Gegen Bienen allergisch?

  • Franz, genauso war`s bei mir 4 Jahre lang und wum`s war`s mehr!! Das wollt ich damit sagen! Und da hilft einem nix wenn X und Y Imker sagt, das is normal dass ma anschwillt wie wild oder das wird mit jedem Stich besser!

  • Aber ich bin guter Dinge, da ich da bei FranzXR bin. Ich hatte 5-6 Stiche und es war lokal, spätestens da hätte es mich ja "übler" erwischen müssen.

    Schai mal in die weiter oben von ribes verlinkte Dissertation von Denise Wrobel auf Seite 23. Da siehr man sehr schön, dass die ersten drei Imkerjahre die gefährlichsten sind.

  • Franz, genauso war`s bei mir 4 Jahre lang und wum`s war`s mehr!!

    Hallo bee-andy70 ,


    das ist unbestritten das man mit der Zeit Allergien entwickeln kann! Das tut mir für Dich auch leid, aber da steckt man nicht drin. Das kann natürlich passieren und ich finde es gut das Du die Leute hier darauf aufmerksam machst.


    Ich bin nur immer dafür zu unterscheiden ob es sich um eine allergische Reaktion handelt oder ob es eine normale Reaktion auf Bienenstiche ist - das wird leider sehr, sehr oft verwechselt oder vermischt...


    Gruß

    Franz

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  • Ich bin nur immer dafür zu unterscheiden ob es sich um eine allergische Reaktion handelt oder ob es eine normale Reaktion auf Bienenstiche ist - das wird leider sehr, sehr oft verwechselt oder vermischt...

    Und wie soll der Laie das bitte unterscheiden? Ich rede hier von den hier im Thread beschriebenen Anschwellungen wie "Bein dick bis zum Knie" oder "Hände wie aufgeblasene Handschuhe", die ich definitiv nicht als normal empfinde. Wenn ich die Dissertation richtig gelesen habe, gehört das eben auch schon zu allergischer Reaktion, auch wenn es noch kein anaphylaktischer Schock ist. Und dann schadet es mit Sicherheit nicht, sich auf jemanden zu verlassen, der das gelernt hat und sich damit beschäftigt und vor Ort anschaut. Auf ein Internetforum mit Fern"diagnose" würde ich mich in diesem Fall mit Sicherheit nicht verlassen.

  • Hallo Bienenfreunde,

    bei mir war es auch „schon immer“ so, dass ich mit recht starken und anhaltenden Schwellungen auf Insektenstiche reagiert habe. Einer der ersten Stiche mit vergessenem Schleier ging ins Augenlid und ich hab den Stachel ewig nicht rausgekriegt. Nach 3 Tagen war dann das Gesicht so zugeschwollen und schmerzhaft dass ich doch mal zum Arzt bin. Da gab es dann Prednisolon und schonmal die Warnung dass alle Schwellungen über 10cm Durchmesser in Richtung Allergie gehen können.

    Na gut, ich hab mit nichts weiter dabei gedacht und bei einem der nächsten Stiche (diesmal Socken über Hose vergessen und die arme Biene in der Kniekehle gequetscht) ging es dann nach einigen Minuten los: Lippenkribbeln, Jucken in den Ohren, Kopfhaut etc. und elende Bauchkrämpfe. Keine Atemnot oder Quaddeln oder sowas, aber trotzdem habe ich mich mal ganz fix auf den Weg nach Hause gemacht (im Auto, ziemlich hirnrissig...:oops:) und dort dann doch den RTW gerufen. Die Treppe runter bin ich schon allein nicht mehr gekommen. Einfach ein furchtbares Schwächegefühl. Im Krankenhaus dann vermutlich auch was cortisoniges und dann irgendwann wacklig wieder nach Hause.

