Gegen Bienen allergisch?

  • Hallo,

    also so ganz lapidar abtun würde ich ne Allergie nicht!

    Mich hat`s nach 4 Jahren und etlichen Stichen letztes Jahr erwischt! Nicht meine Bienen... die eines Kollegen! 2 Stiche - Kreislaufkollaps - Krankenhaus!! Also das kann auch nach längerer Zeit kommen! Aber ja, man merkt es wenn`s ne allergische Reaktion ist, wenn dir schwarz vor Augen wird und sich die Erde etwas schneller dreht als sonst :) :) Klar wär ich da jetzt nicht hops gegangen, aber wie oft war ich schon allein im Wald bei meinem Stand ohne dass wer dabei war?! Jetzt muss Sohnemann immer mit wenn ich an die Außenstände fahr, Notfallmedizin ist immer dabei und auch das komische Gefühl!! Das sag ich ganz ehrlich!!

    Ich hab jetzt am Mittwoch Vorgespräch in der Klinik wegen Einleitung der Sensibilisierung und dann guck ma mal.... Imkerei aufgeben ist derzeit noch NoGo, ich bin zuversichtlich, dass die Sensibilisierung anschlägt!!

    LG Andrea

  • Moin,
    auch wenn die Anzahl in der Bevölkerung mit allergische Reaktionen auf alles Mögliche zunimmt, halte ich den Prozentsatz der beteiligten Menschen mit wirklichen Problemen nach Bienenstichen, für relativ gering.
    Gelegentlich habe ich auch den Eindruck, es wird eine Bienengiftallergie auch schon mal als Schutzbehauptung für alles mögliche, meist aus Angst vor Bienen angeführt.

    Wer tatsächlich heftig auf Bienenstiche reagiert, sollte sich entsprechend schützen und geeignete Gegenmittel immer mit führen, denn vor einem Bienenstich/Wespenstich ist man im Alltag nie ganz geschützt.
    Es ist aber auch für nicht Allergiker keine Schande, im Umgang mit den Bienen direkt, einen adäquaten Stichschutz zu tragen. ;)

    Grüsse von der Nordsee, aus Cuxhaven
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Sicherlich ist die echte Allergie gegen das Bienengift kein Kinderspiel. Leider wird heute aber Zuviel als Allergie abgestempelt.

    Die Frau meines Gartennachbarn wurde von einer meiner Bienen gestochen. Das ist ganz sicher wir haben ein DNA-Test von der Toten Biene und von all meine Völkern gezogen! Das erste was sie tat war, zum Vorstand rennen (Schrebergarten) und sagen, das die Bienen weg müssen weil Sie ja von den Bestien gestochen wurde und auch noch allergisch darauf ist. Was unser Vorstand dann sagte war allerdings nicht so erfreulich für die Dame. "Sie sind gestochen worden und kommen zuerst zu mir? Wie wäre es, wenn Sie zuerst einmal in das nächste Krankenhaus fahren, Sie wissen schon, dass so eine Allergie tödlich verlaufen kann!" Damit war das Gespräch beendet und die Frau zog von dannen.

    Aber selbst Ärzte sagen dem Patienten das sie allergisch auf das Gift reagiert haben, wenn sich mal eine etwas größere Pustel gebildet hat und die Leute in der Notaufnahme sitzen. Das dies aber eine Reaktion des Körpers die an bestimmten Stellen mal stärker auftreten kann ist, das wird dann weniger vermittelt.

  • Lt. Auskunft eines Mediziners sei die Testung erst möglich, wenn entsprechende Antikörper im Blut vorhanden sind. Diese seien bei Bienenstichen wohl erst ab dem 2. Stich nachweisbar.


    Ich hab seinerzeit einen Selbsttest gemacht. Also einfach imkern. ;)

  • Wer tatsächlich heftig auf Bienenstiche reagiert, sollte sich entsprechend schützen und geeignete Gegenmittel immer mit führen, denn vor einem Bienenstich/Wespenstich ist man im Alltag nie ganz geschützt.

