Steuerliche Befreiung für alle Berufsimker gefordert

  • Warum zahlen die Ostbauern noch nicht oder schlecht für die Bestäubung? Zu viel Angebot zur Nachfrage?

    Weil bei denen der Kostendruck auch hoch ist und Bestäubung hierzulande eher als freies Gut verstanden wird. Wildbienen und andere Insekten machen es ja auch umsonst.

    Es gibt bei uns halt nicht Obstkulturen in einer Größe wie in den USA.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Heißt Steuerfreiheit dann nicht auch, dass man Unkosten nicht mehr von der Steuer absetzen kann?

    Nein natürlich nicht. Das wäre doch doof.:rolleyes:


    Das lustige durcheinanderwürfeln der einzelnen Forderungen ist das größte Problem an der ganzen Aktion.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Denk mal!

    Großkonzerne ala Benz zahlen fast keine Steuern, Aktionäre haben die Taschen voll und zahlen ebenfalls fast nix. Und das ALLES nur zu Kosten und Lasten der Umwelt. Die (groß)Landwirtschaft produziert viel zu viel, dies ebenfalls nur zu Lasten der Böden der Luft etc., unser aller Mitwelt. Die bedienen sich ungeniert an allen Ressourcen machen imensen nicht wieder gutzumachenden Schaden an Flora und Fauna, weit in die Zukunft hinein, und bekommen IMMER den Arsch nachgetragen!

    Nur wir uneinigen kleinen Imker leisten wirklich was Nachhaltig Gutes für unsre aller Mitwelt, wir haben Hilfe Nötig und verdient!

    Wir sind Allgemeinnützlich, dies immer und uneingeschränkt!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill


  • Nur wenn eine Nachfrage nach meinem angebotenen Produkt besteht. Warum zahlen die Ostbauern noch nicht oder schlecht für die Bestäubung? Zu viel Angebot zur Nachfrage?

    Ich habe bei mir im Dorf mit einem Landwirt darüber diskutiert wie wichtig die Bestäubung für seinen Raps ist............

    Er hat mir versucht zu erklären, dass es die Bienen ja gar nicht braucht, da durch Neuzüchtungen der Ertrag ständig steigen würde. :thumbdown: Ohne Worte eigentlich.


    Jäger

  • Großkonzerne ala Benz zahlen fast keine Steuern

    weil der Konzern auch keinen Gewinn macht. Die Wertschöpfung läuft über die Gehälter. Dass/ob die angemessen sind, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber die Vorstände müssen sehr wohl ihr Gehalt versteuern.

    Die Einkommensteuer ist der vollkommen falsche Hebel, da beim Imker eh nicht viel rum kommt, wie alle sagen. Der Imker könnte auch eine GmbH gründen und hätte das gleiche Prozedere. Die GmbH dürfte auch möglichst keinen großen Gewinn erzielen.

    Bei der Umsatzsteuer ist der Imker schon im Vorteil, weil er die meisten Sachen mit 19% Vorsteuer berechnen kann und auf den Honig nur 7 % berechnen muss.

    Oder er berechnet 10,7 Prozent, die er behalten darf. (Dafür keine 19 % auf den Einkauf abziehen) Wo gibt es denn sowas, in anderen Branchen?

    Beim pauschalen Zuschuss des Staates pro Volk als Bestäubungsprämie möchte ich nicht wissen, wer sich da so alles berufen fühlt Imker zu werden. (So es denn ein spürbarer Zuschuss wäre)


    Fordern kann man viel, aber doch bitte mit vernünftigen, durchdachten Argumenten.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Die Zahlen steigen seit 10 Jahren kontinuierlich. Der Hype hält also schon ganz schön lange.

    Das mag sein, da herrscht aber wildes Kommen und gehen! Die wollen doch die Welt retten! Noch!

