Gegen Bienen allergisch?

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    Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank für eure wirklich hilfreichen Ausführungen.

    Ich war gestern noch bei meinem Arzt.

    Er sagte mir, dass ich sicherlich nichts mit einer starken Allergie zu tun habe, sonst wäre der gesamte Körper betroffen gewesen (ja auch bei den 5-6 Stichen damals). Nichtsdestotrotz reagiere ich etwas mehr als normal. Er hat mir gesagt, dass es natürlich nicht ausgeschlossen ist, dass sich eine Allergie entwickeln kann.

    Er schickt mich jetzt zum Dermatologen, um mich auf Bienengift testen zu lassen.

    Ohne das ich was dazu gesagt habe, hat er mir folgendes verschrieben.

    -Einen Notfallpen (den werde ich aber wohl nie benötigen hat er gesagt)

    -Einen "Cortisonsaft"

    -Tabletten und

    - Fenistil

    Was es jetzt im Einzelnen genau ist muss ich nachreichen, ich habe die Sachen nicht zur Hand.


    Den Bite Away habe ich auch, funktioniert bei Mückenstichen prima, bei meinem letzten Bienenstich hat es nichts gebracht. Wenn ich mich nicht täusche habe irgendwo mal gelesen, dass man das innerhalb der ersten Minute bei einem Bienenstich machen muss. Das wird schwierig

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Wichtig ist, den Stachel schnell rausziehen, dann kann man sich nach etwas Gewöhnung alles andere sparen.

    In den 90er Jahren habe ich mal wenig bis gar nichts mit Bienen gemacht - da kam es dann bei mir auch zu leichten Schwellungen. Manchmal klappt das auch nach einer längeren Winterpause.

    Grüße Ralf

  • Wichtig ist, den Stachel schnell rausziehen, dann kann man sich nach etwas Gewöhnung alles andere sparen.

    Da sind sie wieder, die Hardcoreimker im T-Shirt mit ihren Thesen zur Allergie:thumbdown:. Allergien haben nichts mit imkerlicher Gewöhnung oder Dosierung zu tun. Ein Allergiker kann schon bei dem 10 Millionstel eines Stiches Reaktionen zeigen. So schnell kann man keinen Stachel ziehen. Die einzige Gewöhnung ist die Hyposensibilisierung und die findet nicht ohne Grund in Kliniken statt.

  • Wichtig ist, den Stachel schnell rausziehen, dann kann man sich nach etwas Gewöhnung alles andere sparen.

    Da sind sie wieder, die Hardcoreimker im T-Shirt mit ihren Thesen zur Allergie:thumbdown:. Allergien haben nichts mit imkerlicher Gewöhnung oder Dosierung zu tun. Ein Allergiker kann schon bei dem 10 Millionstel eines Stiches Reaktionen zeigen. So schnell kann man keinen Stachel ziehen. Die einzige Gewöhnung ist die Hyposensibilisierung und die findet nicht ohne Grund in Kliniken statt.

    Ja und nun?

    Was empfiehlst Du jetzt?


    Wer eine Allergie hat gehört zum Arzt und nicht zu den Bienen.


    Grüße Ralf

  • Ja,

    Das Leben bietet viele Gefahren, die mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten eintreffen. Der Fernsehe-Serienheld Mr. Monk fühlte sich im Cleanroom wohl.


    Das beantwortet aber nicht die Frage, was man nun tun sollte. Da ich mir Bienen seit 50 Jahren zu tun habe, hoffe ich, die nächsten 50 Jahre auch noch zu überleben.


    Andere spielen Lotto - die Chance dort zu gewinnen ist wohl größer, als spontan einen allergischen Schock zum Opfer zu fallen.

    Andererseits: was wär da nun so schrecklich? Ich hab mein Leben durch… und irgendwie müssen wir alle mal gehen.

    Grüße Ralf

  • Andere spielen Lotto - die Chance dort zu gewinnen ist wohl größer, als spontan einen allergischen Schock zum Opfer zu fallen.

    Da liegst du falsch, zumindest was den Sechser mit Zusatzzahl in der Allergielotterie angeht. Denn dort kann es SPONTAN zu dramatischen Zuständen kommen. Und wir bewegen uns im Prozentbereich bei den Allergieveranlagten - wenn es dort nur jeden Tausendsten mit einem tödlichen anaphylaktischen Schock trifft ist das deutlich mehr als im Lotto.

    Richtig ist dein Hinweis, dass eine Bienengiftallergie schnellstmöglich in eine Facharztbehandlung gehört. Falsch war dein Hinweis mit Stachel schnellziehen und der langfristigen Gewöhnung, dies gehört nicht in einen Threat zum Thema Allergie. Du fragst wozu ich den Imkern rate. Ein Anfang wäre, wenn die alle Imker vernünftig über dies "Berufs"-Risiko informiert wären, damit Fehlinformationen und Banalisierungen nicht zu Gefährdung der allergischen Imker führt.

  • dies gehört nicht in einen Threat zum Thema Allergie

    Beim Start des Threads ging es nicht um "Allergie" sondern um die Frage ob eine bestimmte Reaktion auf einen Bienenstich eine Allergie sein könnte.

    Falsch war dein Hinweis mit Stachel schnellziehen und der langfristigen Gewöhnung

    Solange die Reaktion nicht allergisch ist, ist dieser Hinweis mit "Gewöhnung" zutreffend... - auch der Hinweis mit "schnell Stachel ziehen" ist berechtigt, da eine Reaktion ja auch mit der Giftmenge zu tun hat und wenn der Stachel länger in der Haut steckt, dann erhöht sich die Giftmenge auch stetig, bis das ganze Gift der Giftblase unter der Haut ist. (Am Stachel hängt ja noch der gesamte Giftapperat, inclusive der Giftblase und des Muskelpaketes das das Gift unter die Haut spritzt...)

