greening Prämien an die Bewirtschaftung mit Bienen. Das und ähnliche Ideen halte ich tatsächlich für Zielführend.

    Danke robirot das Du meinen Vorschlag die Greeningprämie an die Aufstellung mit Bienenvölkern zu koppeln nochmal aufgegriffen hast. Die volle Greeningprämie bekommst Du im Moment schon, wenn Du nur 5 Prozent Deiner Gesamtflächen als Greeningfläche ausweist. Das ist eine reine Augenwischerei.

    Aus den Erfahrungen von Bernhard Heuvel sind hauptsächlich junge Landwirte an einer Zusammenarbeit mit Imkern interessiert. Bernhard übermittelt solchen interessierten Landwirten ja auch viel Know How im Bereich PSM. Viele Landwirte wissen ja nicht einmal was sie da spritzen. Ein grosser Teil von Landwirten betrachtet Bestäubungsprämien nur als Kostenfaktor. Die kriegst Du nur wenn die auf ihrem Kontoauszug eine gekürzte Flächenprämie präsentiert bekommen.


    Tom




  • Dem überwichtigen Gott der Landwirtschaftlichen Überproduktion wird doch jeder Flecken irgendwie brauchbaren Bodens geopfert, um ihn für immer auszulaugen

    Aaahhh. So langsam wird ein Schuh draus. Anstatt Forderungen zu stellen die Folgen ungünstiger Regelungen finanziell auszugleichen, wäre es viel sinnvoller zu überlegen, wie die Gründe der Schwierigkeiten abzustellen oder zumindest abzumildern sind.

    Vielleicht sollten die Verantwortlichen des DBIB mal konkret auflisten, was denn genau die Schwierigkeiten sind, die es ihnen so außergewöhnlich schwer machen mit der Imkerei ausreichend Geld zu verdienen. Dann fielen so manche Ungenauigkeiten und Fehlannahmen in der Argumentation auf. Die Möglichkeiten träten hingegen besser hervor.


    Es liegt mir fern den (Berufs)Imkern ein besseres Einkommen zu verwehren. Nur mit schlechten oder falschen Argumenten kann man keine Verbesserung erreichen.

    Dass Hobbyimker und Berufimker steuerlich unterschiedlich behandelt werden, ist schlicht und ergreifend falsch. Bei beiden sind nur die erzielten Gewinne einkommensteuerlich relevant. Um die Bürokratie nicht ausufern zu lassen (was ja von vielen gefordert wird) geht man heute oft pauschal davon aus, dass bis 30 Völker wohl kein Gewinn zu machen ist. Ist die Entbürokratisierung jetzt auch wieder falsch?

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Hallo Jäger ,

    Ich habe bei mir im Dorf mit einem Landwirt darüber diskutiert wie wichtig die Bestäubung für seinen Raps ist............

    Er hat mir versucht zu erklären, dass es die Bienen ja gar nicht braucht, da durch Neuzüchtungen der Ertrag ständig steigen würde. :thumbdown: Ohne Worte eigentlich.


    "....... Doktorarbeit an der Universität für Bodenkultur, Wien befasste sich mit der Steigerung der Hektarerträge bei landwirtschaftlichen Kulturen, insbesondere bei Raps in Österreich. Es konnte nachgewiesen werden, dass durch den Einsatz von Honigbienen zur Bestäubung die Erntemengen deutlich gesteigert werden können" (Link ab Seite 156 Mitte)


    Wirf Ihm das an den Kopf !


    vielleicht hilft das "Bestäubungshandbuch" auch Llecter bei seiner Argumentation ....


    Auch einige Andere finden hier sicher "belastbare Aussagen" zum Erfolg der Bestäubung durch Bienen ... bei allen möglichen Arten von Nutzpflanzen.



    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

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