    Wenn ich zurückdenke sind viele leidenschaftliche Anfänger nicht mehr dabei, die Kisten sind und bleiben leer!, faulen nur so rum, das ist doch die Realität, weht ein laues Lüftchen, ist alles schööön, weht mal Wind, ist es vorbei mit der schönen Imkerei.

    Die Latte wird hoch gelegt und mit viel Anlauf gehts voll drunter her.....

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • Er hat mir versucht zu erklären, dass es die Bienen ja gar nicht braucht, da durch Neuzüchtungen der Ertrag ständig steigen würde.

    Dass er sich so schlechte Information oder Breitärschigkeit (tschuldigung, muss sein) leisten kann, liegt an der Subventionspolitik. Ist das das Ziel?

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  • Großkonzerne ala Benz zahlen fast

    Bei der Umsatzsteuer ist der Imker schon im Vorteil, weil er die meisten Sachen mit 19% Vorsteuer berechnen kann und auf den Honig nur 7 % berechnen muss.

    Oder er berechnet 10,7 Prozent, die er behalten darf. (Dafür keine 19 % auf den Einkauf abziehen) Wo gibt es denn sowas,

    ist das in der Imkerei so? Ich dachte, wenn mein Produkt Mehrwertsteupreviligiert ist, darf ich die Vorsteuer nur in der Höhe der Steuer geltend machen, die ich auf mein Endprudukt erheben muss. Diese Mehrwertsteuer muss ich dann wieder ans FA abführen. Die Differenz muss ich tragen.

  • Also bisher ist die Argumentliste, warum wir angeblich zu wenig Imker haben, noch recht dünn.

    Einzig WFLP hat angemerkt, dass es in ländlichen Regionen seiner Meinung nach noch zu wenig Imker hätte.


    Doch ich erinnere an die Honigpreisdiskussion, dort wurde von vielen Imkern gerade aus dem ländlichen Raum behauptet, dass sie nur sehr wenig für den Honig verlangen könnten, weil es so viele andere Imker in ihrem Umkreis gäbe und die Leute auf dem Land nicht bereit seien, höhere Preise zu zahlen.


    Das widerspricht dem etwas und deckt sich auch eher mit meiner eigenen Erfahrung. Gleich hinter München ist plattes Land, in alle Richtungen mindestens 100 bis 200 km. Da ist alle 1 bis 3 Kilometer mindestens ein Dörfchen, der Honigpreis fällt ins Bodenlose und im Schnitt findet man fast in jedem Dorf mindestens einen Imker.


    Die Krux ist doch: Die Gesellschaft will Imker haben, wegen der Bestäubungsleistung. Aber die will sie nicht bezahlen. Stattdessen sagt man: Finanziert euch doch über den Honig.

    Problem: Mehr Imker machen mehr Honig, teuerer wird er davon garantiert nicht. Es wird den Imkern überlassen, wie sie untereinader damit fertig werden.


    Das wäre, wie wenn man z.B. den Heizungsbauern sagen würde: Wir wollen, dass ihr die Heizungen austauscht, aber bitte kostenlos, ihr könnt schließlich vom Schrottverkauf der alten Heizungen gut leben!


    Vom Nebenprodukt sollt ihr leben, das Hauptprodukt aber umsonst liefern?!?


    Wenn die Bestäubungsleistung das Hauptprodukt ist, muss es auch so behandelt und direkt bezahlt werden, dann wird ein fairer Deal daraus. Wäre das das Haupteinkommen der Imker, wäre auch ein großes Mehr an Imkern und Honig kein Problem, zumindest für die Imker.


    Aber das wäre doch eine Völkerprämie! Die vom Bürger kritisierte Flächenprämie der Bauern auf Imkerisch.

    Ob das die Steuerzahler so prickelnd finden werden? Ob das die Qualität der Bienenhaltung verbessert oder nicht doch eher zu Masse statt Klasse führen würde?