    Seit 1,5 Jahren mache ich jetzt eine Standard-Hyposensibilisierung alle 4 Wochen und entweder hilft es oder es hat mich keine Biene bisher wieder so perfekt erwischt :wink:

    Mir wurde zum Glück nur einmal vorsichtig nahe gelegt mit den Bienen aufzuhören, und ich habe für mich entschieden damit weiter zu machen weil es mir Freude macht. Außerdem kann ich mich ja ohnehin nicht völlig vor Bienen abschotten, die summen ja überall rum :lol:

    Was wollte ich sagen? Ach ja: Obacht bei großen Schwellungen. Muss nicht, kann aber ein Vorbote einer Allergie sein. Und bei seltsamen Symptomen nach Stichen wie furchtbarem Ohrenjucken lieber einmal zu früh einen Arzt rufen.


    Dampfschmelzende Grüße von

    Miriam

  • Ist doch ganz einfach: Wer Angst hat, an Bienenstich zu sterben, der sollte evtl. lieber Angeln gehen.

    Man kann sich auch beim Fischeputzen eine schöne Blutvergiftung holen - Märchenerzähler wissen von Welsen (oder Waller - für die Süddeutschen), die Angler ins Wasser gezogen haben…

    Das Leben als solches ist gefährlich, endet in der Regel tötlich und sollte deshalb dem Risiko nach eigentlich verboten werden. Da sind aber die Versicherer dagegen, weil die von der Angst leben.


    Dem Alten Fritzen sagt man nach, das er, wenn seine Grenadiere nicht so richtig zu Werke gingen, sie anrief: „Hunde, wollt ihr ewig leben?“


    In der heutigen Zeit, wo selbst Ausatmen demnächst besteuert werden soll, eine wieder aktuelle Frage.


    Grüße Ralf

  • Es kann jederzeit zu einer allergischen Reaktion kommen. Egal ob man 1 oder 20 Jahre Imkert, kann plötzlich ein anaphylaktischer Schock eintreten. Also seid vorsichtig und habt Handy am Mann. Dies passiert sehr selten und es kann auch nur eine leichte Reaktion, wie Quaddeln und Juckreiz am ganzen Körper sein. Doch kein Arzt kann das vorhersagen. Daher gilt, wer einmal reagiert hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder reagieren.

    Nur zwei Dinge sind sicher. Es gab irgendwann vorher schon einmal Kontakt mit der Noxe und wenn man sehr viele Stiche bekommt, dann kann das Gift auch potentiell Kreislaufversagen auslösen. Es gibt zwar Angaben wie 500-1000 Stiche. Aber wer zählt so etwas dann.

  • Ich werfe mal in den Raum, das es 4 Grade der Anaphylaxie gibt. Im nachfolgenden Link wird, medizinisch kompliziert, auf die S2-Leitlinie zur Anaphylaxie eingegangen.

    Es befindet sich im Text aber auch eine Grafik mit den Schweregraden der Anaphylaxie.


    Gruß

  • Es kann jederzeit zu einer allergischen Reaktion kommen. Egal ob man 1 oder 20 Jahre Imkert, kann plötzlich ein anaphylaktischer Schock eintreten.

    Man sollte nicht banalisieren, wie die auf Gewöhnung plädierenden T-Shirtimker. Aber man sollte auch nicht dramatisieren. Ja, auch nach 20 Jahren kippt ein Imker mal aus den Latschen. Aber innerhalb der Minderheit der allergisch betroffenen Imker trifft es die Mehrheit in den ersten drei Jahren.

    Jeder Imker sollte als Teil der imkerlichen Ausbildung um die Möglichkeit, die Auswirkung und Maßnahmen der Anaphylaxie wissen. Wenn jemand mit Kreislauf- oder Atemproblemen umkippt ist die sofortige "112" klar. Aber bei knallrotem Kopf, Quaddeln an den Armen, Watte in den Ohren oder Wortfindungsproblemen ist auch SOFORT die "112" fällig. Dieses Wissen ist man nicht nur sich selbst, sondern auch Helfern, Stand-Besuchern oder zufälligen Spaziergängern schuldig.