Steuerliche Befreiung für alle Berufsimker gefordert

  • Was mich betrifft, da verdient nur der Steuerberater

    Wenn die Völkerzahl noch die ist, die in Deinem Profil steht (<=70) sollte das sehr gut ohne Steuerberater gehen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die Grafik vom DIB oben zeigt doch, dass wir wieder fast die Höchststände alter Zeiten erreicht haben. Willst du NOCH mehr? Wem soll das was bringen?

    Ich denke, das ist die Sicht eines Imkers, der in einer Metropolregion imkert, also dort, wo sich Bienen als urbanes Hobby massiv ausbreiten.

    In ländlichen Regionen, wo die Bienen ja gerade als Bestäuber gebraucht werden, ist das anders. Bei uns z. B. gibt es große weiße Flecken auf der Bestäubungslandkarte, d.h. viele Äcker und Obstbäume, die außerhalb eines Flugkreises sind.


    Ich denke manchmal auch, dass der Charme unseres Hobbys in seiner Seltenheit liegen könnte, trage aber andererseits fleißig dazu bei, dass die Imker mehr werden.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

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  • Das ist ein schwieriges und subjektives Thema.

    Ich wohne hier auf dem Lande und hier gibt es mehr als genug Imker.

    Die Aussage eines Berufsimkers war, dass er mittlerweile Schwierigkeiten hat, gescheite Standplätze zu bekommen.


    Dennoch freue ich mich über die Neuimker die Links und Rechts neben mir aufgetaucht sind.


    Das steht aber im Kontrast zu einem Obstbauern, der einen gescheiten Imker für sein Bäume sucht. Zahlen tut der für die Bestäubung aber nicht.


    Eine Steuerfreiheit für Berufsimker würde in meinen Augen den Berufimker bevorteilen.

    Durch Einsatz von Maschinen und des Vorsteuerabzugs kann er die Kosten pro Stück im Verhältnis zum Erlös pro Stück senken, vorausgesetzt das er seine Arbeitsstunden auch mit einrechnet.

    Ein weiteres Argument gegen eine Steuerbefreiung

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Da gönnt hier doch der Eine dem Anderen das Schwarze unterm Fingernagel nicht!


    So eine Große Imkerei kostet ohne Ende, und das IMMER, und ist Schwerstarbeit für die ganze Familie fast rund um die UHR wenns mal kracht. Vom Wirtschaftlichen Risiko will ich garnix sagen.

    Verreckt einem die Hälfte der Völker wegen Gift, gibts ein Sch...ß Jahr, oder geht der Karren kaputt, oder will der Fiskus mehr als du hast, oder, oder .... stößt manch einer schnell in den Schuldenmodus vor, wenn er noch nicht drinn steckt.... Krankenkasse Rente etc. denkt gefälligst ma nach...!

    Wie kommst am schnellsten mit Imkerei zu ner Million?

    Nimm 2 Mille und fang damit an...

    Ich hab das Gefühl als wenn hier nur neidische (Worauf weiß ich nicht) Dreivolk Imker rum maulen.


    habe fertig

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ach ja, Steuerbefreiung, ist zwingend notwendig, BEVOR der letzte aufhört.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ich schätze, dass sich Subventionen schwer erkämpfen lassen, weil die Politik immer sagen kann: Geht ja auch so!

    Wir haben ja seit einiger Zeit einen Zuwachs an Bienenvölkern.

    Bei landwirtschaftlichen Betrieben sieht das anders aus. Würden die Subventionen wegfallen, würden der überwiegende Teil der Betriebe aufgeben müssen und nur sehr große Betriebe hätten ein Chance. Das ist politisch nicht erwünscht, weil das Idealbild immer noch der Familienbetrieb ist.

    Ich fand es jüngst wieder mal sehr bezeichnend, als bei der Demo in Berlin ein Beteiligter die Forderung nach bäuerlichen Kleinbetrieben in die Fernsehkamera sprach. Was bitte ist ein Kleinbetrieb? Der typische Städter stellt sich Landwirtschaft eher wie einen großen Garten vor.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wir haben ja seit einiger Zeit einen Zuwachs an Bienenvölkern.

    Wenn der (Dreivolk)Hype vorbei ist reden wir bestimmt nochmal!