  • Beim Start des Threads ging es nicht um "Allergie" sondern um die Frage ob eine bestimmte Reaktion auf einen Bienenstich eine Allergie sein könnte.

    Und der nächste, der das liest und tatsächlich eine Allergie entwickelt, denkt sich dann "alles nicht so schlimm, ist ja normal, steht ja hier" und liegt dann vor der Beute, am besten noch allein? Na super! Diese bestimmten Reaktionen, soweit ich mich erinnere Anschwellungen über 10 cm, müssen nicht unbedingt, können aber durchaus Vorboten einer Allergie sein! Und die muss nicht in jugendlichem Alter auftreten.


    Meine Mutter (die vermutlich mehr Wissen darüber als der Durchschnitt hier, da sie bei einem Arzt arbeitete) empfand die übermäßigen Schwellungen an den Stichstellen damals absolut nicht als normal, sondern als beobachtenswert und warf die Option "Allergietest" durchaus in den Raum. Ich wurde dann nur nicht mehr gestochen und bei mir scheint es sich tatsächlich eingeregelt zu haben.


    Ist ja nicht jede/r so abgeklärt wie ralf_2 und spielt Lotto mit seinem Leben. Also, man sollte nicht in Panik verfallen, aber ernst nehmen ist hier imho durchaus angebracht!


    Und was mich so richtig annervt ist, dass Imker, die in der von der BG bzw. einschlägigen Stellen tatsächlich angeratenen Schutzausrüstung imkern, belächelt und teilweise quasi für minderbemittelt angesehen werden, nur wer ohne imkert ist ja schließlich ein richtiger Mann (ich bin gerne Frau ;) )

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Hallo,

    ich möchte euch nur mal kurz erzählen, wie es bei mir war und ich auch tausendmal gehört habe ... so ne Reaktion ist ganz normal, da gewöhnt sich dein Körper daran ....

    Ich habe vor 5 Jahren zu imkern begonnen, hier und da nen Stich als Anfänger, da man ja mal ne Biene quetscht! Rötung, jucken, ... ein paar mal auch mit sehr heftiger Schwellung!! Nicht`s dabei gedacht, denn die Profis haben mit ja immer wieder gesagt, das is normal!! Nein ist es nicht!! Letztes Jahr im Sommer einem Kollegen geholfen, der lässt das Absperrgitter unsanft fallen und auf mich gehen gefühlte 100 Bienen los!! Zwei verirren sich in meinen Handschuh! Klar wenn die gewollt hätten hätten mich viel mehr stechen können! Innerhalb von 10 min. spielte mein Kreislauf verrückt - Fenistiltropfen (halbes Fläschchen auf ex!) verhinderte wohl das Umkippen! So nach ner halben Stunde im Krankenhaus kam dann Juckreiz am ganzen Körper und Pustelbildung dazu!! Eine Nacht mit Infusionen und der Spuk war vorbei. Aber der Bricktest ergab schon - Bienengiftallergie - Bluttest bestätigte das! Ich hab Rast-Klasse 3! Im Februar dann Hyposensibilisierung eingeleitet in der Klinik und jetzt 1x im Monat das Gift vom Hausarzt - 3 Jahre lang! Also wie gesagt, ich hab auch immer auf die schlauen Sprüche gehört! Seid da bitte nicht zu gutgläubig, das kann blöd ausgehn! So nen Bricktest macht jeder Arzt und Bluttest auch! Andere können nicht über euren Körper bescheid wissen und euch tolle Tips geben! Die sind auch nicht zur Stelle wenn euch ein Stich aus den Lastschn hebt!

    Passt auf euch auf - und imkert mit Schutz!

  • Hallo bee-andy70 ,


    ja ich kann mich noch ganz gut an Deine Story von damals erinnern.

    Innerhalb von 10 min. spielte mein Kreislauf verrückt - Fenistiltropfen (halbes Fläschchen auf ex!) verhinderte wohl das Umkippen! So nach ner halben Stunde im Krankenhaus kam dann Juckreiz am ganzen Körper und Pustelbildung dazu!!

    Das ist eine allergische Reaktion gewesen - warum:

    • ganzer Körper IST betroffen
    • Kreislauf ging in den Keller
    • ...


    Dann habe ich noch einmal in Knie und Fußgelenk insgesamt 5 Stiche abbekommen (wenn dann immer gleich richtig ) Auch hier Knie und Fußgelenk sehr dick geworden und hatte auch Probleme beim laufen, weil es ziemlich gepocht hat.


    Schwindelig, schummerig, Atemnot, Kopfweh oder sonstige Sachen habe ich nie bekommen, es war "einfach" immer nur sehr dick, heiß und hat gejuckt. Nach 3-4 Tagen war alles wieder weg.

    Das ist höchstwahrscheinlich keine allergische Reaktion - warum:

    • Nur lokale Auswirkung
    • ganzer Körper, Kreislauf oder ähnliches ist NICHT betroffen


    Aber, ich stimme Euch zu, im Zweifelsfall sollte das ärztlich abgeklärt werden...



    Gruß

    Franz

  • Ich finde die Diskussion gerade sehr gut und ich glaube auch wichtig.


    Ich werde jetzt zum Dermatologen gehen und die Sache abklären lassen.

    Ich denke das ist nicht wild und wenn rauskommt, dass alles ok ist dann bin ich auch ruhiger bei den Bienen.

    Sollte rauskommen, dass es tatsächlich eine Allergie ist werde ich mir weiter Gedanken machen.


    Aber ich bin guter Dinge, da ich da bei FranzXR bin. Ich hatte 5-6 Stiche und es war lokal, spätestens da hätte es mich ja "übler" erwischen müssen.

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)