    Daher glaube ich, dass das so niemals gemacht werden wird. Es bleibt weiterhin nur der Honig. In meinen Augen sind dann, wenn man die Zahl der Bienenvölker halten oder sogar noch mehr davon haben will, nur Maßnahmen sinnvoll, die den Honigverkauf für Imker wirtschaftlicher machen, ohne dass ein Honigsee entsteht. Also bevorzugt Maßnahmen, die nicht subventionsähnlich sind.

    Man muss alte Fehler der Landwirtschaftspolitik nicht wiederholen.


    Was aber stimmt ist, dass die Imkerei nirgends die volle Anerkennung für ihre eigentliche Leistung für die Gesellschaft erhält und es hier Luft für mehr Gerechtigkeit gäbe. Da hat der DBIB auf jeden Fall recht.

  • Aber das wäre doch eine Völkerprämie!

    Ja, und das würde auch zu Fehlallokationen führen, weil es zunächst ja keinen Anlass gibt, die Bienen dahin zu stellen, wo sie gebraucht werden.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die steuerliche Befreiung wird laut Diskussions-Titel zwar nur für Berufsimker gefordert. Aber wenn nun ein Vertreter genau dieser Gruppe sich hier meldet und generell mehr Imker, also auch Nicht-Berufsimker wünscht, dann ist die Frage nach der optimalen Zahl der Imker thematisch passend. Und käme die Forderung durch, würde das ganz sicher die Zahl der Imker, mindestens der Berufsimker erhöhen.


    Zur Frage, ob Berufsimker steuerlich gefördert werden sollten.....


    also das Ganze ist zwar eine Forderung des DBIB, das ist richtig. Aber sie soll nicht nur für die Berufsimker zugeschneidert werden, sondern für alle Imker zutreffen.

    Vom ersten Bienenvolk an, bis hin zu XXL


    Völkerzahlen:

    Wenn der Hype um das retten der Bienen vorbei ist, dann werden wir uns alle noch mal unterhalten über den Sinn oder den Grund mehr Bienen zu haben.

    Klar ist, dass diese jetzige Situation nicht zufriedenstellend ist. Es mag vielen egal sein, wenn jährlich Unmengen an Völker aus fragwürdigen Regionen hier her geholt werden, nur um die Lücken aufzufüllen.


    wir vom DBIB haben z.B. das Sonn- und Feiertags- und Ferienfahrverbot seit über 20 Jahren nun beackert. Eine gewaltig lange Zeit. Wenn das mit der Einkommens Steuerbefreiung schneller gehen sollte, dann freuen wir uns natürlich.


    Profitieren tun übrigens von dieser Regelung (Fahrverbote) auch einen große Schar an Pikup Fahrer, wenn diese ihre Anhänger am Wochenende ziehen wollen. Und vermutlich auch dann, wenn unsere Regierung mal auf die verrückte Idee kommen sollte, die Maut auf 3,5to herab zu setzen.

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • wenn diese ihre Anhänger am Wochenende ziehen wollen.

    wenn sie ihre Anhänger für die gewerbliche Imkerei ziehen wollen.

    Für alle anderen hat sich gar nichts geändert.

    Das ist auch gut so, weil es eine Gleichstellung mit den anderen Landwirten ist.

    Eine Einkommenssteuerbefreiung hat aber mit Gleichstellung nichts zu tun. Mit niemandem, oder?

    Aber sie soll nicht nur für die Berufsimker zugeschneidert werden, sondern für alle Imker zutreffen.

    Die Steuerbefreiung bringt dann den Hobbyimkern richtig was, wo sie ja heute eh schon, mangels Gewinn, keine Einkommensteuer für die Imkerei zahlen.

    Es mag vielen egal sein, wenn jährlich Unmengen an Völker aus fragwürdigen Regionen hier her geholt werden, nur um die Lücken aufzufüllen.

    Verstehe ich dich richtig? Du wünscht dir, dass möglichst viele Bienenvölker in deiner unmittelbaren Umgebung gehalten werden? Von ortsansässigen Imkern?

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...