    Die Chinesen freuen sich jetzt schon

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Hallo Berggeist, Du bist selbständiger Handwerker - Respekt, wäre ich auch gern geworden, hat sich aber anders ergeben. Trotzdem in Betriebswirtschaft und Kalkulation habe ich Erfahrung. Schreinern und Imkern ergänzen sich, sind aber in der der Produktpreisbildung und Vermarktung nicht zu vergleichen. Die Preise bei Handwerkskeistungen steigen stetig, das zeigen unsere Ausschreibungen. Du kannst also die steigenden Produktionskosten weitergeben. Der Honigpreis und der Butterpreis steigen dagegen nur gering. Die Kosten des Imkers aber stärker. Habe mal eine Kosten- und Ertragsrechnung für eine Erwerbsimkerei aufgestellt. Da ist mit allem, bis hin zur Altersversorgung, nicht viel zu verdienen. Wir sollten also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Trotzdem, wünsche ich Dir auf beiden Gebieten maximale Erfolge.

    VG aus der Börde

  • Darum gibts ja auch noch soviel davon

    Es werden beständig weniger. Unter fünf Mitarbeitern sieht es da ganz schlecht aus mit der Wirtschaftlichkeit. Mit dem Geld, die die Schleuderstraße beim Imker kostet, kommen die nicht weit.

    Vielleicht liegt es ja auch an der Nachfrage, dass es unterschiedliche Anzahl an gewerblichen Akteuren in den Branchen gibt? Die Hobbyversion mit Produktverkauf gibt es im Vollhandwerk nicht. Wäre dann die passende Forderung, dass die Hobbyimker nur noch Honig verschenken dürfen?

    Die Belastung der Imker ist mit Sicherheit nicht höher als in vielen Handwerksberufen.

  • Wenn der (Dreivolk)Hype vorbei ist reden wir bestimmt nochmal!

    Am Anfang wollte ich auch nur 3 Völker haben, vielleicht vier.
    Und jetzt grübel ich darüber nach, ob ich auch 30 schaffen würde... ;-)

    Anders ausgedrückt: Die Zahlen steigen seit 10 Jahren kontinuierlich. Der Hype hält also schon ganz schön lange.


    Was wohl ein Problem ist, wenn ich dem Bernhard Heuvel richtig zugehört habe:
    Wenn du 5 Tonnen Honig vernichten musst, weil Grenzwerte überschritten worden sind, dann trägst du das finanzielle Risiko dafür als Imker ganz alleine.

    Imkerei ist ja als Landwirtschaft immer auch ein Stück weit Lotto-spielen, und mit unvorhergesehenen Risiken behaftet. Was ich mich daher frage: Sind Landwirtschaftsbetriebe (Ackerbau, Viehzucht) besser vor Risiken geschützt, weil es zum Beispiel bessere Absicherungen gibt?

    Oder anders gefragt: Sind Imker schlechter gestellt als andere Landwirte, was die Absicherung betrifft?

  • Nur mal so eine Frage: Heißt Steuerfreiheit dann nicht auch, dass man Unkosten nicht mehr von der Steuer absetzen kann?

    Ich fürchte, dass eine typische Berufsimkerei in Deutschland nicht so viel Steuern zahlt, weil es ja kaum Gewinn für so viel harte Arbeit gibt - also das behaupten zumindest alle Landwirte egal ob mit Bienen, Schweinen oder Ackerbau. Wenn man die mithelfenden Familienmitglieder anmeldet hat und den Lohn sowie deren Versicherung als Unkosten des Betriebes sieht, wird der Gewinn sicher nochmal kleiner, das Familieneinkommen sollte sich dann wegen der Löhne aber nicht so viel verringern.


    Wäre dem Imker also nicht mehr geholfen, wenn er "Bestäubungsprämien" pro (nachweisbar in der Fläche) aufgestelltem Volk als Zuschuss bekommt oder man sonst einen Modus sucht, mit dem er für seine Leistung für die Natur bezahlt wird. Dann kann er seine Gewinne oder Verluste ganz normal in der Steuer erfassen. In guten Jahren zahlt er mehr in schlechten weniger auf seine Ernte-Erträge und die Prämien für die Umweltleistung sind vom Wetter weniger abhängig.

    Bei uns bezahlt man ja auch Landwirte für die Mahd der Streuwiesen oder Almen, um diese zu erhalten. Die früher begehrte Streu oder Futtermenge davon wäre heute wirtschaftlich uninteressant, aber so geht es scheinbar.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Der Honigpreis und der Butterpreis steigen dagegen nur gering.

    Der Honigpreis ist hier in den letzten 10 Jahren um 40 - 85 % gestiegen, je nachdem wie man es rechnen möchte.

    Du kannst also die steigenden Produktionskosten weitergeben.

    Nur wenn eine Nachfrage nach meinem angebotenen Produkt besteht. Warum zahlen die Ostbauern noch nicht oder schlecht für die Bestäubung? Zu viel Angebot zur Nachfrage?