    Es gibt keine geeigneten Gegenmittel! Es gibt ein Notfallset mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln UND(!) dem Hinweis bei Kreislaufbeschwerden, Atemproblemen etc. sofort die 112 zu wählen. Für Imker kann das nur bedeuten: Hobby aufgeben oder Hyposensibilisierung. Dauerhaft und regelmäßig die 112 zu rufen kommt vermutlich nicht so gut 8)

  • Es gibt keine geeigneten Gegenmittel! Es gibt ein Notfallset mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln UND(!) dem Hinweis bei Kreislaufbeschwerden, Atemproblemen etc. sofort die 112 zu wählen. Für Imker kann das nur bedeuten: Hobby aufgeben oder Hyposensibilisierung. Dauerhaft und regelmäßig die 112 zu rufen kommt vermutlich nicht so gut 8)

    Genau das mit dem Notfallset meinte ich. Die Bezeichnung ist mir spontan nur nicht eingefallen.

    Ob man deswegen die Imkerei vollständig aufgeben muß, kann ich nicht beurteilen. Das muß dann wohl jeder selber wissen.

    Kommt auch darauf an, in wieweit das "Imkervierus" von Geist und Körper des Probanten bereits Besitz genommen hat.
    Oder gar die Imkersucht gegriffen hat. Soll ja man ja nur sehr schwer von loskommen. ;(

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Ob man deswegen die Imkerei vollständig aufgeben muß, kann ich nicht beurteilen. Das muß dann wohl jeder selber wissen.

    Eine diagnostizierte Bienengiftallergie der RAST-Klasse >3 ist potenziell lebensgefährlich. Keiner sollte sich in bewusst in diese Gefahr begeben, auch nicht mit Notfallset! Wenn man dann zu den 20% gehört, bei denen die Hypo fehlschlägt, oder wegen Multiallergien eine Hypo nicht durchgeführt werden kann, dann kann man immer noch über Imkern im "Sheriff" oder "Original Honigmann" nachdenken. Allergie-Akzeptanz mit Notfallset mag für Nichtimker funktionieren, Imker sollten den Weg der Hyposensibilisierung wählen.

  • Das war im April, im Herbst hatte mich eine der Damen ins Augenlid gestochen, war nur n paar Tage etwas dicker aber nicht der Rede wert.

    Das wird erst richtig dies wenn sie perfekt trifft und die Schwellung auf den Nerv drückt der sonst den Liedschluss beim Schlafen registriert, dann Büste beim ersten mal ne ganze Woche todmüde ohne wirklich müde zu sein.

  • Hallo, ich wollte mal Fragen ob euch eure Ladys auch vorliebend neben das Auge stechen? Hab das schon 3 mal gehabt. Am nervigsten ist es wenn dich dann jeder anredet und fragt was denn los sei da ja das Auge zugeschwollen ist.

  • Das die Bienen da mit Vorliebe stechen, kann ich nicht direkt bestätigen. Soll aber vorkommen.

    Dagegen gibt es aber Stichschutzschleier die effektiv sind und dieses wirkungsvoll verhindern.

    Ich vertrete die Ansicht: entweder nehme ich Stiche, bei Arbeiten an den Bienen duldsam hin, oder ich lege entsprechenden Stichschutz an.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Hallo zusammen!

    Vor einer Allergie kann man sich leider nicht schützen. Zudem kann sie auch ohne Vorwarnung, nach Jahrelanger Immunität auftreten. Kenne auch einen Imker den es erwischt hat, der kleidet sich halt dementsprechend an.

    LG Mark-o

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Leo : kann ich bestätigen, wenn dann gehts möglichst immer auf die Augen. Liegt wohl daran, dass beim Feindbild "Honigbär" das eine der wenigen Stellen ist, wo man als Biene auch Wirkungstreffer landen kann. Am Fell eher weniger. Als nächstes kommen Hände und Unterschenkel in der Beliebtheitsreihenfolge.


    Meine Antwort darauf: Schleier immer, der Rest darf auch mal was abkriegen, kommt ja nicht so häufig vor.


    LG

    Roland

  • Zudem kann sie auch ohne Vorwarnung, nach Jahrelanger Immunität auftreten.

    Da sollte man den Teufel nicht an die Wand malen. Das Risiko einer Bienengiftallergie liegt bei 2-3%. Und nach der Dissertation von Denise Wrobel geht das Risiko ab dem vierten Imkerjahr gegen null.

  • Hallo Imker2016!

    Kann ich so nicht bestätigen, in dem genannten Fall handelt es sich um einen Imker, der mehr als 20 Jahre imkert.

    LG Mark-o

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.